Bundesliga

Transfer-Sommer 2022: Bayern bleibt der Branchenprimus in Deutschland

Hasan Salihamidzic
Foto: IMAGO

Die Sommer-Transferperiode in der Fußball Bundesliga ist beendet. Der FC Bayern hat eine furiose Wechselphase hinter sich und viel Geld in die Hand genommen für Top-Stars wie Sadio Mane und Matthijs de Ligt. Kein anderer Klub im deutschen Oberhaus hat so viel ausgegeben wie die Bayern. Dafür hat der FCB aber auch auch die meisten Transfereinnahmen erlöst.



Rien ne va plus, seit Donnerstagabend 18 Uhr geht nichts mehr in Sachen Spielerneuzugänge in der Bundesliga. Knapp 484 Millionen Euro haben die 18 Erstliga-Klubs für neue Spieler ausgegeben und bewegt sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Sommer 2021 (487 Millionen Euro.)

Interessant ist zudem: Neben der französischen Ligue 1 (+45,3 Millionen Euro) ist die Bundesliga die einzige Top 5-Liga mit einem positiven Saldo (+44,7 Millionen Euro).

Bayern dominiert der Transfer-Sommer in der Bundesliga

Auch wenn es beim FC Bayern in den vergangenen Wochen relativ ruhig zuging in Sachen Neuzugänge, haben die Münchner diesen Sommer mit Abstand am meisten Geld für neue Spieler ausgegeben. Für Sadio Mane, Matthijs de Ligt, Ryan Gravenberch, Noussair Mazraoui und Mathys Tel flossen insgesamt 137,5 Millionen Euro. Kurios ist: Der FCB hat einen Großteil seiner Deals im Juli abgewickelt. Im August wurde kein einziger Spieler verpflichtet.

Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic war die letzten Wochen primär damit beschäftigt Spieler zu verkaufen. In Summe haben sich die Bayern von 15 Spielern getrennt und damit 104,4 Millionen Euro kassiert. Damit hat man nicht nur die meisten Transferausgaben in der abgelaufenen Wechselperiode, sondern auch die meisten Transfereinnahmen erzielt.

Stuttgart erzielt ordentliches Transferplus

Lediglich Borussia Dortmund kann ansatzweise mit den Bayern mithalten. Der BVB hat knapp 91 Millionen Euro für seine Neuzugänge ausgegeben und 79 Millionen Euro flossen durch Spielerverkäufe zurück. Rang 3 geht an RB Leipzig mit 59,5 Millionen Euro Ausgaben und 75,5 Millionen Euro Einnahmen. Die Sachsen sind damit das einzige Top-Team in der Bundesliga, welches einen Transferüberschuss erzielt hat.

Der VfL Bochum hat mit 750.000 Euro Transferausgaben am wenigsten ausgegeben. Dafür konnte man 15 Millionen Euro durch Verkäufe generieren. Den größten Transferüberschuss hat jedoch der VfB Stuttgart mit 25,45 Millionen Euro erzielt.

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8 Comments
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Wow, die totale Überraschung.
Ich dachte schon Bochum hätte am meisten ausgegeben..
Ersnsthaft, wie kann diese Liga funktionieren?

Sie funktioniert eben nicht.

Zumindest nicht spannend.

Was aber komplett normal ist, wenn einer einfach immer viel mehr Geld zur Verfügung hat, wie die Konkurrenz.

Von Jahr zu Jahr immer das gleiche Geplapper mit der Bayern-Überlegenheit
Ich drehe den Vorwurf einfach mal um und habe an die ewigen Bayern-Kritiker die ganz einfache Frage. Wieviel Chancen und wieviel Jahre braucht die Bayern-Konkurrenz eigentlich noch.um den Münchnern endlich mal vernünftig paroli zu bieten.
Für Unfähigkeit der anderen kann der FCB nichts:

Die anderen bleiben halt moralisch sauber und waschen nicht für Katar das Geld.

Also ist der BVB moralischer Deutscher Meister 2021.
Vielleicht sollte man das mal Aki Watzke mitteilen – vielleicht ist ihm das wichtig!
Äh – und wie war das nochmal mit den anderen ? RB ?

Mein Freund, das hat nichts mit Unfähigkeit zu tun! Den Artikel einfach mal richtig lesen und nicht gleich rumlabern! Der FCB hat einfach mehr Kapital zur Verfügung und kann daher auch hochwertigere Transfers tätigen. FC Bayern kassiert jedes Jahr die meisten TV-Gelder, dann kommen auch noch die Einnahmen aus der CL hinzu und das Stadion ist auch nicht gerade klein (in Bezug auf Zuschauer-Einnahmen). Wenn man die 50+1 Regelung kippen würde, sähe es vielleicht ganz anders aus.

Na ja also ganz so einfach ist die Rechnung wohl doch nicht.
Die meisten TV-Gelder bekommt der FC Bayern, weil Sie Meister geworden sind. Jede Mannschaft, die sportlich Meister wird, kann diese Mittel genauso abschöpfen!
Wenn der BVB oder Leipzig das Triple gewinnt, haben Sie genauso viel TV-Geld wie Bayern jetzt.
Die CL-Gelder richten sich auch danach, wie weit man jedes Jahr in der CL kommt. Auch das lässt sich zum großen Teil sportlich beeinflussen!
Und meines Wissens ist der Iduna Park genau so groß wie die Allianz Arena – im Gegenteil, es passen 6000 Zuschauer mehr hinein!
Es ist wie im Leben: Reichtum ist nicht per se da, man muss ihn erarbeiten und erwirtschaften. Dann hat man ihn und kann damit auch mehr anfangen als Nicht-Ganz-so-Reiche!

ja. die Champions League sollte eine richtige Europa Liga werden. dann auch ohne Pilsen und Haifa, nur 16 Topclubs

dann hat Bayern wenigstens Mittwoch immer einen echten Wettkampf

Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt "FCBinside" im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als 15 Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.