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Krisenstimmung beim FC Bayern – 3 Erkenntnisse zum Remis gegen Stuttgart

Serge Gnabry
Foto: Getty Images

Der FC Bayern und der VfB Stuttgart trennten sich am Samstagnachmittag 2:2-Unentschieden. Trotz der zwei zwischenzeitlichen Führungstreffer konnte der deutsche Rekordmeister das Ergebnis nicht über die Zeit retten. Wir liefern euch drei Erkenntnisse zum Unentschieden gegen die Schwaben.



Nach dem erfolgreichen Champions-League-Auftakt gegen Inter Mailand unter der Woche waren die Münchener im Liga-Alltag gegen den VfB Stuttgart gefordert. Nach zuletzt zwei Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach und Union Berlin hatte sich die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann einiges vorgenommen. Allerdings fand der deutsche Rekordmeister nur schwer in die Partie. So hatten die Bayern erst nach einer halben Stunde die erste richtig gute Gelegenheit durch Serge Gnabry, der mit seinem Abschluss aus ca. 18 Metern nur knapp das Tor verfehlte. Mit der ersten Torgelegenheit kam der deutsche Rekordmeister besser ins Spiel und erzielte durch Youngstar Mathys Tel die 1:0-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Schwaben deutlich besser aus der Kabine und drückten auf den Ausgleich. So spielte der VfB mutig auf und erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Chris Führich. Von dem Gegentreffer zeigten sich die Münchener nur wenig beeindruckt und so erzielte Jamal Musiala nur drei Minuten nach dem Ausgleich die erneute Führung. Mit Blick auf das wichtige Champions League Spiel gegen den FC Barcelona versuchte Nagelsmann auch personelle Kräfte zu schonen und schöpfte im zweiten Durchgang sein komplettes Wechselkontingent aus. Darunter litt allerdings die spielerische Vorstellung der Bayern, sodass der VfB in der Nachspielzeit erneut den Ausgleich erzielen konnte.

1. Bayern kann keinen „Ergebnisfußball“

Mit dem Beginn der englischen Wochen hat der FC Bayern nun alle drei Tage ein Spiel. Bei diesem eng getakteten Spielplan müssen auch die Münchener mit ihren Kräften haushalten. Gegen den VfB Stuttgart sah bis zur Nachspielzeit alles nach einem harten Arbeitssieg in der Allianz Arena aus. Doch die Stuttgarter kamen durch den späten Elfmetertreffer durch Guirassy wieder zum Ausgleich. Ein Treffer mit Ansage.

Anstatt nach dem zwischenzeitlichen Führungstreffer den Schwaben nun endgültig den Zahn zu ziehen, ließen die Münchener den VfB am Leben, sodass es bis zum Schluss unnötig spannend blieb. Dies kreidete auch Nagelsmann seiner Mannschaft nach der Partie an: „Wir hatten genügend Chancen, um das dritte Tor zu machen. Am Ende hat Stuttgart viel Risiko genommen, da hatten wir gute Kontermöglichkeiten, sind aber nicht in der Qualität zum Abschluss gekommen, wie es hätte sein können.“

Auch wenn die Münchener das Spiel ergebnistechnisch nicht früher entscheiden konnten, leistete sich der deutsche Rekordmeister insbesondere in der Schlussviertelstunde ungewöhnlich viele Ballverluste. Mit dem hohen Risiko der Schwaben gepaart mit den vielen Ballverlusten der Roten entwickelte sich das Spiel zu einem hektischen Schlagabtausch, in dem der erneute Ausgleich schon in der Luft lag.

Das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart hat gezeigt, dass der FC Bayern bei einer knappen Führung weiterhin anfällig für Gegentreffer ist.

2. Rotationsspieler überzeugen

Mit Blick auf das wichtige Champions League Spiel gegen den FC Barcelona hatte Trainer Julian Nagelsmann schon im Vorfeld der Partie einige Wechsel in der Startelf angekündigt. So kam es dann auch. Auf gleich sechs Positionen baute Nagelsmann seine Mannschaft um, sodass u.a. Leon Goretzka sein Startelf-Debüt feierte. Neben Goretzka starteten im Vergleich zum CL-Spiel bei Inter Mailand auch Noussair Mazraoui, Mathys Tel, Dayot Upamecano, Jamal Musiala und Serge Gnabry.

Trotz der vielen Umstellungen forderte Julian Nagelsmann vor dem Spiel gegen Stuttgart vollen Einsatz und Engagement von seiner Mannschaft, um nach den zuletzt zwei Unentschieden endlich wieder einen Dreier mitzunehmen. Auch wenn dies wieder nicht gelang, konnten die meisten Rotationsspieler überzeugen.

Tel zeigte wie auch schon beim Pokalspiel bei Viktoria Köln eine gute Leistung und erlöste die Bayern mit dem wichtigen 1:0-Führungstreffer. Neben Tel konnte noch ein weiterer Neuzugang überzeugen. Noussair Mazraoui feierte gestern sein Bundesliga-Startelfdebüt und ließ vereinzelt seine Offensivqualitäten aufblitzen. So auch beim zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer durch Musiala, den der Marokkaner vorbereitete. Des Weiteren kam Nationalspieler Leon Goretzka neben Kimmich auf der Sechser-Position zum Einsatz und absolvierte eine solide Partie ohne aber dabei groß aufzufallen.

3. Bayerns Offensivmotor gerät erstmals ins Stottern

Nach dem furiosen Saisonstart mit neun Punkten aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 15:1 Toren haben die Münchener nun das dritte Bundesligaspiel in Folge nicht gewinnen können. Dies liegt auch an der Offensive des deutschen Rekordmeisters. So erzielten Sadio Mané & Co. nur vier Tore in den letzten drei Spielen. Zu wenig, wenn der Anspruch lautet, jedes Spiel gewinnen zu wollen.

Gegen Gladbach haben die Münchener laut Nagelsmann ihr bis dato „bestes Saisonspiel“ abgeliefert, aber dennoch konnte man trotz zahlreicher Chancen nicht gewinnen. Beim letzten Auswärtsspiel gegen Union Berlin erspielten sich die Münchener deutlich weniger Chancen und wirkten unkonzentriert in ihren Abschlüssen.

So ähnlich sah das auch wieder in der gestrigen Partie gegen Stuttgart aus. Die Bayern taten sich wieder schwer, in die richtigen Abschlusssituationen zu kommen. Nach den „Offensivfeuerwerken“ zum Saisonbeginn scheint die Münchener Tormaschine zum ersten Mal ins Stottern zukommen. Möglicherweise ist das zurückzuführen auf die fallende Leistungskurve bei Serge Gnabry und Sadio Mané, die ihre letzten Treffer gegen den VfL Bochum erzielen konnten.

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Wir wäre es mit einfach Mal ruhig bleiben und sich bei den ersten Schwierigkeiten nicht gleich ins Höschen machen? Etwas angeschlagene Bayern waren schon immer die gefährlichsten Bayern. Der ein oder andere kleinere Dämpfer tut dem Team gut. Verhindert das man anhebt … und a bisserl Spannung schadet ja auch nicht.

Wer hier wirklich annimmt, dass der FCB in der Saison Meister wird, soll weiter träumen. Es ist einfach niemand mehr in der Lage, aus einer Minichance ein Tor zu machen. Ausnahme ist Musiala. Gnabry wird nun wertgeschätzt und ist seither ein Totalausfall! Der FCB schreit nach Gegentoren. Augsburg hofft…

@ Dieter: Natürlich fehlt Lewandowski, der diese Saison in der spanischen Liga statistisch schon wieder alle 60 Minuten ein Tor gemacht hat (Benzema übrigens alle 120 Minuten).
Aber wer sollte in der Bundesliga außer Bayern Meister nach 34 Spieltagen werden? Union Berlin? Freiburg? BVB? Die anderen sind einfach viel zu schwach.

Wer sollte denn sonst Meister werden? Union, Freiburg, Dortmund….glaubst du doch selber nicht! Am Ende wird die individuelle Qualität für die Meisterschaft ausreichen!

Das trifft den Nagel auf den Kopf. Diese andauernde schwarz-weiß Malerei ist einfach lächerlich.

Schwierigkeiten gab es in der ganzen letzten Rückrunde 😉

Was vor ein paar Wochen noch Hui war ist jetzt alles Mist!
Trainer , Neueinkäufe !
Emotionen sind OK , aber nach 6 Spielen Buli und 1 x CL alles in
Frage stellen ist zu früh .
Noch wurde ja noch kein Spiel verloren ! Torchancen werden ja zu genüge herausgespielt , wenn die dann reingehen dann alles gut !
Erstmal abwarten die nächsten Spiele , vor allem am Dienstag !

Finde ich richtig was du schreibst. Mir ist das alles zu Reißerich. In den ersten Spielen ist alles super und überall heißt es nur: “ wer soll uns noch stoppen “ und jetzt ist alles schlecht und Nagelsmann ist schuld. So ähnlich ist es ja auch in der causa Salihamidzic gewesen. Erst fanden ihn alle schlecht nun nach einer guten Transferphase ist er Gott in der Fanszene.
Ich denke bei beidem liegt die Wahrheit in der Mitte. Die Mannschaft ist nunmal nicht so Herausragend wie die unter Flick und auch nicht so schlecht wie sie gemacht wird und Salihamidzic ist schlicht und einfach durchschnittlich gut. Mal landet er treffer und mal verkackt er es. Ob das auf dauer bei einem Weltklasse Verein reicht wird sich zeigen.
Eines bleibt festzuhalten. Es ist so, wie es viele voraus gesehen haben. Mane und Gnabry sind keine klassischen Stürmer und lassen demnach viel zu viele Chancen liegen. Ein abgezockter Stürmer macht aus den ganzen Chancen zwangsläufig auch mehr Tore. Es fehlt ein guter 9er und den wird man auch holen sobald sich die Gelegenheit ergibt. Das der im Moment fehlt und deswegen schon viele Punkte liegen gelassen worden, ist aber ganz sicher nicht Nagelsmann schuld

Last edited 16 Tage zuvor by Kaiserfranz

Schaut man sich die BL Spiele der Bayern des Kalenderjahres 2022 und beginnt mit der Rückrunde der letzten Saison – damals noch mit dem von Dir geforderten 9er von Weltklasseformat – gab es nach der furiosen Hinrunde gab es in der BL 10 Siege, 4 Unentschieden und 3 Niederlagen – in Summe 34 Punkte bei 21 Gegentoren.

Addiert man die ersten 6 BL Spiele der neuen Saison hinzu kommt man auf 23 Siege, 7 Unentschieden und 3 Niederlagen. Nagelsmann Punkteschnitt in der BL liegt als im aktuellen Kalenderjahr bei genau 2.

Die letzten 10 BL saisonübergreifend sehen noch schlechter aus: 6 Unentschieden und 4 Siege – also 1,8 Punkte je Spiel.

Die Konstante der beiden Spielzeiten ist der Trainer. Das darf man da schon mal objektiv kritisch ansprechen!

Klar darf man das. Ich finde nur manchmal ist es etwas viel schwarz/weiß-denken .
Ich habe den Eindruck, dass wir uns im Vergleich zur letzten Saison deutlich mehr „gute Chance “ herausspielen (also nicht unbedingt nur an Torschüssen bemessen). So dinger wie Gnabry gestern lassen wir viel zu viele liegen. Wir waren dieses Jahr mehrmals alleine zentral vorm Torwart und haben versemmelt. Die dinger macht ein guter Stürmer in der Regel rein. Letztes Jahr war es in der rückrunde schwierig sich überhaupt Chancen raus zu kombinieren, Chancen haben wir jetzt genug

An deiner Analyse sieht man sehr genau was fehlt, ein Stürmer.
In der letzten Rückrunde wurden keine Chancen razsgespielt, da hilft auch ein 9er nichts.
Aber jetzt würde er helfen.
Muss ja nicht gleich ein Weltfussballer sein 😏

Einen weltfussballer kannst du als FC Bayern leider nicht verpflichten. Vielleicht ergibt sich ja nach der Saison etwas in der Kategorie „Internationale Klasse „😉

Ich verstehe nicht, warum Dosenravioli lauter Dislikes bekommt, weil er Fakten (Siege, Niederlage, Unentschieden und Punkte aufführt). Von meiner Seite danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, sehr spannend.

Einen Hinweis noch von meiner Seite:
In der letzten Rückrunde hat Lewandowski schon keine klassische 9 mehr gespielt, sondern bestenfalls noch eine hängende 9. Irgendetwas zwischen 9, 10 und 8.

Primär geht es ja um die eigenschaft als Vollstrecker. Gnabry und mane haben auch immer ihre Tore gemacht, weil sie halt Qualität mitbringen. Beide haben trotzdem nicht die kaltschnäuzigkeit eines Torjägers. Wenn du sie fünfmal pro Spiel mit guten Spielzügen freispielst und sie dabei frei vorm Tor einmal treffen geht die Rechnung halt nicht immer auf.
Man kann von Lewandowski halten was man will, war er frei vorm Tor, war der Ball in der Regel drin. Egal ob auf der 8,9 oder 10

1) Nagelsmann kann (noch) kein Kadermanagement – zumindest nicht auf diesem Niveau.
Offensichtlich gelingt es Nagelsmann nicht den breiten Kader (um den er zurecht bat) und der hochkarätig besetzt ist, zu moderieren und Kaderpausen sinnvoll zu setzen.

2) Leistungsprinzip ist bei Bayern nicht konsequent.
Davies spielt überwiegend ähnlich wackelig wie die gesamte letzte Rückrunde über und steht trotzdem auf dem Platz. Kimmich wirkt überspielt und hektisch, teils aktionistisch – aber offensichtlich traut man sich nicht dem „Kronprinzen“ eine erforderliche Pause zu verordnen. Wenn nicht gegen Stuttgart das MF aus der Reihe Goretzka/Gravenberch/Sabitzer besteht- gegen wen dann?

3) Nagelsmann scheint ein Kommunikationsproblem zu haben.
Ob er zu wenig mit allen und zu viel nur mit seinen Führungsspielern spricht? Oder spricht er in Menge zu viel, sodass ihn bspw. die komplette Defensive ohne deutschsprachigen Muttersprachler nicht versteht?
Oder verstehen die Spieler die Trainervorgaben inhaltlich nicht?
Fakt ist, das Spiel der Bayern ist seit letzter Rückrunde weiterhin oft zu pomadig und undiszipliniert. Passend dazu hat Nagelsmann die letzten 3 Spieler häufiger die Positionstreue einiger Spieler bemängelt.

Die Mannschaft hat einen Kader, der besser sein muss als das, was letzte Rückrunde gespielt wurde und das, was die Hälfte der aktuellen Spiele gespielt wird.

In Summe erscheint mir gerade Nagelsmann durch eine Entwicklungsphase zu gehen. Man kann diesem fachlich tollen Trainer nur wünschen, dass er die richtige Rückmeldung aus dem Bayern Umfeld bekommt und sich selbst nicht zu erhaben fühlt diese auch anzunehmen und daran zu arbeiten.

all dem liegt die annahme zugrunde, der kader ist besser als das was nagelmann aus ihm rausholt
nur ist er das noch ? viel weltklasse durch alterung und abgaenge verloren, wurde die ersetzt ?

heute ein interessanter bericht, tuchel wollte deligt aber die neuen us owner von chelsea haben abgelehnt weil ihre datenanalysten (die schon die la dodgers und lakers zu titeln gefuehrt haben) den wie jeder andere der seine leistungsdaten sieht nicht fuer einen 70 mio spieler halten. die haelfte vielleicht

und aehnlich mane, den hat liverpool die auch so arbeiten abgegeben weil alter gehalt leistung laut daten nicht mehr zusammen passen

und nagelsmann loeffelt diese lauwarme transfersuppe der letzten jahre jetzt aus, so kann man das auch sehen.

kann natuerlich sein dass alles anders ist. ich hoffe es. datenanalyse im us sport ist einfacher als im fussball, das laesst sich nicht direkt uebernehmen. aber die letzten grossen transfers (hernandez sane upa pavard deligt mane), die salihamidzic aera, da liegt halt unveraendert dieses extrem miese gefuehl drueber dass trotz erheblicher finanzstaerke einfach kein richtiger volltreffer mehr gelingen will

Also ob Liverpool sich einen Gefallen mit Mané gemacht hat wage ich nach der Leistung in der PL zu bezweifeln, ach ja, CL eben auch!😉

dss stimmt. nunez hat auch noch nicht voll gezuendet. es kann auch sein, dass unsere old school scouting nische wertvoll ist. denn datenanalyse machen ja alle anderen schon da ist nix mehr abzugrasen.

wie immer, nix genaues weiss man nicht 😀

Für Klopp und Liverpool war Mane verzichtbar! Als wenn der Abgang von Mane der Grund für die aktuellen schlechten Ergebnisse sind! Sie hatten in den letzten Wochen viele Verletzte!

Kann mich an keinen Bayern Kader – sagen wir in den letzten 10 Jahren – erinnern, der in der Spitze der ersten 11 nicht voll wettbewerbsfähig auf europäischem Top Niveau war.

Probleme gab es meist mit der Diskrepanz zu den Spielern 12-20, mit Ausnahme 2019/20 was sich dann auch in Zählbarem niedergeschlagen hat.

Auch dieses Jahr haben die Bayern eine top besetzte erste 11, die Begehrlichkeiten bei anderen Spitzenclubs geweckt hat und weiterhin weckt. Hinzu kommt seit 2020 erstmals wieder auch nennenswerte Kaderbreite auf der Bank.

Buchmacher übrigens sehen das ähnlich und die Bayern auf Quotenplatz 3 auf den CL Gewinn, hinter City und PSG.

Zu Deinem Hinweis bzgl der Chelsea Datenanalysten: wenn deren dann zum Entschluss kommt Fofana sei 80 Mio und Cucurella 65 Mio wert, dann bin ich ehrlich gesagt froh darum, dass bei Bayern keine NBA und NFL Datenexperten für Transfers zuständig sein sondern ehemalige Fussballer.

Im Anschluss an den CL Gewinn 20 war ich mehr als kritisch hinsichtlich der Bayern Transfers und aber dieses Jahr mit zwei Abstrichen überzeugt von den Transfers. Zum einen fehlt mir ein physischer und defensiver 6er, zum anderen sehe ich Notwendigkeit für einen Mittelstürmer im Kader als weitere Option und Variante je nach Gegner und Spielverlauf.

Vielmehr gewinnt man den Eindruck der Trainer sei mit der Kadermoderation und der Kommunikation mit den Spielern überfordert. Ob daher dann die Hin und Her Wechsel der Grundordnung von 4-2-2-2 auf 4-2-3-1 herkommen?
Auch letzte Saison hat man schon von Kommentaren einzelner Spieler gelesen, die sich über unzureichende oder auch unverständliche Kommunikation des Trainers geäußert haben sollen.

Man wird den Eindruck nicht los, dass der FC Bayern mit seinem Kader voller Top Stars, erzielter Erfolge und ständigem medialem Druck momentan noch eine Nummer zu groß für Nagelsmann ist – ähnlich wie er eine Nummer zu groß für Kovac war.

Ich gehe davon aus, dass die diesjährige Wettbewerbsdichte mit der WM für reichlich Schieflage bei vielen Spitzenvereinen sorgen wird und damit für Einiges an Trainerentlassungen.

Wenn Barcelona am Dienstag deutlich gewinnt, dann steht Nagelsmann ab sofort 2x die Woche unter massiver Beobachtung. Ob er damit dann umgehen könnte, da bin ich mir nicht so sicher.

Sehr gute Einordnung!👍

Hallo
Wenn ich das immer höre, das sie noch nie in der Konstellation so zusammen gespielt haben. Der Trainer stellt doch die Mannschaft auf, somit muss er mit den Konsequenzen leben und nicht alles wieder verharmlosen.
Die trainieren und sehen sich jeden Tag.
Kennen die laufwege des anderen. Wollen nur von ihrer unfähigkeit( faulheit) abschweifen . JN und seine Analysten haben doch genug Zeit und Möglichkeiten die Mannschaft richtig einzustellen.
Das bekommt die nicht hin!! Es besteht auch keine Aufstellung nach leistungsprinzip mehr.
Traurig aber wahr.
Der will darauf nicht reagieren oder er darf nicht!!!

DI gehts zu Barca. Letzten MI ging’s nach Mailand. Wo ist das Problem an Rotation? Klar hätten wir aus den Torschüssen mehr Tore erzielen können. Ungeachtet dessen haben wir nach 6 Spieltagen eine Tordifferenz von +14. Entscheidend wie jedes Jahr wird/ist der Frühling April-Mai, da werden die Big Points gemacht und schließlich und das ist mE das wichtigste, steht unsere Defensive endlich wieder stabil. Chelsea und Liverpool wünschten sich unsere Luxusprobleme! In der Breite waren wir noch nie so stark besetzt und die WM steht auch an. JN macht das schon, da habe ich keine Bedenken

Ich finde es auch sehr fatal nach sechs Spielen alles bzw. vieles in Frage zu stellen. Dennoch muss man eigentlich anmerken,daß einige Bayernspieler sich vor Augen halten sollten in welchen Verein sie spielen. Denn hier geht es nicht um Mittelmaß sondern sie spielen in einem der besten Vereine in Europa und da sind die Ansprüche etwas höher als normal.

Wenn es nur die paar Spiele wären, müsste ich zustimmen.
Aber da war ja noch die letzte Rückrunde, und da ist schon ein negativer Trend zu erkennen!

Das stimmt. Und im Moment erinnert das auch stark an die schlechte Rückrunde aber keine Ahnung woran das liegt vielleicht sind sie echt alle satt nach einem Jahrzehnt voller Erfolge???
Aufjedenfall kann es nicht sein das Gnabry und dann mal wieder Sane immer wieder so krasse Leistungsschwankungen haben das kann und darf bei einer Weltklasse Mannschaft einfach nicht sein!

Wenn gegen Barca und danach es so weiter geht das man so schlechte Leistungen abruft dann denke ich wird Nagelsmann schneller weg sein als wir denken können!

Problem ist doch auch diese ständigen Leistungsschwankungen von den Spielern das ist normalerweise für eine Weltklasse Mannschaft wie Bayern nicht üblich also muss man sich vielleicht auch mal fragen ob die Qualität der Spieler wirklich so gut ist wie immer gesagt wird!?

Sehe ich genauso! Außerdem sollte mit bei dem Prädikat Weltklasse etwas vorsichtiger umgehen, wie viele gibt’s denn tatsächlich beim FC Bayern?

Bin spielerisch nicht immer ein Fan von Müller,aber er ist der Einzige ,der von der Leistung u vom Ergebnis angepisst ist während andere in der sportlichen Leitung sich in sinnlosen Analysen verirren..Fußball wird auch über Emotion u Leidenschaft u weniger Leichtsinn (Davies) gewonnen,nicht nur über Laptop

Servus beieinander,

ja, der Herbst kommt schneller als wir es alle ahnen!!!
Und dieser Herbst kann für die Trainer in München unangenehm werden.
Bin mal gespannt wie lange das gut geht.

Auf dem Platzt stehen die Spieler und diese haben dann das Handeln in der Hand. Nicht JN noch Brazzo. Für 10 und mehr Millionen muss ich mir den arsch ausreißen. Aber jetzt alles schlecht zu reden ist zu früh aber von hochgehalten Fußballer kann und darf ich mehr verlangen und wenn es nur ein flügewechsel ist , etwas selbst zu entscheiden z.b kimmich bleibt mal hinten damit sabitzer seine offensiv Qualitäten bringen kann. Aber bitte wir konnten dem Plan unseres Trainers nicht umsetzten oder der matchplan ging nicht auf. Jungs bin mega Fan aber bitte seid ehrlich und sagt doch einfach heute habe ich scheiße gespielt. Müssten wir in unseren job mal bringen.

Das ist mir zu plaklativ!

Auch unter Ancelotti und Kovac standen Spieler und nicht Trainer und Funktionäre auf dem Platz. Wie die Geschichte anschließend unter Heynckes und Flick weiter gegangen ist wissen wir alle noch

Du schreibst, die Spieler hätten sich nicht bemüht. Doch, haben sie! Schau Dir gerne nochmal die Spielstatistik an, mangelnden Einsatzwillen konnte man den Bayern Spieler gestern nicht unterstellen. Laufleistung, Anzahl Sprints, gewonnene Zweikämpfe, Schüsse, Pässe – keiner der Parameter belegt Deine These von den satten Millionären die sich nicht reinhängen.

„Falsche und richtige“ Taktik wird auf diesem Spielerniveau überbewertet – es ist ja nicht so, als hätte sich Nagelsmann in bester Pep Manier dafür entschieden den Fussball zu revolutionieren und 11 Mittelfeldspieler aufzustellen oder sonstiges.

Da sich auch schon die ersten Spieler negativ über Einsatzzeiten äußern scheint es vielmehr um Mannschaftsführung zu gehen. Und die liegt verantwortlich in den Händen bei Nagelsmann!

Bin da ganz bei dir. Die Mannschaftsführung scheint das Problem zu sein. Ist Nagelsmann intern, so Arrogant wie in seiner Aussendarstellung? Kovac ist genau dieses auch um die Ohren geflogen. Das sind alles Sensible Fußballer heut zu Tage, mit denen man Kommunizieren muss, sonst fühlen die sich nicht Wert geschätzt. Die Führung einer Mannschaft ist das a und o. Fußballspielen können die alle, dass muss man denen nicht beibringen.

Die Spieler bekommen doch auch mit, wie sich JN in der Öffentlichkeit gibt, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das in der Mannschaft gut ankommt.
Und satte Millionäre seh ich, genau wie du, überhaupt nicht!
Da sind soviel junge bzw. neue Spieler da, von satt kann keine Rede sein.
Und die, die vielleicht wirklich satt sein sollten, kann man dann auch durch junge, hungrige Spieler ersetzen.
Meiner Meinung nach gehört da jetzt einfach ein erfahrener Trainer her, der weniger Mediengeil und selbstverliebt ist!

Ich denke, wir sollten angemessen fair mit Nagelsmann umgehen. Hier ist zunehmend von „arrogant und mediengeil“ zu lesen. Wenn manche ihn unsympathisch finden oder manches an ihm störend, dann ist das ok – aber Arroganz und Mediengeilheit sollten wir ihm nicht unterstellen, solang wir ihn nicht kennen und es beurteilen können.

Etwas selbstverliebt kommt er schon in der Öffentlichkeit rüber und einen gewissen Hang zum Selbstdarsteller hat er auch.

Eine Erkenntnis ist, dass dieser Trainer falsch wechselt.
Er kann sich nicht entscheiden, ob er in knappes Ergebnis sichert oder auf das 3:1 geht.
Gestern wurde weder das eine, noch das andere gemacht.
Er nimmt Thomas Müller raus und bringt Choupo statt Mane.
In der Defensiv nimmt er Mazraoui raus und bringt Stanisic.
Die Nummer 1 auf dieser Position- Pavard– blieb ganz draußen.

Fazit: Das ist von der Aufstellung und von der Taktik her konzeptionsloser und konfuser Murks, was Nagelsmann im Moment bietet.

was Gnabry seit längerer Zeit abliefert ist einfach nur frech

Nicht wirklich frech, nur unterirdisch. Ich war gestern im Stadion, nix zu sehen von ihm

Servus beieinander,
Hauptsache man hat den Vertrag verlängert und das Gehalt ordentlich erhöht.
Bin gespannt wie hoch die Wertschätzung von Gnabry für den FC Bayern ist.

Die Heimbilanz ist bisher ernüchternd.
Nur 5 von 9 möglichen Punkten. Und das gegen mittelmäßige Gegner (Wolfsburg, Gladbach, Stuttgart).
Die Allianz-Arena ist bisher alles andere als eine Festung.
Das baut künftige Gegner auf und schwächt unseren Nimbus.

Zudem scheint vielen Spielern die richtige Einstellung zu fehlen, wenn es „nur“ gegen Bundesliga-Mittelmaß geht.
Bedenkliche Aussetzer von Neuer, die sich häufen. Flüchtigkeitsfehler bei Kimmich.
Es darf einfach nicht passieren, dass ein VFB Stuttgart in der Nachspielzeit zum Ausgleich kommt.
Ein VFB Stuttgart muss in München in der 92. Minute damit beschäftigt sein, sich nicht das sechste oder siebte Gegentor einzufangen.

Nagelsmann hat nach dem Gladbach-Spiel davon gesprochen, dass ihm nicht bange ist, wenn man sich weiterhin so viele Torchancen erarbeitet.
Das sagt viel darüber aus, wie dieser Trainer tickt.
Er sollte sich lieber darüber Gedanken machen, dass so viele Chancen nicht genutzt werden (Gilt auch für die CL vergangenen Mittwoch in Mailand).

Eine Spitzenmannschaft zeichnet sich dadurch dass sie nur wenige Chancen braucht, um ein Match für sich zu entscheiden.
Gemessen an diesem Kriterium sind wir im Moment keine Spitzenmannschaft.
Die früher viel gepriesene Bayern-Effizienz ist auf der Strecke geblieben.

Auch die Rotation darf nicht übertrieben werden.
Es braucht eine Achse. Ein Grundgerüst. Es braucht in allen Mannschaftsteilen Spieler, die immer spielen (wenn sie nicht verletzt sind).
Nur so kann eine eingespielte Truppe entstehen.

Viele Baustellen. Und ne Menge Arbeit für Nagelsmann.

Aroganter klugscheisser

Hast du hier schon mal nen Kommentar geschrieben ohne andere für ihre Meinung zu beleidigen?
Hast du hier deine Meinung schon einmal begründet?
Ich glaube nicht!
Also bist doch du der arrogante Klugscheißer!

Mladen, Mladen – so eine Ausdrucksweise bei gleichzeitiger Inhaltslosigkeit?

Hast du auch Gegenargumente?

Ich sehe das noch nicht soooo dramatisch. Klar wären 9 Punkte anstatt der 3 ne nice Sache gewesen. Aber die Saison ist noch lang. Und gleich Nagelsmann in Frage zu stellen finde ich auch nur bedingt berechtigt. Man muss bedenken, dass er nun einen Kader hat in dem wirklich jeder absolut spielen will. Um die Atmosphäre im Kader aufrecht zu erhalten führt halt kein Weg an Rotationen vorbei. Klar sind zu viele Wechsel nicht unbedingt vorteilhaft. Aber man muss halt auch irgendwie dafür sorgen, dass die Spannung innerhalb des Teams nicht zu groß wird. Wir ärgern uns jetzt über die letzten Spiele. Aber Versuch macht klug. Mann kann bei einem größeren Umbruch innerhalb des Teams meiner Meinung nach nicht auf Anhieb die perfekte Lösung finden. Von daher sind m.M.n auch diese Experimente im Zusammenhang mit Chemie des Teams vertretbar. Im Laufe der Saison wird sich dadurch schon der beste Kern für die optimale Aufstellung entwickeln. Gebt dem ganzen einfach etwas Zeit und das wird schon.

Die Matches vor schweren CL Beggenungen sollte man nicht allzu Ernst nehmen.
Klar, wir wollen immer gewinnen aber wenn die Bank nicht ausreichend besetzt ist kann man selbst geggen den VFB Punkte liegen lassen .
Und wollen wir doch mal ehrlich sein, dass der FC Bayern immer noch die Tabelle anführt zeigt doch wie schwach die Konkurrenz ist.
Würde mich nicht überrschen wenn die anderen deutschen Clubs in der CL mal wieder Prügel beziehen- da ist eh alles rausgekauft was halbwegs kicken kann.
Das Match gegen uns am Mittwoch wird zeigen wie weit Barca in der post Messi Zeit wirklich ist.

Teile Deine Einschätzung, dass die drei Unentschieden jetzt nicht überbewertet werden sollten. Jedoch hat man a) versäumt sich ein Punktepolster auf die Verfolger und b) Selbstvertrauen und Abläufe zu erspielen.

Jetzt geht´s schon wieder mit 3 Punkten aus drei Spielen gegen nicht CL Niveau Gegner irgendwie gefühlt mit dem „A****am Fliegenfänger“ ins schwere Match gegen Barcelona.

Das Match am DI wird auch genauso zeigen, wie weit unsere Bayern in der post Lewandowski Zeit sind.

Diese überflüssigen und unerwarteten Punktverluste wie bei UB und gegen den VFB Stuttgart könnten uns noch auf die Füße fallen.
Letzte Saison hatten wir am Ende „nur“ 7 Punkte Vorsprung. Nicht gerade viel, wenn man es mit den wirklich dominanten Meisterschaften unter „Pep“ Guardiola vergleicht.

Man stelle sich vor, es wird mal wieder eine enge Meisterschaft wie in der ersten Kovac-Saison 2018/19 (am Ende nur 2 Punkte Vorsprung).

Letzte Saison haben wir alle Spiele gegen die Top-Konkurrenten gewonnen (alle Spiele gegen den BVB und RBL, nur gegen Leverkusen gab es in der Rückrunde ein remis).

Man stelle sich vor, das läuft mal nicht so.
Dann sind solche Punktverluste wie gegen Gladbach, UB und Stuttgart erst recht ärgerlich und könnten am Ende gar den Titel kosten.

Es wird also Zeit, dass die Mannschaft JEDES Bundesligaspiel wieder ernst nimmt und auch so auftritt und das obligatorische Ergebnis– einen Sieg– einfährt.

Sonst ist es nicht mehr weit her und „Mia san Mia“ ist Bundeliga-Vergangenheit.

Die Rotation war zu mickrig. Gravenberch und Sabitzer statt Kimmich und Goretzka – dann hätt’s gefunzt.
Defensiv ist Kimmich bekanntlich ein Totalausfall, und wenn das Zentrum nicht dicht ist, nützt die schönste Innenverteidigung nichts.

Was ich mich trotzdem seit einiger Zeit frage ist , warum Standdart Situationen Eckball/ Freistoß bei der Menge die im Spiel erarbeitet werden, komplett harmlos sind ??? .
Gegen Frankfurt war eine Schlitzohren Aktion von Kimmich dabei , aber sonst ???
Und seit neuem kommt auch noch das Überzahlspiel dazu 😮
3 gegen 2 oder 4 gegen 3 laufen mehrfach auf den Gegner ohne zählbaren Erfolg???
Die können das doch nicht einfach verlernt haben . Also woran liegt es ???

Jonas Gerhartz
Jonas ist seit klein auf leidenschaftlicher Bayern-Fan. Wo der FC Bayern ist, ist Jonas nicht weit. Er verfolgt intensiv die aktuellen Entwicklungen rund um den FCB und hat durch sein laufendes "Sportjournalismus & Sportmarketing" Studium eine Leidenschaft fürs Texten über seinen Herzensverein entwickelt.