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Platzt ein neuer Deal mit Qatar Airways? Bayern führt bereits Gespräche

Oliver Kahn
Foto: IMAGO

Seit mehr als vier Jahren prangt das Logo von „Qatar Airways“ auf dem Trikot-Ärmel des FC Bayern. Der Sponsoring-Deal mit der katarischen Fluggesellschaft hat den Münchnern in dieser Zeit knapp 100 Millionen Euro in die Kassen gespült. Zeitgleich steht der deutsche Rekordmeister jedoch massiv in der Kritik für den Werbedeal. Aktuellen Medienberichten haben die Bayern mittlerweile die Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung aufgenommen. Ob es dazu kommen wird, ist jedoch vollkommen offen.



Am Ende der Saison läuft das äußert umstrittene Sponsoring von „Qatar Airways“ mit den Bayern aus. Die Verantwortlichen in München haben zuletzt immer wieder betont, dass man bisher noch keine Entscheidung getroffen hat, ob und wie es damit weitergeht. Wie die „Sport BILD“ berichtet, sind die Gespräche zwischen dem katarischen Staatsunternehmen und den Bayern mittlerweile aber angelaufen.

Bayern steckt in der Katar-Falle fest

Laut dem Blatt gibt es bisher noch kein konkretes Angebot seitens der Kataris. Demnach ist es vollkommen offen, ob „Qatar Airways“ bereit ist auch in Zukunft rund 25 Millionen Euro pro Jahr an die Bayern zu zahlen.

Die Bayern-Bosse stecken aktuell in der Katar-Falle fest. Während vielen Bayern-Mitglieder vehement ein Ende der Kooperation fordern, wäre dies für den Rekordmeister rein finanziell betrachtet ein herber Rückschlag. Dem Vernehmen nach werden die Bayern keinen anderen „Ärmel-Sponsor“ finden, der so viel Geld wie „Qatar Airways“ bisher gezahlt hat.

Klubchef Oliver Kahn hielt sich bisher mit konkreten Aussagen in der Causa Katar zurück: „Wir werden das Thema nach der WM mit Qatar Airways weiter intensiv besprechen, wir werden alles abwägen, und dann werden wir für den FC Bayern eine Lösung finden“, sagte dieser zuletzt bei der Jahreshauptversammlung der Münchner.

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„Wir brauchen Eier…“ So mal die Aussage von Oliver Kahn.
Nicht zuletzt nach der letzten Aussage vom WM
-Botschafter Khalid Salman sollte man nun endgültig den Qatar-Deal beenden. Eier … Herr Kahn, verzichten Sie endlich auf diesen Deal!

Er habe vor allem Probleme damit, wenn Kinder Schwule sähen. Denn diese würden dann etwas lernen, was nicht gut sei. In seinen Augen sei Schwulsein „haram, eine Sünde“, meinte Salman. „Es ist ein geistiger Schaden.“
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/katar-salman-homosexualitaet-101.html

…zumal man davon ausgehen muss, dass die bei einem deutschen TV-Sender kurz vor einer WM gemachten Aussagen wesentlich vorsichtiger formuliert sind als die tatsächliche Meinung ist.

Man hat das Gefühl, dass die prall gefüllten Geldsäcke den Bayern wichtiger sind als die Menschen. Es geht um das eigene Image und ich verstehe nicht, warum FC Bayern keine Vorbildsfunktion aufbaut.

Ich war zuvor davon überzeugt, daß man durch Dialog und vor Ort Aktivitäten einen Underschied machen kann, um Mißstände in einem positiven Wege zu beeinfussen und somit Verbesserungen für die Leute in diesem Land herbeizuführen.Leider wurde ich eines besseren belehrt.Wenn ich die Aussagen des Botschafters Khalid Salman hörte, wurde mir klar, daß diese Steinzeit Denkweise zu tief in den Gehirnen verankert ist und somit eine weitere Zusammenarbeit zwischen unserem FCB und Katar Airways unvorstellbar und unmöglich gemacht wurde.Ich hoffe, daß in anbetracht der bevorstehenden WM diese Aussagen Weltweit für Empörung sorgen und viele Proteste und vor Ort Aktionen hervor gerufen werden.

Last edited 19 Tage zuvor by Halb-volley

Ich glaube es war einfach ein zu kleines Sponsoring.

Wenn man das Ganze ausbaut, dann denken die bestimmt auch bald anders 😉

Jo, Recht hosd du. Mia zeign dane moi wo ’s lang gäd. Nimmm des Katar, du darfst uns ‚etz koa 25 Mio mehr zoin. Bestimmt laffa dann naxts Joar do übaoi de Schwuln auf da Strass rum und de Scheichs keman dann ogkrochn und biedn uns 30 Mio.

Es haben sich Dinge in Katar verbessert, sagt Amnesty international

Soviele Moralaposteln die hier kommentieren wie schlimm das Sponsoring ist… sind dann wahrscheinlich auch die, die bei Transferdiskussionen nach Transfers a la PSG oder ManCity fordern 😂

Wir scheißen auf Menschenrechte!

Warum eigentlich. Ach so ja. Weil es andere ja auch machen….

Dann dürfte man auch keine Geschäfte mehr mit China, Saudi Arabien, Iran und so weiter machen. Und was ist mit dem Urlauberland Türkei und den Kurden ? War unser Superminister nicht vor Ort in Katar wegen Gaslieferungen. Ihr solltet Euch allemal selbst hinterfragen. Der Deal sollte fortgesetzt werden. Der FCB wird mit seinem Ärmelsponsor die Menschenrechte in diesen Ländern nicht ändern

da gebe ich Dir recht 25 Millionen sind ein Batzen Geld für ein Wirtschaftsunternehmen , käme auf das Drängen von Paar Fans ein Sportlicher Einbruch würden diejenigen gröhlen was machen denn die für einen Mist ich würde jedem Frei stellen on er Bayern Fan bleiben will oder nicht ich bin Bayern seit dem Aufstieg ! wenn Bayern es nicht mehr macht werden die einen anderen FINDEN der die Kohle nimmt ganz gerne viel wollen eben sich in den Vordergrund stellen , sollen doch einen verein organisieren dann lerne Sie wa s dazu oder eben nich

Da gebe ich dir recht.erst boykottieren und dann nach Erdgas betteln a’la Habeck

Wir könnten doch dem Hamburger Beispiel folgen und einenTeil des Stadions, z.B. das Flutlicht und das Parkhaus an China verkaufen.

Was die Bundesregierung in HH erlaubt, muss doch auch in Mü möglich sein.

Dann wäre der Rechtsreferendar aus Mainz sicher glücklich. Hauptsache keine Geschäfte
mit den bösen Kataris.

Was die Bundesregierung in HH erlaubt, muss doch auch in Mü möglich sein.“

Möglich ist es, darum geht es aber nicht. Vielmehr geht es darum ob es moralisch und ethisch für einen FC Bayern und die Werte, die dieser Verein vertritt, richtig ist.

Lieber Randy,

das war ironisch gemeint.

Also kein Grund zur Aufregung!

Ich habe auch keine Sympathie für das Regime in Katar, aber auch nicht für China, Rußland, Iran und noch ca 100 andere. Trotzdem haben wir zu allen diplomatische
Beziehungen, treiben Handel und spielen gegeneinander Fußball und denken nicht
an Moral und Ethik!!!!!!

Qatar Airways oder Qatar Airways ist hier die Frage- so sieht man es zumindest in München.
Eine Einschränkung: Wenn die Qataris nach der WM noch Lust auf Fussball haben.
Bis zur WM halten die Qataris die Füße still.
Viele Länder sind mit guten Deals mundtot gemacht wurden.
TT hat die Trends längst erkannt und war zuletuzt in Indien.
Die bekommen billiges Öl aus RUS, deren Wirtschaft brummt und sie haben selbst die Macht Google eins aufs Haupt zu geben.
Mein Gefühl, die Qataris ziehen sich nach der WM aus dem Fussball Sponsoring zum Teil zurück – mit der Ausrichtung der WM haben sie ihr höchstes Ziel erreicht- siehe auch CHI nach der Olympiade 2008.
Der Kniefall vom Patron hat da also nicht viel Bedeutung.
Die nächste WM findet auf dem amerikanischen Kontinent statt- also Neuausrichtung.

Lassen wir den finanziellen Aspekt beiseite, der für einen Verein aber natürlich eine erhebliche Rolle spielt. Wir können uns allgemein im Westen schön in die Boycott-Ecke zurückziehen. Dann können wir uns die Hände in Unschuld waschen! Das Problem: Wir sind jetzt auch in hohem Maße von Katar (und anderen Ländern der Region, in denen es eher noch übler zugeht) abhängig! Spätestens seit dem Ukraine-Krieg!. Es ist also zum einen aus meiner Sicht scheinheilig, dem FCB Vorwürfe zu machen und auf anderem Weg kriechen wir mit dem gesamten Westen den Kataris gehörig in den Arsch! Und zum anderen halte ich es für äußerst unproduktiv, wenn man solche Probleme in Katar zurecht kritisiert, aber dann in einer westlichen Überheblichkeit Katar verteufelt und boykottiert! So schalten solche Länder auf stur und es tut sich dann dort gar nichts mehr! Wie Länder reagieren, wenn man sie quasi aburteilt, können wir anhand vieler Beispiele beobachten!

Jetzt mach mal einen Punkt: Beim einen Deal geht es darum, dass wir irgendwie mit Heizung und warmen Wasser über den Winter kommen und unsere Wirtschaft nicht zusammenbricht, was hunderttausende von Arbeitslosen zur Folge hätte.
Beim andern Deal geht darum, ob sich einige Fußballer weiterhin alle 7 Tage ihren Lieblingsfriseur für sich und ihre Gattin aus London einfliegen lassen oder nur noch alle 8 Tage.

Und das Teile vom Hafen in Hamburg an China verkauft werden oder Waffen an Saudi Arabien, die Krieg führen?
Worum geht es dabei?

Nein, es geht um viel mehr! Und es geht eben um Scheinheiligkeit! Ich will jetzt hier nicht das Fass aufmachen, dass man die Sanktionen gegen Russland mit Recht krisitisieren kann, weil sie Stand heute uns mehr schädigen als Russland, weshalb wir quasi gezwungen sind, uns an andere Diktaturen zu wenden! Diese Entscheidung hat die Politik getroffen. Mit wem darf ein Sportverein denn noch Verträge machen, wenn eine staatliche Fluggesellschaft aus Katar ausfällt? Dürfte man mit Fiat einen Vertrag machen, wo jetzt in Italien (mind.) Rechtspopulisten regieren? Mit einer chinesischen Firma? Mit einer deutschen Firma, die in China Geschäfte macht? Mit Tesla? Oder mit irgendeiner anderen amerikanischen Firma? Und was ist, wenn in 2 Jahren wieder Trump ans Ruder kommt? Ich finde die Erwartungshaltung an einen Sportverein ist mir schlicht zu hoch! Mir ist es zu viel, wenn viele jetzt am liebsten sehen würden, dass unsere Nationalspieler die WM boykottieren! Denn ich finde, wie oben erwähnt, dass man durch wirtschaftliche Zusammenarbeit und Kommunikation mehr für einen gesellschaftlichen Wandel in so einem Land erreichen kann, als wenn man sie verteufelt! Und in Katar hat sich schon viel bewegt! Und es ist zu kurz gesprungen, wenn man an dieser Stelle das Luxusleben von Fußballern kritisiert! Der FCB kann das nicht ändern! Das ist ein Problem unseres Wirtschaftssystems, von Angebot und Nachfrage! Der FCB bewegt sich dort, macht aber die Regeln nicht und das kann man auch nicht von ihm erwarten!

Klassisch: ICH bin wichtig, MIR ist auf gar keinen Fall eine Veraenderung zuzumuten !

Die anderen, da muss dringend was gemacht werden. Die FUSSBALLER sollen weniger bekommen und die da in KATAR muessen auch anders leben !!!

Stimmt. Veränderung findet jeder toll – so lange beim Nebenmann damit angefangen wird und man selbst aber seinen Besitzstand wahrt.
Ist inzwischen genauso Teil der deutschen DNA wie das Schlaumeiertum und das mit dem Finger auf andere zeigen.

Wir sind absolut dafür wir brauchen deren Öl und Geld , was die paar Schreihälse sagen will doch keiner wissen ,
sollen SIE doch 100 Millionen auf Tisch legen aber können sie nicht ,
keine EIER ! 😴

Last edited 19 Tage zuvor by Dieter Albrecht Meyer

Schon die Vergabe der WM war sehr grenzwertig. Dann hat man diese in den Winter verlegt und damit die ganze Logistik der Ligen durcheinander gebracht.
So man den Berichten glauben schenkt und nur die Hälfte davon wahr ist, dann ist eine freie Pressearbeit vor, während und nach der WM, insbesondere zu kritischen Themen nicht oder nur schwerlich möglich.
Fußballfans, welche sonst im Gastgeberland durch ihren Frohsinn und ihre Feste für ein glanzvolles Umfeld sorgen, sind allein schon durch die dortige Infrastruktur und das entsprechende Preisniveau zumindest gefühlt ausgegrenzt.
Von der Nachhaltigkeit der Investitionen, insbesondere der gewaltigen und klimatisierten WM-Stadien ganz zu schweigen.
Wenn schon ein Event dieses Ausmaßes zu keiner Änderung in diesem Land fähig ist, dann sind die Begründungen unserer Führungskräfte, nur durch Kommunikation und Anwesenheit kann man was ändern, nur als ganz weicher (entschuldigung) Hirnpfurz zu bezeichnen.
Wir können deren Köpfe und Denkweise nicht verändern, aber wir müssen ihnen nicht auch noch die Plattform dafür bieten.
Der FC Bayern stand seit jeher für Weltoffenheit, gegenseitigem Respekt und Hilfsbereitschaft für die Schwachen. Aber wenn ich heutzutage sehe, wie eine Klublegende, welcher genau für diese Positionen stand und sehr viel dafür geleistet hat, sich um 180 Grad gedreht hat und andere beschimpft, weil sie solche Werte vom Verein einfordern, dann wird mir Angst und Bange…
Schau’n mr mal… würde unser Kaiser sagen. Und genau das werde ich tun. Andere Mütter haben auch schöne Töchter. Aber ich hoffe, daß unsere Verantwortlichen noch die richtige Ausfahrt finden…

Moin moin,
„Wir brauchen Eier…“ So mal die Aussage von Oliver Kahn.
Genau die brauchen wir!
Vertrag verlängern und am besten mehr Geld.
Wir Deutschen sollten endlich verstehen das wir andere Kulturen und Ansichten respektieren sollten.
Einige führen sich auf wie Kreuzritter für Schwule und andere Minderheiten.
Sie sollen respektiert werden ja,
aber es ist wird ja so getan als wenn die Minderheiten die normalen sind und somit die Normalen nicht normalen!
Wenn man in einem fremden Land zu Gast ist, hat man die Kulturen, Gesetze, Ansichten, Regierungen zu respektieren.Wenn man Geld von einem Angeboten bekommt und es nimmt, dann hat man verdammt nochmal zu der Musik zu tanzen die der spielt und nicht nach “ Fuchs du hast die Gans gestohlen!
Ändern und unsere Meinungen einbringen also auch für die Menschenrechte in Katar zu kämpfen geht nur wenn man im Dialog bleibt.
Es bringt nichts den Vertrag auslaufen zu lassen. Nur eine Verlängerung und Ausbau der Beziehungen bringt die Möglichkeit etwas zu verändern.
Schönen und feine Grüße.

da haben sie den Bogen offensichtlich etwas überspannt, nach dem Motto: Geld stinkt nicht.
Stimmt, wenn man Geld nimmt, muß man nach deren Musik tanzen. Aber die Frage ist: muß man das Geld überhaupt nehmen, wenn ich deren Musik nicht möchte ? Es gibt auch andere gute Orchester.
Unsere Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Tolleranz sind viel wert und keine Selbstverständlichkeit. Und insbesondere der von Ihnen eingeforderte Respekt darf keine Einbahnstraße sein.
Und Homosexualität ist weder Makel noch Krankheit. und der Respekt vor Minderheiten sollte eigentlich in den menschlichen Genen vorhanden sein. Das unterscheidet uns von anderen Lebewesen. Aber das alles spielt bei ihnen offensichtlich keine Rolle, solange die Petrodollars fließen…
Bei dem schon erwähnten Interview hat übrigens ein führender Mitarbeiter/Pressesprecher des Organisationskommitees die Reißleine gezogen und das Gespräch abgebrochen. Das spricht eigentlich für sich…

Oh man 🤦‍♂️

Oh man🤦🏻‍♂️

Was willst du?
Schäme dich.
Bist wohl auch ein Homophob

Menschenrechte sind keine Frage der Kultur

Interssant: wieso kann den eigentlich immer NUR der Westen Einfluss auf die Bedingungen in Katar nehmen, bei einer Handelsbeziehungen?

Kann es den nicht auch sein, das Katar Einfluss in unserer Richtung nehmen möchte?

Zum Ärmelsponsor:
Für mich ist dies aktuell ein Synonym für Schwulenfeindlichkeit. Zumindest so lange, bis sich von den Kataris niemand entschuldigt.

Und dann, lieber Herr Beckmann, sollte man sich schon überlegen, für WAS man sich hier überhaupt verkauft. Ein Trikot mit diesem Logo auf dem Ärmel würde ich mir nicht mehr kaufen. Da ziehe ich lieber mein altes Commodore Trikot an.

Hilf mal beim verstehen: was genau meinst Du mit den „Normalen“ und „nicht Normalen“?

Wenn man mit Quatar Airways weiterhin zusammenarbeiten, wird der wirtschaftliche Schade, über die Jahre hinweg, noch deutlich höher ausfallen. Ich denke die werden das schon Gegenrichtung, Einnahmen durch Quatar Airways VS. weniger Trikotverkäufe etc.

Nach solchen Aussagen wie von dem WM Botschafter, muss es ein Statement geben von den Quataris oder Bayern MUSS die Zusammenarbeit beenden, alles weitere wäre eher schädlich für den Verein.

Die Ueberschrift ist irrefuehrend, es gibt keine Anzeichen dafuer dass eine Verlaengerung scheitert. Schaetze es werden 30 Mio und Bayern kann das Geld im Wettbewerb und fuer Mittelstuermer sehr gut gebrauchen.

Schade ist es, wie leicht es sich viele machen. „Ich bin fuer Verbesserungen, es sei denn mein eigener Wohlstand ist betroffen.“
Sp laesst sich die Haltung beschreiben. Und da werden in beide Richtungen keine Kompromisse gemacht !

Deshalb sucht man sich auch ein Thema, das moeglichst weit weg ist vom eigenen Leben. Katar ist der perfekte Wohlfuehlaufreger fuer den gehobenen deutschen Mittelstand. Applaus garantiert, und ansonsten bleibt hier alles so schoen gediegen wie es ist.

Wenn man sich engagieren will ist ein Sportverein auch der falsche Weg. Dafuer gibt es Parteien oder andere Interssenverbaende. Dort findet man Gleichgesinnte, waehrend man im Sportverein die grosse Mehrzahl der anderen Mitglieder mit diesem Aktivismus stoert und oft sogar verschreckt.

Die Diskussion kann nicht schwarz/weiss geführt werden, solange die Fussballvereine in Deutschland dem e.V. Modell folgend den Vereinsmitglieder gehören und nicht als Wirtschaftsunternehmen oder Investormodell aufgestellt sind wo Kapitalgeber die einzigen Entscheider sind.

Will man beim 50+1 Romanzismus bleiben so muss man eben damit klarkommen, dass die mehrheitlichen Eigentümer, also die Vereinsmitglieder, meinungsrelevant sind.

Wenn nun in England Newcastle United dem saudischen Staatsfond gehört, dann trifft auch der saudische Staatsfond alleine jegliche Entscheidung über Ausrichtung, Kooperation und Vereinsethik – auch wenn es komplett gegen gesellschaftliche Grundwerte verstoßen sollte. Dass müssen die Fans dan hinnehmen.

Wenn sich aber die Bayern Führung zum basisdemokratischen e.V. bekennt und sich immer wieder entschieden gegen Abschaffung der 50+1 Regelung stellt (nicht aus Sportromanzismus, sondern um weiterhin den meilenweiten Vorsprung in der BL aufrecht zu halten und für den Fleischtopf CL gesetzt zu sein), dann muss sie damit klarkommen dass es Vereinsmitglieder gibt, die weder mit den seit über 10 Jahren stattfindenden Wintertrainingslagern in Katar noch mit dem Qatar Sponsoring einverstanden sind.

Bezüglich der Entscheidung stimme ich dir zu und gehe davon aus, dass der Sponsoringvertrag im Nachgang an die WM verlängert wird und dies mit vielen frohen Botschaften rund um einen gelungene WM sowie Hinweisen auf gesellschaftliche Fortschritte mundgerecht präsentiert wird.

Interessant zu Wissen wäre, ob die Sponsoringaktivität denn überhaupt über Agenturen alternativ ausgeschrieben wurde oder oder man sich dies erspart weil, weil es bei der Vertragsverlängerung nicht um die Frage „ob“ sondern um die Frage „zu welchem Tarif“ geht.

Ja ist schon was dran. Wie wertvoll die Vereinskultur und 50+1 ist sieht man am Beispiel Liverpool. Die sollen ploetzlich verkauft werden. Nicht aus Not oder weil es schlecht laeuft, sondern weil die milliardenschweren Besitzer sich offenbar null fuer den Sport und den Verein interessieren und einfach nur auf einem noch groesseren Haufen Geld sitzen wollen.

Diese Dealerei mit Clubs ist natuerlich ein Albtraum fuer Fans. Wie es mit Liverpool weitergeht steht jetzt in den Sternen.

Da kann man froh sein dass Bayern anders ist. Wenn Diskussionen um Katar dazugehoeren, gut dann soll es eben so sein…

Die Tage war in den englischen Medien zu lesen, dass FSG den Verein nicht aus reinem Profitdenken verkaufen will. Man sieht sich angesichts ausgehebeltem Financial Fair Play als Wirtschaftsunternehmen schlichtweg nicht mehr in der Lage gegen Vereine mit Staatsinvestoren aus dem Mittleren Osten ankämpfen zu können.

Dein Kommentar ist leider faktisch falsch, bitte besser informieren.
Oliver Kahn hat selbst gesagt, dass man gegen 50+1 ist. Er ist also für eine Abschaffung

München (dpa) – Vorstandschef Oliver Kahn (53) vom FC Bayern München hat angeregt, die 50+1-Regel im deutschen Fußball zu hinterfragen. 
„Man sollte weiter über den Sinn der 50+1-Regel nachdenken! 50+1 ist mittlerweile zu einer Ideologie geworden. Jeder, der das Konzept in Frage stellt oder zumindest mal Gedankenspiele anregt, ist automatisch der Böse“, sagte Kahn in einem Interview im „11Freunde Bundesliga-Sonderheft“. „Für wettbewerbsverzerrend halte ich es allerdings, wenn ganze Länder unreguliert die Möglichkeit haben als Investoren einzusteigen.“

https://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-bayern-boss-kahn-ueber-den-sinn-der-50-1-regel-nachdenken-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220713-99-06079

Zum Hinterfragen und über den Sinn Nachdenken anzuregen ist etwas anderes als sich gegen 50+1 zu positionieren.

Bitte mal um Zitate mit Quellen aus denen hervorgeht, dass Kahn sich klar für Abschaffung 50+1 ausspricht.

Du weißt schon, dass Oliver Kahn in der Sport Bild gesagt hat, dass er für die Abschaffung ist?

https://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-bayern-boss-kahn-ueber-den-sinn-der-50-1-regel-nachdenken-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220713-99-06079

Nachdenken…hinterfragen…ist etwas anderes als Abschaffen.

Hast Du Zitate und Quellen aus dem Kahns Statement zu Abschaffung hervorgeht?

Argumentativ überzeugt.
Danke für den Link.

Sehr gerne.

Bayern soll sich mit dem Katar Sponsoring zurückziehen , damit hier Ruhe einkehrt !
FIFA ist eine korrupte Organisation , hier bereichern sich die Funktionäre aus allen Herrenländern und beschmutzen den Sport , ein Milliardenbetrug !
WM , Olympia sollte nicht mehr an Schurkenstaaten vergeben werden dürfen !
Russland WM korrupt , China Olympiade korrupt , Katar WM korrupt ! Wo führt das ganze hin ? Für Stimme der Funktionäre Millionen Schmiergelder !
So stirbt der Sport im allgemeinen ! Auch ist keine Garantie der Korruption in einem nicht Schurkenstaat gegeben ! Stimmen kann man kaufen , jeder Ausrichter !
Eine Korruption ohnes gleichen !
Pfui Teufel!

Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt "FCBinside" im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als 15 Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.