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Musiala, Gnabry & Co. in WM-Form – 3 Erkenntnisse zum Auswärtssieg auf Schalke

Jamal Musiala und Serge Gnabry
Foto: IMAGO

Der FC Bayern feierte am Samstagabend einen souveränen 2:0-Auswärtserfolg beim FC Schalke. Dabei zeigten insbesondere die deutschen Nationalspieler Jamal Musiala, Serge Gnabry & Co. wieder eine gute Leistung und präsentieren sich in WM-Form. Wir liefern Euch drei Erkenntnisse zum gelungnen Jahresabschluss bei den Knappen.



Im letzten Samstagabend-Spiel 2022 war der deutsche Rekordmeister und Tabellenführer beim Tabellenschlusslicht FC Schalke 04 zu Gast. Auch wenn die beiden Mannschaften tabellarisch 22 Punkte trennten, verlief das Abendspiel auf Schalke in den Anfangsminuten auf Augenhöhe. Die Königsblauen konnten den Schwung von ihrem 1:0-Heimsieg unter der Woche gegen Mainz 05 mit in die gestrige Partie nehmen und spielten dementsprechend leidenschaftlich mit.

So brauchte der deutsche Rekordmeister einige Zeit, um spielerisch richtig in die Partie zu finden. Nach einer gespielten halben Stunde hatte der FC Bayern seine ersten zwei aussichtsreichen Möglichkeiten durch Serge Gnabry und Eric Maxim Choupo-Moting. Allerdings scheiterten beide mit ihrem Kopfball am Schalker Schlussmann Alexander Schwolow und an Tom Krauß, der Gnabrys Kopfball im letzten Moment noch blocken konnte. Daraufhin kam die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann so langsam ins Rollen und erzielten nach einer sehenswerten Kombination den 1:0-Führungstreffer durch Gnabry. Mit dieser knappen, aber verdienten Führung ging es dann für beide Mannschaften in die Kabinen.

Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff legten die Münchner nach und bauten ihre Führung um ein weiteres Tor aus. So spielte der deutsche Rekordmeister einen Konter über Serge Gnabry, Jamal Musiala & Eric Maxim Choupo-Moting effizient zu Ende, sodass der Kameruner am Ende nur noch den Schalker Schlussmann Schwolow verladen musste. Spätestens der zweite Treffer am gestrigen Abend zog den leidenschaftlich spielenden Schalkern den Stecker, sodass die Partie schon nach einer gespielten Stunde faktisch entschieden war. So verlief die letzte halbe Stunde relativ ereignislos und der FC Bayern brachte die Zwei-Tore-Führung souverän über die Zeit.

1. Deutsche Nationalspieler in WM-Form

In seiner Startelf bot Trainer Julian Nagelsmann alle deutschen Nationalspieler auf. So fanden sich in der Anfangself gleich sechs deutsche WM-Fahrer wieder, die sich gleichzeitig um ein weiteres Mal in starker WM-Form präsentierten. Mit dem sportlichen Aufwind in den letzten Wochen zeigte auch die Formkurve bei den deutschen Nationalspielern steil nach oben. Beispielsweise hat Serge Gnabry sein zwischenzeitliches Formtief hinter sich gelassen und ist für das Münchner Offensivspiel derzeit unverzichtbar. So war der 27-Jährige in den letzten sechs Bundesliga-Partien an acht Toren direkt beteiligt (sechs Tore und zwei Assists) und kann den Spielen wieder regelmäßig seinen Stempel aufdrücken.

Neben Serge Gnabry befinden sich auch die anderen fünf deutschen Nationalspieler in einer bestechenden Form. Angefangen bei Jamal Musiala, der in seinem 100. Pflichtspiel für den deutschen Rekordmeister wieder beide Tore sehenswert vorbereiten konnte. Zudem zeigt sich die Mittelfeld-Achse um Leon Goretzka und Joshua Kimmich enorm eingespielt. Des Weiteren scheint „Schulter der Nation“ von Manuel Neuer weiterhin zu halten und auch Leroy Sané meldete sich mit zwei guten Leistungen gegen Bremen und Schalke wieder rechtzeitig fit für die anstehende Winter-Weltmeisterschaft in Katar.

Das letzte Saisonspiel im Kalenderjahr 2022 hat erneut gezeigt, dass unsere deutschen WM-Fahrer bereit für die anstehende Weltmeisterschaft in Katar sind.

2. Nagelsmann kann auch Krise

Noch vor wenigen Wochen befand sich der deutsche Rekordmeister in einer tiefen Ergebniskrise. So konnte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann zwischenzeitlich vier Bundesliga-Partien in Folge nicht gewinnen und lief seinen sportlichen Ansprüchen hinterher. Damals erkannten auch die Verantwortlichen des FC Bayern den erst der Lage und appellierten an die Mannschaft sowie auch an den Trainer.

Insbesondere bei dem negativen Ergebnis-Trend wurde auch die Kritik an Bayern-Coach Julian Nagelsmann lauter, sodass schon von gewissen „Endspielen“ für den Trainer spekuliert wurde. Allerdings scheint die Mannschaft und der Trainer an der massenhaften Kritik gewachsen zu sein und so legte der deutsche Rekordmeister zum Jahresendspurt eine beeindruckende Siegesserie hin. So gewannen die Münchner ihre letzten zehn Pflichtspiele relativ souverän und sind nun wieder Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Neben dem sportlichen Erfolg wirkt der FC Bayern in seinen Partien auch deutlich reifer und kontrollierter, sodass man auch wieder dazu in der Lage ist, Spiele ohne jegliche Gegentore über die Zeit zu bringen.

Die Partie beim FC Schalke hat nochmals bestätigt, dass der deutsche Rekordmeister bis zum Jahresende seine zwischenzeitliche Ergebniskrise endgültig abgelegt hat und das Trainer Julian Nagelsmann auch ein guter „Krisen-Manager“ ist.

3. Gelungener Jahresabschluss

Mit der beeindruckenden Serie von zehn Pflichtspiel-Siegen in Folge verabschiedet sich der FC Bayern auch als alleiniger Tabellenführer in die XXL-Winterpause. Zudem konnten sich die Münchner einerseits ein Punkte-Polster von mindestens vier Punkten erspielen (noch abhängig von der Begegnung Freiburg – Union Berlin). Andererseits kam der deutsche Rekordmeister unterm Strich sehr gut und ohne große Verletzungssorgen durch den getakteten Terminkalender. Außerdem haben sich die Münchner mit dem kleinen Punkte-Polster eine gute Ausgangsposition für den Rückrunden-Start im Januar erspielt.

So können alle Akteure des FC Bayern mit einem guten Gefühl in die lange Winterpause gehen und auch alle WM-Fahrer des Tabellenführers können mit viel Selbstvertrauen zu ihren Nationalmannschaften reisen.

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Stimme bei Gnabry, Musiala, Kimmich und Goretzka absolut zu. Sané war gestern eher enttäuschend und wurde zurecht ausgewechselt.

Ich finde, die wichtigste Erkenntnis ist, dass die Mannschaft wieder in die Spur gekommen ist.
Der Oktober war der Monat der Wahrheit. Und diesen Monat haben wir glänzend bestanden.
Und natürlich auch den November.
10 Pflichtspiele in Folge zu gewinnen, das ist schon was.
Keine Ahnung, wann uns das zum letzten Mal gelungen ist?

Richtig, JN kann auch Krise.
Und JN-Skeptiker sollten einsehen, dass solche Phasen wie im September auch nötig sind.
Mannschaft und Trainer wachsen durch solche Situationen.

Die größte Überraschung der Hinrunde ist für mich EMCM.
Er stand immer im Schatten von RL.
Die letzten Wochen konnte er sein Können unter Beweis stellen.

Vielleicht taktisch die beste Leistung von JN, das Problem des Zielspielers intern gelöst zu haben durch die Hereinnahme von EMCM.

Alle Herausforderungen, die diese Saison bislang an JN gestellt hat, wurden von ihm zufriedenstellend gelöst.

Man erkennt es auch daran, dass die notorischen Meckerer verstummt sind.

Die anspruchsvolle CL Gruppe ohne Punktverlust gewonnen, im Pokal weitergekommen, in der Liga auf Platz 1. Auch die Mannschaft folgt ihm. Top!

Mooooment mal. Du bist in der Winterpause !! Katar, schon vergessen ?

Ja, Choupo war das entscheidene Puzzlestueck. Jetzt sitzen die Teile auf dem richtigen Platz. Seit 9 Spielen Starter, alle gewonnen !

Mit ihm zu verlaengern waer noch eine schoene Weihnachtsueberraschung. Wie bei Ulreich Stanisic, eine beidseitige Wohlfuehlentscheidung. Was will er denn bei Euroleague ManU, hier gehoert er jetzt her.

Die WM Form wird aber nicht viel helfen mit der Bvb Abwehr gewinnt man keinen Blumentopf .

Hoffen wir auf Rüdiger und Ginter

Bin ich ganz Deiner Meinung. Die Abwehr, ist das grösste Problem. Zum Glück, haben wir Schlotterbeck nicht bekommen.

Ich hoffe nur, dass alle unsere Spieler gesund zurück kommen und schnell wieder in den „Flow“ kommen. Der Rest interesiert mich nicht wirklich.

war geil

Jonas Gerhartz
Jonas ist seit klein auf leidenschaftlicher Bayern-Fan. Wo der FC Bayern ist, ist Jonas nicht weit. Er verfolgt intensiv die aktuellen Entwicklungen rund um den FCB und hat durch sein laufendes "Sportjournalismus & Sportmarketing" Studium eine Leidenschaft fürs Texten über seinen Herzensverein entwickelt.