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Kingsley Coman hadert mit dem bisherigen Saisonverlauf: „Ich erwarte mehr von mir“

Kingsley Coman
Foto: Getty Images

Kingsley Coman hat in der ersten Saisonhälfte viele Höhen und Tiefen beim FC Bayern erlebt. Der 26-jährige Franzose hat viele Spiele in den vergangenen Monaten verpasst und ist eigenen Aussagen zufolge nicht wirklich zufrieden mit seinen gezeigten Leistungen.



Bedingt durch eine Rotsperre, welche Coman in der Vorsaison erhalten hat, sowie einem Muskelfaserriss und einer weiteren Gelb-Rot-Sperre hat der Offensivspieler bisher nur neun Bundesliga-Spiele für die Bayern absolviert. Insgesamt kommt Coman auf 14 Einsätze und sechs Scorerpunkte (1 Tor, 5 Vorlagen). Mit Blick auf die Leistungen von Jamal Musiala, Serge Gnabry oder Leroy Sane hat der Franzose durchaus noch Luft nach oben.

Im Gespräch mit dem „kicker“ zeigte sich der französische WM-Fahrer sehr selbstkritisch: „Momentan ist es für mich persönlich nicht perfekt. Ich habe nicht schlecht gespielt, aber auch nicht überragend. Ich erwarte mehr von mir.“ Coman betonte aber zeitgleich, dass der Mannschaftserfolg im Fokus steht: „Aber wir gewinnen, und das ist für das Team entscheidend.“

Coman-Rolle bei der WM ist noch ungewiss

Julian Nagelsmann hat sich in der Vergangenheit immer wieder als großer Coman-Fan geoutet, dennoch hat der Franzose seinen einstigen Stammplatz beim FC Bayern mittlerweile verloren und muss in der Rückrunde erneut angreifen.

Auch in der französischen Nationalmannschaft ist Coman derzeit der Herausforderer. Dies liegt vor allem daran, dass Nationaltrainer Didier Deschamps ein anderes Spielsystem wie die Bayern bevorzugt: „Mein Problem könnte sein, dass wir wie in den letzten Länderspielen ohne Außenstürmer spielen könnten, dafür mit zwei Angreifern und einem Zehner. Dann bliebe für mich die Position des Schienenspielers. Ich kann das machen, aber es ist nicht meine Lieblingsposition“, betonte Coman.

Der 26-Jährige will bei der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft Vollgas geben: „Es wird meine erste und vielleicht auch letzte WM, denn im Fußball weiß man nie. Ich bin jetzt 26, vielleicht bin ich mit 30 zwar besser, aber körperlich nicht mehr auf dem Höhepunkt.“

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14 Comments
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Es gibt sie also noch, die selbstkritischen Spieler. Schön.

Es wäre aber besser, selbstkritisch vor überzogenen Gehaltsforderungen zu sein.

Bei einigen Spielern würde ich lediglich verlängern, damit sie nicht mit ablösefreiem Abgang drohen können, um ihnen aber direkt oder 1 Jahr danach einen Wechsel nahezulegen. Coman gehört dazu.

Ausnahme-Weltklasse ist er nie gewesen, dazu ständig verletzt. Aber bei der letzten Verlängerung fordern was das Zeug hält.

Weiß nicht warum aber anscheinend kann hier jemand die Wahrheit nicht vertragen.

Ist doch normal in einer Mannschaft: Nicht jeder kann immer der Beste sein! Solange die anderen performen, ist alles on Ordnung! Coman wird schon wieder liefern!

Top King (-: das wird schon. Im Finale haust das Ding wieder rein.

Klar, das nagt an der Seele, man ist unzufrieden mit sich selbst, habe ich einmal zwei Spiele kein Tor gemacht, wurde ich schon nervös.
Ich kann mir vorstellen wie Er sich fühlt!
Diese Selbstkritik kann durchaus Vorteile haben, solange man sich selbst nicht zu stark unter Druck setzt – dann klappt nix – einfach locker bleiben – Junge, Du bist der Hammer – ich würde mir an Deiner Stelle nicht zu viele Gedanken machen.

Leider wird er wohl nie zum Weltklasse Spieler. Sein Abschluss wird immer schlechter. Schade, denn er ist ein guter Typ und guter Charakter.

Wenn der richtig in Fahrt kommt, ist er einer der gefährlichsten Flügelspieler der Welt. Im 1:1 nicht zu stoppen. Verletzungen… erinnert ein bisschen an Arjen Robben, der auch so Weltklasse war, wo man sich aber immer wieder fragte, was aus ihm geworden wäre, wenn er nicht so verletzungsanfällig gewesen wär. Mit ziemlicher Sicherheit mehrfacher Ballon d’Or Gewinner. Dazu würde Coman noch ein wenig die Torgefährlichkeit fehlen, aber im Tempo-Dribbling übertrumpft er dafür alle.

Coman ist von Torgefährlichkeit so weit weg, wie der Südpol vom Nordpol. Schlimm ist obendrauf das die Bälle nach seinen, sicher spektakulären Dribblings meist im Nirwana landen.
Viel brotlose Kunst, aber ein guter Typ ist er schon.

Frage in die Runde und an die, die öfter am Trainingsgelände sind.

Eigentlich müsste King doch fast täglich Sonderschichten beim Schusstraining abhalten, oder?

Wer glänzt denn eigentlich mit Sonderschichten bei unserem Team?

Danke schonmal vorab.

Sein Problem ist, dass er aufgrund der vielen Verletzungen kein Vertrauen in seinen Körper hat.

Bei Coman scheiden sich die Geister. Man kann das hier in diesem Forum gut erkennen. Die einen vergleichen ihn mit Robben, die anderen halten nicht viel von ihm. Ich zähle mich zu den „anderen“ und war nie ein Coman Fan. Von Robben oder gar Ribery ist Coman meilenweit entfernt und hat nicht einmal im Ansatz deren Qualität. Zu oft verletzt zu wenig wirklich gefährliche Aktionen, Assists und Tore. Schnell sein und gut dribbeln können ist eben nicht das Maß aller Dinge. Coman ist ein sehr guter Fußballer, aber keiner der den berühmten Unterschied ausmacht. Gerne würde ich mal Davies auf dieser Position spielen sehen.

Bin größtenteils bei Dir.
Aber Davies hat eine ähnliche Abschlussschwäche, muss man leider eingestehen.

ABER ist auch noch Jung…also wer weiß.

100% Zustimmung. Eher ein Mitläufer, keine wichtige Stütze wie es zb mittlerweile Musiala ist. Selbst der (zu Unrecht) häufig kritisierte Sane trägt mehr zum Erfolg bei. Dazu häufig verletzt. Und hier wird es dann bedenklich. Wenn Musiala 5 Mio. verdient, Coman 16+??? M, dann entsteht irgendwann eine Schieflage im Gefüge. Für mich gehört er eher oder sogar darunter im Bereich eines Pavard. Da ist nämlich selbst Pavard zuverlässiger ubd solider in seinen Leistungen. Ich hätte den Vertrag verlängert nur damit er nicht ablösefrei wechselt und würde ihn aber jetzt direkt zum Verkauf bewegen. Sollen doch die ganzen Vereine zeigen welche „Wertschätzung“ sie für ihn übrig haben.

Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt "FCBinside" im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als 15 Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.