Mit der Verpflichtung von Sadio Mané haben die Bayern im Sommer 2022 zweifelsfrei für viel Aufsehen in Fußball-Europa gesorgt. Viele Fans, Medien und Experten haben den Deal als echten Transfer-Coup gefeiert. Wie nun bekannt wurde, war die Mané-Verpflichtung kein wirklicher Geniestreich von Ex-Sportvorstand Hasan Salihamidzic.
Sadio Mané wurde im Juli 2022 als „echter Weltstar“ beim FC Bayern empfangen. Knapp zwölf Monate später hat der Senegalese den deutschen Rekordmeister in Richtung Saudi-Arabien verlassen und wird als eines der größten Transfer-Missverständnisse in der Vereinsgeschichte der Bayern eingehen.
Mané wurde von den Bayern als Ersatz für Robert Lewandowski angesehen. Eine totale Fehleinschätzung, wenn man sich die „nackten Zahlen“ anschaut. Der 31-Jährige kam in 38 Spielen gerade einmal auf 12 Tore und 6 Vorlagen. Solche Werte hat der Pole in München in einer Halbserie erzielt. Immerhin: Mit dem Verkauf an den saudischen Top-Klub Al-Nassr hält sich der finanzielle Schaden in Grenzen. Dem Vernehmen nach kassiert der FCB knapp 30 Mio. Euro von Al-Nassr. Man selbst hat 32 Mio. Euro an Liverpool überwiesen.
Bayern hat den Mané-Transfer nicht proaktiv eingefädelt
Wie der „kicker“ nun enthüllt hat, war die Mané-Verpflichtung kein geplanter Transfer von Ex-Kaderplaner Salihamidzic. Nach „kicker“-Informationen wurde der Offensivspieler den Bayern damals „aktiv angeboten“. Heißt im Klartext: Das Ganze kam zufällig zustande.
Letztlich hat der Transfer den Bayern sportlich nicht weitergeholfen. Laut dem „kicker“ war der Mané-Deal dafür mitverantwortlich für die Vertragsverlängerung von Salihamidzic, der neun Monate vor seinem Rauswurf ein neues Arbeitspapier bis 2026 beim Rekordmeister erhalten hat. Gerüchten zufolge hat der Bosnier eine Abfindung zwischen sechs und acht Mio. Euro erhalten.