Rassismusvorwürfe aus dem Mané-Umfeld: So reagiert der FC Bayern

Vjekoslav Keskic
Foto: IMAGO

Auch nach seinem Abgang vom FC Bayern sorgt Sadio Mané für viel Aufsehen in München. Dessen Berater hat schwere Vorwürfe gegen Leroy Sane und den deutschen Rekordmeister erhoben. Die Bayern haben nun reagiert.

Im Gespräch mit dem französischen TV-Sender „RMC“ hat sich Bacary Cisse, der PR-Berater von Mané, ausführlich zu den vermeintlichen Hintergründen zum Aus des Senegalesen beim FCB geäußert. Demnach waren die Bayern „undankbar gegenüber Mané“ und hätten ihn gegen den Willen von Thomas Tuchel auf einen Verkauf diesen Sommer bestanden.

Cisse äußerte sich auch zu dem Vorfall zwischen Mané und Leroy Sane im April dieses Jahres, als es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung kam und der 31-Jährige im Anschluss von den Bayern für ein Spiel suspendiert wurde und eine Geldstrafe erhalten hat. Laut Cisse hat Sane diese durch rassistische Äußerungen gegenüber provoziert: „Jeder, der den europäischen Fußball kennt, weiß, dass Leroy Sané ein sehr herablassender Junge ist. Sadio Mané hat noch nie Probleme gemacht, wo er auch immer war. Leroy Sané hat eine Grenze überschritten.“

„Die Rassismusvorwürfe sind gegenstandslos“

Zeitgleich unterstellte Cisse den Bayern, dass Sane damals ganz bewusst in Schutz genommen wurde: „Wenn die Hautfarbe von Sadio Mané Leroy Sané gestört hat, hat sie auch die Verantwortlichen von Bayern München gestört.“

Unmittelbar nach dem Vorfall gab es bereits erste Gerüchte, aus Umfeld von Mané, dass es angeblich zu einer rassistischen Entgleisung von Sane kam. Die Bayern haben nun auf die erneuten Vorwürfe reagiert: „Rassismusvorwürfe, wie sie jetzt erneut aus Sadios Umfeld erhoben werden, sind gegenstandslos und waren es von Anfang an“, erklärte man gegenüber „SPORT1“.

Zudem dementiert der FCB, wonach man Thomas Tuchel Anweisungen in Sachen Mané erteilt hat: „Auch hat unser Trainer Thomas Tuchel nie zu Sadio gesagt, er dürfe ihn nicht mehr einsetzen.“

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