Die Rückkehr von Jerome Boateng zum FC Bayern ist bekannterweise geplatzt. Die Münchner haben sich gegen eine Verpflichtung des 35-Jährigen ausgesprochen. Uli Hoeneß hat nun weitere Details zu der Entscheidung gegen Boateng preisgegeben.
Obwohl Jerome Boateng körperlich topfit war und den FC Bayern bestens kennt, hat der vereinslose Abwehrspieler keinen Vertrag beim Rekordmeister erhalten. Offiziell hat der FCB erklärt, dass man keinen Bedarf mehr hat, da sich die personelle Situation in der Defensive wieder entspannt hat.
Klar ist aber auch: Die juristischen Schwierigkeiten von Boateng und die damit verbundene massive Kritik haben die Verantwortlichen an der Säbener Straße am Ende abgeschreckt. Während Christoph Freund und Co. das nie klar zum Ausdruck gebracht haben, bestätigte Uli Hoeneß nun, dass der ungewisse Berufungsprozess wegen Körperverletzung letztendlich ein Comeback verhindert hat: „Die Vergangenheit, die auch mit den Prozessen, die er hinter sich hat, belastet ist, hat den Verein schlussendlich dazu gebracht, von der Verpflichtung abzusehen“, erklärte dieser im Gespräch mit „RTL“.
„Wirtschaftlich völlig gaga“
Der 71-Jähirge machte zudem deutlich, dass es auch finanzielle Gründe gab, die gegen eine Boateng-Verpflichtung gesprochen haben. Der Abwehrspieler wäre nur in der Bundesliga und im Pokal spielberechtigt gewesen. In der Champions League hätte man den Abwehrspieler nicht mehr einsetzen können. Aus Sicht von Hoeneß wäre es „wirtschaftlich völlig gaga“ gewesen den Weltmeister von 2014 für weniger als zehn Bundesliga-Spiele zu verpflichten.