FC Bayern News

Die umsatzstärksten Fußball-Klubs: Bayern ist nicht in den Top 5

Herbert Hainer und Jan-Christian Dreesen
Foto: IMAGO

Welcher Fußballverein generierte in der Saison 2022/23 den höchsten Umsatz? Dieser spannenden Frage nahm sich nun Deloitte an und die Antwort könnte viele durchaus überraschen. Der FC Bayern, finanziell sonst im europäischen Vergleich oftmals in einer Spitzenposition zu finden, muss sich in der Liste mit dem sechsten Platz begnügen.



Mit 258,4 Millionen Euro bildet Olympique Marseille das Schlusslicht der Top 20. Neben PSG (Platz 3) ist Marseille damit das einzige Team, das aus der französischen Ligue 1 vertreten ist. Mit Napoli, West Ham United, Newcastle United und Eintracht Frankfurt folgen weitere Teams auf den Plätzen 19 bis 16, wobei die Hessen mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein dürften. Kein Wunder, denn in der besagten Saison 22/23 feierte man den Einzug in das Pokalfinale, erreichte die Runde der letzten 16 der UEFA Champions League und spielte unter anderem im Finale des UEFA Supercups gegen Real Madrid.

Mit 744 Millionen Euro belegt der FCB Platz 6; knapp hinter Manchester United (745,8 Millionen Euro, Platz 5). Trotz hoher Verschuldung generierte der FC Barcelona 800 Millionen Euro an Umsatz (Platz 4), Paris Saint-Germain noch rund zwei Millionen Euro mehr (Platz 3), Manchester City hingegen 825,9 Millionen Euro (Platz 2), während Real Madrid trotz des ausbleibenden Titels in der Champions League mit 831,4 Millionen Euro auf dem ersten Platz thront. Rund 350 Millionen Euro weniger als der deutsche Rekordmeister konnte übrigens der BVB (Platz 12) für sich verbuchen.

Diverse Steigerungen im Jahr 2023

Deloitte wurde hinsichtlich des FC Bayern aber noch etwas detaillierter. Die Spieltagseinnahmen waren 2023 höher als jeweils in den Jahren 2019 bis 2022. Die Einnahmen rund um TV-Übertragungen sanken im Vergleich zum Vorjahr leicht. Die Werbeeinnahmen waren 2023 mit 419 Millionen Euro hingegen höher als in den vier Jahren zuvor. Ein Wermutstropfen für den FCB: auch das Verhältnis zwischen Gehältern und Umsatz stieg, was konkret bedeutet, dass der Anteil der Gehälter 56% des Umsatzes (Vorjahr: 53%) beansprucht Insgesamt kommt man auf 90 Millionen Euro mehr Umsatz als noch im Vorjahr.

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21 Comments
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Heißt zusammengefasst: Der FC Bayern macht alles gut und richtig, nur DFL und DFB verkacken eben!

Inwiefern das? Der Bundesliga fehlen einfach weitere Top-Clubs und Weltstars, um sie vergleichbar wie die PL im Ausland vermarkten zu können. Wir haben halt nur den FCB in Deutschland, alle anderen haben keine internationale Strahlkraft. Daher sind die TV Einnahmen im Ausland sehr gering. Und was die Fernsehgelder aus der Inlandsvermarktung angeht: Wollen Sie ernsthaft, dass diese Einnahmen weiter steigen? Denn das heißt nichts anderes, als dass wir alle noch mehr für Sky und Dazn blechen müssen.

Soweit so gut, aber der Hinweis zur Relation der Gehaltsausgaben zum Umsatz duerfte doch niemanden hier ueberraschen. Es gilt der seit Jahren warum auch immer gepflegte Trend. Ob die neuen Verantwortlichen die Kurve kriegen, wird man sehen. Zumal man ja in der qualitativen Breite zulegen muss. Umso wichtiger ist es, zukünftig etwas mehr darauf zu achten, wem man fuer was wieviel zahlt und sich “etwas weniger” erpressen zu lassen. Es gibt ja Hinweise, dass international eine andere Gehaltspolitik gefahren wird, selbst von Vereinen, die es reichlich haben.

Auf den Punkt gebracht 👍

Bei Müller den Vertrag nicht verlängern, 20 Mio gespart.Neuer nur 10 anstatt 20 Mio zahlen.Gnabry und kimmich mit Ihren teuren Verträge verkaufen,falls sie einverstanden sind.Choupo nicht verlängern.Im Prinzip kann man wirklich schnell 50 Mio einsparen ohne großen Qualitätsverlust.Man muss aber auch alte Zöpfe abschneiden.Man darf keine Angst vor Legenden haben.

Bayern hat übrigens in den letzten Jahren immer einen Gewinn ausgewiesen.

Es macht auch überhaupt keinen Sinn, den Umsatz als Vergleich für die Gehaltsausgaben heranzuziehen. Kaufst Du z.B in einem Jahr Spieler für 200 Mio EUR und verkaufst gleichzeitig Spieler ebenfalls für 200 Mio EUR, würde der Umsatz massiv ansteigen (obwohl ergebnistechnisch plus/minus Null), das Verhältnis Gehaltsausgaben zu Umsatz somit massiv zurückgehen, selbst wenn die Gehaltsausgaben identisch blieben.

Last edited 5 Monate zuvor by Helgi

Peinlich und UNSERIÖS……siehe Barcelona. Lohnt sich nicht hier weiter zu lesen.

Ohne Super- League wird Bayern weiter absacken hinter Liverpool und andere PL Vereine.

Auf Dauer ja.

Wieso? Da verdienen die ganzen scheiss betrüger ja auch mehr geld und nicht bloß bayern. Bayern muß sich selbst vermarkten und sich nicht weiter von dfl/dfb und den restlichen bl versagern abhängig machen….

Einfach unseriös, Die Bayern haben 854 Millionen Euro Umsatz gemacht, Punkt
Und wenn ihr schon rechnet und bei Bayern die Transfers abzieht dann macht das bitte auch bei den anderen!
RB Leipzig macht mehr Umsatz als Frankfurt und die( Frankfurt ) stehen auf Platz 16, RB ist in dieser Aufzählung garnicht dabei!
Hier stimmt was nicht.

Last edited 5 Monate zuvor by Vla

Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Deloitte untersucht meines Wissens nur den Umsatz aus dem Profikader im Männerfussball. Basketball , Frauenfussball usw werden da nicht mit gerechnet. Auf Konzernebene hatte Bayern sogar ca 880 Mio Umsatz. 854 Mio auf Klubebene. Ca 744 Mio davon sind wohl der Männermannschaft zuzuordnen. Bspw hat ja Bayern mittlerweile auch Beteiligungen an anderen Klubs wie bspw in Uruguay. Diese werden alle da rausgerechnet. Und die Gehaltskosten beziehen sich ja nicht nur auf den Profikader. Bayern hat mittlerweile ca 1000 Angestellte. Spieler,Staff, Nachwuchs, Greenkeeper, medizinisches Personal, Betreuung von Beteiligungen,Fanclubs, Shops, Fahrer, Betreuer, Catering, Stadion uvm. Der reine Profikader hatte ja wohl nur einen Anteil von ca 230 Mio. In einer anderen Quelle wurden auch mal knapp 270 Mio genannt. Deshalb muss man diese Zahlen schon mit etwas Vorsicht geniessen. Letztendlich ist es wichtig, daß man auf Konzernebene einen Gewinn einfährt und die Kosten unter Kontrolle hat. Ausserdem muß man keine Zinsen für Kredite bezahlen,da man keine braucht und das Stadion abgezahlt ist.

Last edited 5 Monate zuvor by Jürgen SW

Dann werden die Kader Kosten nur bei den Bayern abgezogen oder was?
Da stimmt doch was nicht?
Leipzig hat definitiv mehr Umsatz gemacht als Frankfurt, sind aber nicht aufgelistet.
wenn Deloitte rechnen dann bitte Korrekt!
Kann auch nicht sein das Paris, Barca und wie sie alle heißen mehr Umsatz haben!

Last edited 5 Monate zuvor by Vla

Wenn man die ganzen Nebelkerzen ignoriert und einen spitzen Bleistift nimmt dann ist der FCB finanziell und kaufmännisch die Nr. 1 BASTA!

Hm Oilcity, Manu und PSG haben reiche investoren, Barca is hoch verschuldet. Einzig Real wirtschaftet top.

Real wirtschaftet Top? Der war gut…

Der FCB ist als AG publikationspflichtig. Der Umsatz 22/23 betrug 854 Mio und nicht 744 Mio.
https://fcbayern.com/binaries/content/assets/downloads/homepage/jhv/2023/presseinformation-jhv-2023.pdf?v=1699727822428

Last edited 5 Monate zuvor by Grosser Zé

Ja aber inklusive Frauenfussballmannschaft und Basketballteam. Siehe oben mein Kommentar.

Daniel Glaser
Wurde als Kind durch "Bundesliga Pur Klassiker" Bayern-Fan und bin es seitdem auch geblieben. 29 Jahre alt, Baden-Württemberger, Wahl-Hamburger, nach meinem Sportjournalistik-Studium nun auch noch Psychologist in the making.