Bayern-Trainer Thomas Tuchel muss nach der desolaten Leistung gegen Leverkusen viel Kritik für seine Aufstellung einstecken. Neuzugang Sacha Boey lief auf der linken Seite auf, Müller und Kimmich saßen auf der Bank und das System wurde kurzfristig auf eine Fünferkette umgestellt. Unzufrieden zeigte sich auch Innenverteidiger Matthijs de Ligt, der überraschend auf der Bank saß. Der 24-Jährige soll sich nun mit einem Wechsel beschäftigen.
De Ligt ist offenbar mit seiner Situation beim Rekordmeister nicht zufrieden, wie Sky berichtet. Obwohl der Niederländer zuvor seit Jahresbeginn in jedem Pflichtspiel in der Startelf stand, musste er gegen die Werkself über 90 Minuten hinweg auf der Bank Platz nehmen.
Der Abwehrspieler gab eigentlich zuletzt wenig Anlass, ihn beim Spitzenspiel auf die Bank zu setzen. Im Spiel zuvor gegen Gladbach absolvierte er das komplette Spiel und erzielte mit dem 3:1 kurz vor Schluss den Treffer zum Endstand.
In der Innenverteidigung spielten am Samstag dennoch Minjae Kim, der erst kurz zuvor vom Asien-Cup zurückgekehrt war, Neuzugang Eric Dier und Dayot Upamecano, der nach einer Verletzung erst seit drei Tagen wieder im Training stand.
Verhältnis zwischen De Ligt und Tuchel soll distanziert sein
Wie die BILD berichtet, ist das Verhältnis zwischen Tuchel und De Ligt offenbar schon länger distanziert. Wenn der Bayern-Coach die Wahl hat und er aus dem Vollen schöpfen kann, setzt er nur selten auf den 24-Jährigen.
Zudem wollte Tuchel bereits im Winter Innenverteidiger Ronald Araujo vom FC Barcelona verpflichten, der im Sommer wieder in den Fokus rücken könnte. De Ligts Vertrag läuft noch bis Sommer 2027.
Der Niederländer kam in dieser Saison in nur 13 Ligaspielen zum Einsatz und wurde immer wieder durch kleinere Verletzungen zurückgeworfen.
Sollte es bei den Bayern nicht zu einem Trainerwechsel kommen, dürften die Aussichten auf mehr Spielzeit düster sein. In Verbindung gebracht wurde der 24-Jährige zuletzt mit einem Wechsel zu Manchester United.