„Here we go“? Kurioses Bayern-Transfergerücht geht viral

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Ein angeblicher Transfer von Nader Jindaoui zum FC Bayern hat in den sozialen Netzwerken für mächtig Wirbel gesorgt. Das Kuriose daran: An der Geschichte war überhaupt nichts dran. YouTuber Alex Dimakos hatte das komplette Gerücht bewusst erfunden, um zu testen, wie schnell sich eine falsche Transfermeldung im Internet verbreiten lässt.

Die Behauptung lautete, dass Jindaoui von der TSG Hoffenheim II zur zweiten Mannschaft des FC Bayern wechseln werde. Dimakos wollte mit seinem Experiment herausfinden, ob andere Nutzer und Content Creator die vermeintliche Nachricht ungeprüft übernehmen würden.


Dafür erstellte er einen Account auf X und orientierte sich bei der Aufmachung an den bekannten Transfermeldungen von Fabrizio Romano. Dimakos bastelte eine vermeintliche „Here we go“-Grafik mit Jindaoui und versah diese mit einem Text zum angeblich bevorstehenden Wechsel nach München.

Die Reaktionen überraschten offenbar selbst den Urheber. „Nicht mal eine einzige Person sagt in den Kommentaren, dass das Bild Fake ist“, erklärte Dimakos in seinem Video.

Fake-Gerücht verbreitet sich rasant

Laut Dimakos dauerte es anschließend weniger als eine Stunde, bis eine französische Bayern-Fanseite die vermeintliche Transfermeldung aufgriff. Damit hatte das frei erfundene Gerücht bereits den Sprung vom ursprünglichen Fake-Account auf andere Kanäle geschafft.

Anschließend verlagerte Dimakos sein Experiment auf TikTok. Dort verbreitete sich die Geschichte noch stärker. Nach Angaben des YouTubers kamen die entsprechenden Videos plattformübergreifend auf rund 900.000 Aufrufe.

Auch die vermeintliche „Here we go“-Meldung erreichte laut Dimakos etwa 300.000 Aufrufe. Allerdings räumte er selbst ein, dass die Klicks für diesen Beitrag gekauft worden waren.

Dennoch entwickelte das Gerücht eine solche Eigendynamik, dass es schließlich sogar Jindaoui selbst erreichte.

Jindaoui muss Bayern-Wechsel dementieren

Nader Jindaoui
Foto: IMAGO

Der 29-Jährige sah sich schließlich dazu veranlasst, öffentlich auf die Spekulationen zu reagieren. „Es gibt ein Gerücht auf den sozialen Medien, dass ich zum FC Bayern wechsle“, erklärte Jindaoui.

Er habe mitbekommen, dass zahlreiche Nutzer mit der vermeintlichen Nachricht Reichweite generierten. An einem bevorstehenden Wechsel nach München sei jedoch nichts dran. „Aber es stimmt nicht“, stellte Jindaoui klar.

Damit hatte Dimakos eines seiner selbst gesteckten Ziele erreicht. „Das Gerücht ist so groß geworden, dass selbst Nader darüber redet“, erklärte der YouTuber.

Anschließend löste er das Experiment endgültig auf und bestätigte, dass die komplette Transfermeldung von ihm erfunden worden war: „Nein. Es ist gelogen. Mein Gerücht.“

Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich vermeintliche Transfer-News über soziale Netzwerke verbreiten können, wenn sie professionell aufbereitet wirken. Eine bekannte Optik und eine spektakuläre Behauptung reichten in diesem Fall aus, damit die Geschichte von anderen Accounts aufgegriffen wurde und letztlich sogar den betroffenen Spieler erreichte.

Für Bayern-Fans bleibt damit vor allem die klare Auflösung: Ein Wechsel Jindaouis zum deutschen Rekordmeister war zu keinem Zeitpunkt Gegenstand dieser Geschichte – das vermeintliche Transfer-Gerücht war Teil eines bewusst inszenierten Social-Media-Experiments.

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