Bayern bereit für Mega-Transfer: Wer wird der 100-Millionen-Star?

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Der FC Bayern würde für einen absoluten Wunschspieler wieder 100 Millionen Euro oder mehr investieren. Doch welcher Superstar könnte dafür infrage kommen?

Der FC Bayern hat sich auf dem Transfermarkt zuletzt vergleichsweise zurückgehalten. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Zeiten der Mega-Transfers in München vorbei sind. Nach Informationen von BILD-Fußballchef Christian Falk wären die Verantwortlichen weiterhin bereit, für einen absoluten Wunschspieler 100 Millionen Euro oder sogar mehr zu investieren.


Voraussetzung: Auf der entsprechenden Position muss echter Bedarf bestehen und die sportliche Führung vollständig vom Spieler überzeugt sein. Harry Kane dient als Blaupause. Auch für Florian Wirtz wären die Bayern 2025 bereit gewesen, tief in die Tasche zu greifen.

Doch wer könnte der nächste 100-Millionen-Star werden? Hier sind fünf Spieler, die aufgrund ihrer Qualität, ihres Marktwerts oder ihrer Position grundsätzlich in diese Kategorie passen würden.

Von Haaland bis Wirtz: Diese Stars wären denkbar

Kenan Yildiz: Bei ihm würde sich für Bayern ein Kreis schließen. Der türkische Nationalspieler wurde neun Jahre lang am Bayern-Campus ausgebildet, verließ München 2022 aber ablösefrei in Richtung Juventus. In Turin entwickelte sich Yildiz zum internationalen Topspieler. Aus heutiger Sicht war es ein bitterer Fehler, ihn ziehen zu lassen. Eine Rückholaktion wäre entsprechend teuer, zumal Juventus langfristig mit seinem Offensivstar plant und ihn mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattet hat. Sportlich wäre Yildiz mit seiner Stärke im offensiven Zentrum und auf der linken Seite äußerst interessant.

Désiré Doué: Auch der Franzose stand bereits auf der Bayern-Liste. 2024 lieferten sich die Münchner und Paris Saint-Germain ein intensives Werben um Doué, am Ende entschied sich der Offensivspieler für PSG. Sein Marktwert liegt mittlerweile bei rund 120 Millionen Euro. Interessant könnte seine Situation vor allem aufgrund der enormen Konkurrenz in Paris werden. Sollte Doué irgendwann eine neue Herausforderung suchen, wäre Bayern sicher wieder interessiert.

Florian Wirtz: Der offensichtlichste Kandidat bleibt Wirtz. Bayern wollte den deutschen Nationalspieler 2025 unbedingt verpflichten und war bereit, rund 100 Millionen Euro zu investieren. Wirtz entschied sich stattdessen für Liverpool, wo er bislang nicht an seine Leverkusener Leistungen anknüpfen konnte. Sein Marktwert liegt inzwischen bei rund 100 Millionen Euro. Gerade deshalb könnte er irgendwann wieder interessant werden – vorausgesetzt, Liverpool wäre zu einem erheblichen Preisnachlass bereit. Der große Haken: Mit Jamal Musiala und Michael Olise verfügt Bayern inzwischen genau in jenen Räumen über zwei absolute Topspieler, in denen auch Wirtz am stärksten ist.

Florian Wirtz
Foto: IMAGO

Erling Haaland: Der spektakulärste Name – und tatsächlich bereits ein Thema. Wie TEAMtalk berichtet, beschäftigt sich Bayern mit dem 26-Jährigen als möglichem langfristigen Nachfolger von Kane. Ein Transfer soll allerdings frühestens 2029 oder 2030 interessant werden. Mit einem Marktwert von rund 220 Millionen Euro spielt Haaland finanziell noch einmal in einer eigenen Liga. Sollte Kane wie geplant verlängern, könnten die Bayern seine Nachfolge langfristig vorbereiten. Haaland wäre dafür die maximal prominente Lösung – sein Vertrag bei ManCity läuft allerdings bis 2034.

Achraf Hakimi: Muss es überhaupt ein Offensivspieler sein? Hakimi gehört seit Jahren zu den besten Rechtsverteidigern der Welt und stand bereits während seiner Dortmunder Zeit auf dem Bayern-Radar. Der 27-Jährige besitzt einen Marktwert von rund 80 Millionen Euro und steht bei PSG bis 2029 unter Vertrag. Auf der rechten Abwehrseite könnte bei Bayern perspektivisch Bedarf entstehen.

Die Liste zeigt auch das grundsätzliche Problem bei Bayerns nächstem Mega-Transfer: In der Offensive ist der Kader bereits prominent besetzt. Musiala und Olise sollen die Mannschaft langfristig prägen, Kane soll verlängern und auch Díaz besitzt einen langfristigen Vertrag.

Genau deshalb dürfte Bayern nicht zwangsläufig nach einem weiteren großen Namen suchen. Die entscheidende Frage wird vielmehr sein, wo sich in den kommenden Jahren eine echte Lücke auftut. Entsteht sie im Sturm, wäre Haaland der Traumkandidat. Wird dahinter offensiv nachgelegt, wären Yildiz oder Doué spannende Profile. Wirtz bliebe die deutsche Premium-Lösung, während Hakimi für einen Mega-Transfer in der Defensive stehen würde.

Das Geld wäre offenbar vorhanden. Für die Bayern geht es nun vor allem darum, welcher Spieler irgendwann wichtig genug ist, um es auch auszugeben.

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