
Eberl erklärt Olise-Deal der Bayern: „Bei Michael hatten wir den Vorteil…“
Michael Olise ist längst einer der größten Bayern-Volltreffer der vergangenen Jahre. Max Eberl erklärt nun, was beim Transfer 2024 den Ausschlag gab.
Michael Olise hat sich seit seinem Wechsel zum FC Bayern zu einem der wichtigsten Spieler im Münchner Kader entwickelt. Als die Bayern den Franzosen im Sommer 2024 von Crystal Palace verpflichteten, war zwar klar, dass sie einen hochveranlagten Offensivspieler bekommen. Wie rasant seine Entwicklung verlaufen würde, überraschte aber selbst die Verantwortlichen.
Im Interview mit dem Mitgliedermagazin 51 hat Max Eberl nun Einblicke gegeben, wie die Münchner Olise damals einschätzten und warum sie sich trotz dessen nicht ganz geradlinigen Karrierewegs für den Transfer entschieden.
Ein wichtiger Faktor war ausgerechnet Oliver Glasner. Der Crystal-Palace-Coach trainierte Olise damals in London und stand über Christoph Freund indirekt in engem Kontakt mit den Bayern. „Bei Michael hatten wir den Vorteil, dass Oliver Glasner zu diesem Zeitpunkt bei Crystal Palace sein Trainer war“, erklärte Eberl.
Glasners Einschätzung half Bayern bei Olise
Für die Münchner war dabei offenbar entscheidend, dass Glasner den Spieler nicht einfach uneingeschränkt empfahl. Eberl erinnerte sich: „Wenn ein Trainer sagt: ‚Klar, nimm ihn, nimm ihn‘, wirst du stutzig. Aber Glasner hat gesagt: ‚Er muss noch lernen – und wir bräuchten ihn.‘ Da wusstest du: Der legt Wert auf ihn.“
Auch die Gespräche mit Olise selbst hinterließen bei Eberl einen starken Eindruck. „Und dann gab es die Gespräche mit Michael selbst: Es macht Freude, mit ihm über Fußball zu reden“, erklärte der Sportvorstand. Dass der damals 22-Jährige nach München wollte, hatte sich bereits bei seiner Verpflichtung gezeigt. Olise unterschrieb im Juli 2024 einen Vertrag bis 2029, die Bayern aktivierten dafür eine Ausstiegsklausel bei Crystal Palace.

Dass Olise einmal dieses Niveau erreichen würde, war dennoch nicht in dieser Form vorhersehbar. Eberl sagte dazu: „Ehrlich gesagt: Wir wussten, wir holen einen sehr guten Außenbahnspieler mit linkem Fuß, bayerntypisch, aber dass er so genial ist … Die Ablöse war wegen der Ausstiegsklausel berechenbar. Dass er sich so entwickelt hat, liegt auch am Umfeld und der Mannschaft.“
Heute gehört der 24-Jährige zu den wertvollsten und begehrtesten Spielern im Bayern-Kader. Sein aktueller Vertrag läuft bis 2029 und enthält nach Angaben Eberls keine Ausstiegsklausel. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Bayern-Boss klargestellt, dass Olise langfristig gebunden ist.
