Kane mitten im Ballon-d’Or-Kampf: Insider enthüllen brisante Details zur Wahl

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Am 26. Oktober wird in London der Ballon d’Or vergeben. Mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz stehen gleich drei Profis des FC Bayern auf der Liste der 30 Nominierten. Vor allem Kane darf sich nach seiner herausragenden vergangenen Saison Hoffnungen auf die prestigeträchtige Auszeichnung machen.

Wie schwierig die Entscheidung diesmal ausfällt, zeigen nun Aussagen mehrerer stimmberechtigter Journalisten. RMC Sport hat anonym mit Mitgliedern der Ballon-d’Or-Jury gesprochen und dabei interessante Einblicke in den Abstimmungsprozess erhalten.


„Dieses Jahr ist die Situation offener als sonst“, erklärte einer der Juroren. Einen Spieler zu finden, der über den gesamten Bewertungszeitraum gleichermaßen überzeugt hat, sei diesmal besonders kompliziert.

„Dieses Jahr ist es am schwierigsten“

Ein wesentlicher Grund dafür ist die Weltmeisterschaft. Einige Kandidaten überzeugten vor allem im Vereinsfußball, andere machten beim Turnier besonders auf sich aufmerksam.

„Man muss bedenken, dass es Spieler gibt, die während der Saison geglänzt haben, bei der Weltmeisterschaft jedoch nicht. Bei anderen ist es genau umgekehrt. Es ist kompliziert, einen Spieler zu finden, der in beiden Phasen der Saison geglänzt hat.“

Auch die Abwägung zwischen individuellen Leistungen und Mannschaftserfolgen spiele eine wichtige Rolle. „Manche Spieler haben starke individuelle Leistungen vorzuweisen, aber keine im Team. Ich bin nicht sehr lange Mitglied der Jury, aber dieses Jahr ist es am schwierigsten.“

Die Entscheidung entsteht dabei offenbar nicht erst kurz vor der Stimmabgabe. Die Journalisten beobachten die Kandidaten über einen längeren Zeitraum und beschäftigen sich auch mit Statistiken und konkreten Leistungen. Neben dem Sieger müssen sie ihre persönliche Rangliste bis zum zehnten Platz festlegen.

Versucht das Umfeld der Stars Einfluss zu nehmen?

Lamine Yamal
Foto: Getty Images

Besonders interessant sind die Aussagen zur öffentlichen Kampagne einiger Kandidaten. Während Kane zuletzt erklärte, dass es nicht seiner Persönlichkeit entspreche, offensiv für sich selbst zu werben, treten andere Anwärter öffentlich deutlich selbstbewusster auf.

Zumindest einen der von RMC Sport befragten Juroren lässt die mediale Präsenz der Kandidaten offenbar unbeeindruckt. „Ich habe nur wenige dieser Auftritte gesehen. Man sollte sich nicht auf die sozialen Medien verlassen, die Positives und Kritik aufbauschen. Diese Videos werden mich nicht beeinflussen, wenn ich meine Top 10 bekannt gebe.“

Noch brisanter: Ein weiterer Stimmberechtigter berichtete von Kontaktversuchen aus dem Umfeld nominierter Spieler. „Aber ich schenke dem keine Beachtung“, betonte der Journalist.

Die Versuche würden zudem nicht unbedingt unmittelbar von den Beratern ausgehen. „Meistens ist es nicht direkt der Berater, sie nutzen andere Kanäle.“

Ob und welche Kandidaten hinter solchen Kontaktaufnahmen stehen, geht aus dem Bericht nicht hervor.

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