Noel Aseko verließ den FC Bayern im Sommer für Eintracht Frankfurt. Dort verlief der Start holprig – dennoch könnte schon bald der DFB rufen.
Noel Aseko gehörte im Sommer zu den Spielern, mit denen der FC Bayern noch einmal ordentlich Geld einnehmen konnte. Rund drei Monate später wartet der 20-Jährige bei Eintracht Frankfurt allerdings noch auf seinen endgültigen Durchbruch. Gleichzeitig könnte sich für ihn schon bald eine überraschende Chance in der deutschen Nationalmannschaft ergeben.
Nach Informationen der Sport BILD beschäftigt sich Bundestrainer Jürgen Klopp mit Aseko als möglichem Kandidaten für die Länderspiele im November. Voraussetzung für eine erstmalige Berufung in die A-Nationalmannschaft sei allerdings, dass der zentrale Mittelfeldspieler bis dahin körperlich wieder vollständig auf der Höhe ist.
Genau daran haperte es nach seinem Wechsel nach Frankfurt. Kniebeschwerden bremsten Aseko während der Vorbereitung aus, zudem soll er körperlich noch Nachholbedarf gehabt haben. An den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen saß der frühere Bayern-Profi jeweils über die kompletten 90 Minuten auf der Bank.
Zuletzt ging es jedoch aufwärts. Eintracht-Trainer Adi Hütter stellte Aseko am dritten und vierten Spieltag jeweils von Beginn an auf, wechselte ihn allerdings in beiden Partien vorzeitig aus.
Klopp hat Aseko bereits auf dem Zettel
Dass Aseko überhaupt so schnell in den Fokus des Bundestrainers geraten ist, kommt nicht völlig überraschend. In der vergangenen Saison entwickelte er sich während seiner Leihe bei Hannover 96 zu einem der auffälligsten jungen Mittelfeldspieler der 2. Bundesliga.
Hannover verpflichtete ihn anschließend per Kaufoption für eine Million Euro. Der FC Bayern nutzte jedoch seinerseits eine Rückkaufklausel über 2,5 Millionen Euro. Für die Münchner gab es damals zwei Möglichkeiten: Aseko sollte entweder nach den Abgängen von Leon Goretzka und Raphael Guerreiro eine Rolle im Bayern-Kader übernehmen oder gewinnbringend weiterverkauft werden.
Am Ende entschied man sich für die zweite Variante. Eintracht Frankfurt überwies laut kicker bis zu 13 Millionen Euro nach München. Hannover sicherte sich demnach einen Anteil von 950.000 Euro.

Vor seinem Wechsel hatte sich Aseko auch mit Vincent Kompany über seine Perspektive beim FC Bayern ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, dass die Vorstellungen nicht vollständig übereinstimmten. „Er war ehrlich zu mir, ich war dann auch ehrlich zu ihm und deshalb kam dann auch das mit Eintracht zustande“, erklärte Aseko später. Seinen eigenen Spielstil beschrieb er als „N’Golo-Kante-like“.
Aktuell sammelt der 20-Jährige bei der deutschen U21 weitere Spielpraxis. Für die Auswahl von Antonio Di Salvo absolvierte Aseko bereits fünf Partien und kämpft derzeit mit dem Team um die Qualifikation für die EM 2027.
Im November könnte bereits der nächste Karriereschritt folgen. Dann bestreitet Deutschland zum Abschluss der Nations-League-Gruppenphase die Rückspiele gegen Serbien und die Niederlande. Sollte Aseko bis dahin körperlich wieder bei 100 Prozent sein und sich bei der Eintracht festspielen, könnte ausgerechnet nach seinem schwierigen Start in Frankfurt die erste Einladung von Klopp folgen.

