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Sechs Großchancen, nur zwei Tore! Bayerns irrer Chancenwucher gegen den BVB

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Der FC Bayern hat beim 2:2 gegen Borussia Dortmund einen möglichen Sieg im Bundesliga-Klassiker leichtfertig aus der Hand gegeben. Zweimal gingen die Münchner in Führung, zweimal schlug der BVB zurück. Besonders bitter aus Sicht des Rekordmeisters: Ein Blick auf die Statistiken zeigt, wie deutlich die Bayern das Spitzenspiel über weite Strecken dominierten. Vor allem die Chancenverwertung war ein großes Problem.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der FC Bayern kam gegen Dortmund auf einen Expected-Goals-Wert (xG) von 4,18. Die Schwarz-Gelben erreichten dagegen lediglich 0,63 xG. Trotz dieses gewaltigen Unterschieds stand nach 90 Minuten nur ein 2:2 auf der Anzeigetafel.

Damit erzielten die Münchner deutlich weniger Treffer, als angesichts der Qualität ihrer Torchancen statistisch zu erwarten gewesen wäre. Der BVB hingegen nutzte seine Möglichkeiten ausgesprochen effizient.

Sechs Großchancen – Bayern lässt zu viel liegen

Besonders auffällig ist die Statistik der hochkarätigen Torchancen. Insgesamt erspielte sich der FC Bayern sechs Großchancen, von denen vier ungenutzt blieben.

Borussia Dortmund kam dagegen auf keine einzige Großchance im Sinne der statistischen Erfassung. Dennoch gelangen der Mannschaft von Niko Kovac zwei Treffer.

Auch bei den Torschüssen hatten die Bayern klar die Nase vorne. Insgesamt 23 Abschlüsse verzeichnete der Rekordmeister, während Dortmund zwölfmal auf das Münchner Tor schoss.

Allerdings zeigt sich bei der Genauigkeit ein interessantes Bild: Nur fünf Bayern-Abschlüsse gingen tatsächlich auf das Tor. Beim BVB waren es sechs.

Die Münchner erspielten sich damit zwar deutlich mehr Möglichkeiten, brachten ihre Abschlüsse aber seltener auf das gegnerische Gehäuse.

Besonders ärgerlich waren die zahlreichen Aluminiumtreffer. Bereits in der ersten Halbzeit traf Michael Olise den Pfosten. Nach dem Seitenwechsel setzte Harry Kane einen Handelfmeter an die Latte.

In der Nachspielzeit hatte auch Lennart Karl Pech, als sein sehenswerter Schlenzer ebenfalls an der Latte landete.

Bayern dominiert – Dortmund nutzt seine Möglichkeiten

Michael Olise
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Auch abseits der Torchancen unterstreichen die Statistiken die spielerische Überlegenheit des FC Bayern. Die Münchner hatten 56 Prozent Ballbesitz und verzeichneten insgesamt 46 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. Dortmund kam lediglich auf 25.

Hinzu kamen 516 erfolgreiche Pässe bei einer Passquote von 86 Prozent. Der BVB brachte 392 Zuspiele mit einer Genauigkeit von 82 Prozent zum Mitspieler.

Trotz dieser Vorteile gelang es den Bayern nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Konrad Laimer hatte den Rekordmeister zunächst in Führung gebracht, ehe Serhou Guirassy ausglich. Nach dem erneuten Führungstreffer durch Dayot Upamecano sorgte Fabio Silva in der Schlussphase für das 2:2.

Nach dem Abpfiff haderte auch Alphonso Davies mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Es lag einfach an unseren Chancen – die hätten wir verwerten müssen“, erklärte der Kanadier.

Tatsächlich macht vor allem der enorme Unterschied zwischen den Expected-Goals-Werten deutlich, wie viel Potenzial die Münchner vor dem gegnerischen Tor liegen ließen.

Mit einem xG-Wert von 4,18 und lediglich zwei erzielten Treffern bleibt das Remis gegen Dortmund ein besonders bitteres Ergebnis für den Rekordmeister.

Die Bayern bleiben zwar weiterhin ungeschlagen, verpassten es aber, sich im direkten Duell mit dem punktgleichen Verfolger einen wichtigen Vorsprung an der Tabellenspitze zu erarbeiten.

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