„Typisch deutsch!“ – Bayern-Legende schimpft über Neuer-Debatte

Sebastian Mittag
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Nach dem Patzer von Manuel Neuer in Augsburg wird über die Nummer eins diskutiert. Sepp Maier verteidigt den Bayern-Kapitän deutlich – und bremst den Urbig-Hype.

Die Diskussion um Manuel Neuer hat nach dem 2:2 des FC Bayern beim FC Augsburg neue Fahrt aufgenommen. Der 40-Jährige leistete sich beim frühen 0:1 einen schweren Fehler und sah auch beim zweiten Gegentreffer nicht besonders glücklich aus. Seitdem wird verstärkt darüber diskutiert, ob Jonas Urbig schneller als bislang geplant zur neuen Nummer eins werden könnte.


Bayern-Legende Sepp Maier hält von dieser Debatte allerdings wenig. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur räumte der frühere Weltmeister zwar ein, dass Neuer beim Gegentor nach wenigen Sekunden gepatzt habe. „Mein Gott“, sagte Maier, „der Manuel hat sich nicht konzentriert, das war leichtsinnig und das weiß er.“

Für den 82-Jährigen ist ein einzelner Fehler aber noch lange kein Grund, Neuers grundsätzliche Rolle beim FC Bayern infrage zu stellen: „So ein Theater, nur weil er ein gewisses Alter erreicht hat?“, fragte Maier und legte nach: „Das ist doch ein Schmarrn! Es gibt gute oder schlechte Torhüter, aber keine alten.“

Damit stellt sich Maier klar gegen die zuletzt lauter gewordenen Forderungen nach einem sofortigen Wachwechsel. Auch Max Eberl hatte Neuer zuletzt ausdrücklich den Rücken gestärkt und betont, dass der Kapitän weiterhin die Nummer eins des FC Bayern sei.

Maier warnt auch vor zu viel Urbig-Euphorie

Maier erinnert zudem daran, was Neuer in seiner langen Bayern-Zeit geleistet hat. Der 2014er-Weltmeister habe zahlreiche Titel gewonnen und dem Klub viele Spiele gerettet. Seine Botschaft fällt entsprechend deutlich aus: „Dieses Geschimpfe, die Diskussion – das ist typisch deutsch! Lasst Manu in Ruhe!“

Sepp Maier
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Am liebsten würde Maier Neuer deshalb direkt wieder im Tor sehen. „Am besten wäre, wenn er gleich wieder im Tor steht. Und noch besser, wenn er richtig gut spielt. Dann ist die Sache vergessen“, erklärte die Bayern-Ikone.

Allerdings wird höchstwahrscheinlich Urbig am Dienstagabend in der Champions League bei Viking Stavanger beginnen, da Neuer laut Bayern-Trainer Kompany „etwas am Fuß gespürt“ hat.

Maier warnt gleichzeitig davor, Urbig nach seinen jüngsten Auftritten zu schnell zum neuen Hoffnungsträger auszurufen. „Jonas Urbig ist Anfang 20. Dem tut man nichts Gutes, wenn man ihn jetzt in den Himmel lobt“, sagte der frühere Bayern-Torhüter.

Auch die starken Eindrücke aus der Nationalmannschaft bewertet Maier zurückhaltend: „Ja, was hat der denn gehalten? Ein paar Bälle, die ganz normal aufs Tor kamen! Lassen Sie den erst mal eine ganze Saison spielen, bevor Sie Lorbeeren austeilen.“

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