
„Ich war schockiert!“: Uli Hoeneß äußert sich zum Kompany-Drama
Der Zusammenbruch von Vincent Kompany hat beim FC Bayern große Bestürzung ausgelöst. Der 40-jährige Cheftrainer musste am Freitagnachmittag nach einem medizinischen Notfall auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße in ein Krankenhaus gebracht werden. Nun hat sich auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu Wort gemeldet und seine Betroffenheit über die Ereignisse deutlich gemacht.
Im Gespräch mit der WELT schilderte der 74-Jährige, wie er auf die Nachricht vom Zusammenbruch des Bayern-Trainers reagiert hatte. Gleichzeitig zeigte sich Hoeneß zuversichtlich, dass Kompany die bestmögliche medizinische Versorgung erhält.
„Wie wir alle war auch ich zunächst schockiert, aber Vincent ist bei unseren Ärzten und den Spezialisten im Krankenhaus in den besten Händen“, erklärte der langjährige Bayern-Patron.
Kompany befindet sich nach Angaben des Vereins inzwischen in einem stabilen Zustand. Die genaue Ursache für seinen Zusammenbruch ist allerdings weiterhin unklar. Der Belgier soll deshalb noch mehrere Tage im Krankenhaus bleiben und umfassend untersucht werden.
Hoeneß: Kompany bekommt alle Zeit der Welt
Besonders wichtig ist Hoeneß, dass der Cheftrainer nicht unter Druck gesetzt wird, möglichst schnell an die Seitenlinie zurückzukehren.
„Wir alle hoffen, dass er so bald wie möglich wieder zum Team zurückkehren kann – und er wird so viel Zeit bekommen, wie er braucht“, betonte der Ehrenpräsident gegenüber der WELT.
Damit unterstreicht Hoeneß die Haltung der Bayern-Verantwortlichen, die bereits unmittelbar nach dem Vorfall deutlich gemacht hatten, dass die Gesundheit des Trainers absolute Priorität genießt.
Sportvorstand Max Eberl hatte am Samstag erklärt, dass man bei Kompany nicht mit einer kurzfristigen Rückkehr rechnen dürfe. Vielmehr sei von mehreren Wochen auszugehen.
Einen konkreten Zeitpunkt für das Comeback möchten die Münchner bewusst nicht festlegen.
Bayern-Familie steht hinter ihrem Trainer

Wie groß der Zusammenhalt beim Rekordmeister ist, zeigte sich auch am Samstag. Nach BILD-Informationen besuchte Hoeneß seinen Trainer persönlich im Krankenhaus und brachte ihm Essen des Münchner Feinkost-Unternehmens Käfer mit.
Auch Eberl machte sich nach der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg auf den Weg in die Klinik.
Kompany hatte bereits in den Tagen vor seinem Zusammenbruch mit einer hartnäckigen Virusinfektion zu kämpfen. Ob diese mit dem medizinischen Notfall zusammenhängt, ist bislang nicht geklärt.
Während der Belgier sich auf seine Genesung konzentrieren soll, übernimmt Co-Trainer Aaron Danks vorerst die sportliche Verantwortung.
Für Hoeneß und die gesamte Bayern-Führung steht dabei eines fest: Kompany soll erst dann wieder auf die Trainerbank zurückkehren, wenn es sein Gesundheitszustand erlaubt. Sportliche Termine spielen bei dieser Entscheidung keine Rolle.
