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Kompany-Ausfall: So will Aaron Danks die Bayern durch die Krise führen

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Der FC Bayern muss in den kommenden Wochen ohne Vincent Kompany auskommen. Nach dem Zusammenbruch des Belgiers übernimmt Co-Trainer Aaron Danks vorerst die Verantwortung an der Seitenlinie. Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag hat der 43-Jährige erklärt, wie er mit der schwierigen Situation umgehen möchte. Dabei steht vor allem eines im Mittelpunkt: Kompany soll sich vollständig auf seine Genesung konzentrieren können.

Der gesundheitliche Notfall des Bayern-Trainers hat die Mannschaft und den gesamten Verein schwer getroffen. Danks machte auf der Pressekonferenz deutlich, dass die Ereignisse auch für die Spieler und Betreuer eine außergewöhnliche Belastung darstellen. „Es ist eine schwierige Situation, wir sind alle nur Menschen. So ein Szenario kann man sich nicht vorstellen“, erklärte der Engländer. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass die Münchner die Herausforderung gemeinsam bewältigen können.

Danks will Kompany vom Fußball fernhalten

Besonders interessant ist der Plan des Trainerteams für die kommenden Wochen. Während Kompany im Krankenhaus behandelt wird, soll er möglichst wenig mit sportlichen Themen belastet werden. „Wir werden versuchen, so wenig über Fußball zu sprechen, wie nur möglich. Es geht mehr um freundschaftliche Dinge, nicht um Sportliches“, betonte Danks.

Die Vorbereitung auf die anstehenden Spiele übernimmt stattdessen das bestehende Trainerteam. Eine wichtige Rolle spielt dabei René Marić, der bereits unter Kompany maßgeblich an der Gegneranalyse beteiligt war. „Was die Mannschaft angeht, das machen wir im Trainerstab, mit René Marić, er hat die Gegner auf höchstem Niveau analysiert.“

Danks machte deutlich, dass sich der Cheftrainer nicht mit taktischen Fragen oder personellen Entscheidungen beschäftigen soll. „Wir werden es vermeiden, mit Vinnie über Fußball zu sprechen, damit er die Zeit bekommt, wieder gesund zu werden mit seiner Familie.“

„Wir werden nicht versuchen, neue Ideen reinzubringen“

Aaron Danks, Vincent Kompany
IMAGO / Nordphoto

Auch sportlich plant Danks keine grundlegenden Veränderungen. Der Engländer möchte die bisherige Arbeit fortsetzen und auf die etablierten Abläufe vertrauen. „Aber für uns als Trainerstab folgen wir unseren Prozessen, wissen, wie wir arbeiten schon sehr lange“, erklärte der 43-Jährige mit Blick auf den möglichen Druck in seiner neuen Rolle.

Gerade in schwierigen Situationen sei es wichtig, nicht von den eigenen Überzeugungen abzuweichen. „Wir werden nicht versuchen, neue Ideen reinzubringen. Wir bleiben dabei, was wir wissen, das beruhigt alle und dann können wir viel Energie an die Mannschaft weitergeben und die Ergebnisse einfahren, die wir brauchen.“

Dabei setzt Danks insbesondere auf den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Diesen habe Kompany während seiner Zeit in München entscheidend geprägt. „Wir haben über die Jahre eine familiäre Stärke entwickelt, eine Einheit, Vinnie hat da großen Anteil.“

Für Danks ist deshalb klar, dass die Bayern auch ohne ihren Cheftrainer konkurrenzfähig bleiben können. Gleichzeitig soll Kompany keinerlei Druck verspüren, möglichst schnell zurückkehren zu müssen. „Das wird eine Herausforderung für ihn, aber er muss auf seinen Körper hören und sich die Zeit nehmen, die er braucht.“

Mit dieser Marschroute wollen die Münchner die kommenden Wochen bestreiten. Während Danks und sein Trainerteam den sportlichen Betrieb aufrechterhalten, soll Kompany die notwendige Ruhe für seine vollständige Genesung bekommen.

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