Ismael Saibari gehörte zu den großen Transferzielen des FC Bayern in diesem Sommer. Max Eberl hat nun verraten, welcher Auftritt den Ausschlag für die Verpflichtung gab.
Der FC Bayern hat mit Ismael Saibari einen vielseitigen Offensivspieler verpflichtet, der das Angriffsspiel von Vincent Kompany variabler machen soll. Rund 50 Millionen Euro ließen sich die Münchner den marokkanischen Nationalspieler kosten. Bei dessen offizieller Vorstellung gab Sportvorstand Max Eberl nun Einblicke, wie der Transfer zustande kam.
Dabei stellte der 52-Jährige klar, dass Saibari schon länger auf dem Radar der Münchner stand. Einen entscheidenden Eindruck hinterließ der Offensivspieler allerdings ausgerechnet im direkten Duell mit dem FC Bayern.
„Wir kannten Ismael schon länger. Der letzte richtige Impuls, dass er ein Spieler für den FC Bayern ist, war im Spiel gegen uns“, verriet Eberl. Im vergangenen Januar traf Bayern in der Champions League auf die PSV Eindhoven mit Saibari und gewann mit 2:1. Saibari erzielte dabei ein Traumtor für die Niederländer.
Der Bayern-Boss erinnerte sich dabei vor allem an die Qualitäten, mit denen Saibari den Münchnern Schwierigkeiten bereitete: „Mit seiner Art, seiner Körperlichkeit, seiner Präsenz, Schnelligkeit und Variabilität hat er uns das eine oder andere Problem bereitet. Trotzdem haben wir gewonnen. Er hat etwas Besonderes.“
Bayern intensivierte Beobachtung von Saibari
Nach diesem Auftritt beschäftigte sich die sportliche Führung offenbar noch intensiver mit dem Marokkaner: „Wir haben es dann weiter intensiv verfolgt. Irgendwann war klar, dass wir etwas in der Offensive machen wollen. Dann war klar, dass Ismael der Spieler ist“, erklärte Eberl.
Damit wurde Saibari zu einem der bevorzugten Kandidaten für die geplante Verstärkung der Bayern-Offensive. Entscheidend war dabei nicht nur seine individuelle Qualität, sondern insbesondere seine Vielseitigkeit.
Der 25-Jährige fühlt sich nach eigener Aussage auf der Zehnerposition am wohlsten, kann jedoch auch auf den offensiven Außenbahnen oder etwas tiefer eingesetzt werden. Bei der Weltmeisterschaft kam Saibari für Marokko zudem in der Sturmspitze zum Einsatz und erzielte drei Treffer.
Genau diese Flexibilität spielt in den aktuellen Kaderplanungen der Münchner eine wichtige Rolle.
Eberl zog dabei auch eine Verbindung zu Nathaniel Brown, den die Bayern ebenfalls in diesem Sommer verpflichtet haben: „Beide Transfers – von Nene Brown und Ismael Saibari – zeigen, dass wir auf Flexibilität setzen wollen, Spieler die unterschiedliche Positionen spielen können und etwas Neues in unser Spiel bringen können, was wir vielleicht letzte Saison noch nicht so hatten“, sagte der Sportvorstand.
Die Bayern wollen Kompany dadurch mehr Möglichkeiten geben, während eines Spiels auf unterschiedliche Gegner und Spielsituationen zu reagieren. Saibari soll dabei insbesondere in der Offensive für neue Optionen sorgen.
Für Eberl stand deshalb schließlich fest: „Deswegen war klar, dass Ismael ein Topkandidat für uns ist und Gott sei Dank hat es dann geklappt.“
Wann Saibari erstmals im Bayern-Trikot auf dem Platz stehen wird, ist noch offen. Der Neuzugang hatte sich bei der WM einen Muskelfaserriss zugezogen und arbeitete zuletzt an seinem Comeback. Mittlerweile befindet er sich wieder vollständig im Mannschaftstraining. Ein Einsatz im Testspiel gegen RB Leipzig am Samstag ist damit grundsätzlich möglich, die endgültige Entscheidung soll jedoch in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung fallen.

