Transfer-Poker um Bundesliga-Star: Auch der FC Bayern mischt mit

Felix Flechsig
Foto: IMAGO

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Der FC Bayern hält auf dem Transfermarkt weiter Ausschau nach jungen Spielern mit großem Entwicklungspotenzial. Dabei rückt offenbar erneut Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart in den Fokus. Der 20 Jahre alte Innenverteidiger gehört zu den spannendsten deutschen Abwehrtalenten – und hat längst auch international Begehrlichkeiten geweckt.

Wie das Portal Transferfeed berichtet, beschäftigt sich der deutsche Rekordmeister weiterhin mit Jeltsch. Die Münchner sind allerdings bei Weitem nicht der einzige Interessent. Auch Juventus Turin, Manchester United, der FC Arsenal und der FC Liverpool sollen den Youngster auf dem Zettel haben.


Konkrete Verhandlungen mit Stuttgart gibt es dem Bericht zufolge derzeit nicht. Dennoch könnte sich spätestens im kommenden Sommer ein hochkarätiger Transfer-Poker um den früheren Nürnberger entwickeln.

Jeltsch hat sich nach seinem Wechsel zum VfB innerhalb kurzer Zeit einen Namen gemacht. Trotz seines jungen Alters verfügt er bereits über Bundesliga-Erfahrung und besitzt gleichzeitig noch erhebliches Entwicklungspotenzial.

Stuttgart sitzt am längeren Hebel

Ein Schnäppchen wäre Jeltsch für die Bayern allerdings nicht. Der Innenverteidiger ist beim VfB langfristig bis 2030 gebunden. Entsprechend gibt es für die Schwaben aktuell keinen Grund, ihren Youngster unter Wert abzugeben.

Ein Wechsel bereits im Winter gilt deshalb als äußerst unwahrscheinlich. Laut TuttoJuve plant Stuttgart derzeit nicht mit einem Verkauf und würde seine Haltung wohl nur bei einem außergewöhnlich lukrativen Angebot überdenken.

Interessanter könnte die Situation im kommenden Sommer werden. Dann wäre der VfB offenbar eher bereit, sich mit Angeboten für Jeltsch auseinanderzusetzen – vorausgesetzt, die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen.

Bereits im Frühjahr wurde der Marktwert des Abwehrspielers auf rund 35 Millionen Euro taxiert. Mittlerweile stehen mögliche Ablöseforderungen von etwa 50 Millionen Euro im Raum. Ob Stuttgart tatsächlich eine solche Summe verlangen würde, dürfte allerdings auch von Jeltschs weiterer Entwicklung und der konkreten Nachfrage abhängen.

Bayern muss sich gegen Premier-League-Klubs behaupten

Finn Jeltsch
Foto: Getty Images

Aus Sicht des FC Bayern würde eine Verpflichtung durchaus zur langfristigen Kaderplanung passen. Mit Jonathan Tah, Dayot Upamecano und Minjae Kim verfügen die Münchner aktuell über drei erfahrene Innenverteidiger. Perspektivisch könnte eine Verjüngung des Abwehrzentrums jedoch zum Thema werden.

Jeltsch wäre dafür ein interessanter Kandidat. Er kennt die Bundesliga, besitzt noch enormes Entwicklungspotenzial und könnte zunächst in den Konkurrenzkampf mit den etablierten Innenverteidigern gehen.

Ein Selbstläufer wäre ein möglicher Bayern-Transfer allerdings keineswegs. Gerade die Konkurrenz aus der Premier League könnte den Poker kompliziert und teuer machen. Mit Manchester United, Arsenal und Liverpool sollen gleich drei englische Schwergewichte die Entwicklung des 20-Jährigen verfolgen. Hinzu kommt das Interesse von Juventus.

Noch befindet sich das Rennen offenbar in einer frühen Phase. Weder der FC Bayern noch ein anderer Interessent soll bislang konkrete Verhandlungen mit Stuttgart führen.

Sollten die Schwaben im Sommer allerdings tatsächlich Gesprächsbereitschaft signalisieren, könnte es schnell ernst werden. Dann müsste Bayern nicht nur eine stattliche Ablöse auf den Tisch legen, sondern sich auch gegen einige der größten Klubs Europas durchsetzen.

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