Mit Rotation zum CL-Erfolg? Kompany erklärt seine Bayern-Strategie

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Vincent Kompany setzt beim FC Bayern in dieser Saison deutlich stärker auf Rotation. Beim 2:1-Auswärtserfolg gegen die SV Elversberg gönnte der Belgier gleich mehreren Leistungsträgern eine Pause und verteilte die Einsatzzeiten innerhalb seines Kaders neu.

Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Luis Díaz und Jamal Musiala saßen zunächst auf der Bank. Jonas Urbig durfte dafür im Tor beginnen. Auch während der Partie reagierte Kompany mit mehreren Wechseln und versuchte, möglichst viele Spieler einzubinden.


Das geschieht keineswegs zufällig. Der Bayern-Coach verfolgt damit einen konkreten Plan. Einerseits möchte er die Belastung seiner Top-Stars steuern, andererseits sollen die Spieler aus der zweiten Reihe genügend Einsatzzeit bekommen, um im entscheidenden Moment sofort helfen zu können.

Gerade die Erfahrungen aus der vergangenen Saison dürften dabei eine Rolle spielen.

„Es geht nicht darum, den Spielern Geschenke zu machen“

Nach dem Sieg in Elversberg erklärte Kompany ausführlich, welche Überlegungen hinter seiner Personalpolitik stecken. „Dahinter steckt eine Logik. Manchmal spielt bei solchen Entscheidungen auch das Bauchgefühl eine Rolle. Insgesamt müssen wir den Jungs Spielzeit geben, damit sie im richtigen Moment bereit sind. Wenn sie die ganze Saison nur abwarten und dann etwas passiert, wäre es zu spät. Das gehört zum Fußball dazu. Es ist wichtig, dass eine Logik dahintersteckt – es geht nicht darum, den Spielern Geschenke zu machen.“

Damit macht der 40-Jährige deutlich: Einsatzzeiten sollen nicht einfach verteilt werden, um die Stimmung im Kader hochzuhalten. Kompany möchte vielmehr dafür sorgen, dass er im weiteren Saisonverlauf auf möglichst viele Profis zurückgreifen kann, die im Rhythmus sind.

Gerade angesichts der Belastung durch Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League könnte das noch entscheidend werden.

Bayern will für die entscheidende Phase gerüstet sein

SV Elversberg vs. FC Bayern
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Wie wichtig eine funktionierende zweite Reihe ist, bekamen die Münchner in der vergangenen Saison zu spüren. In der entscheidenden Phase der Champions League waren Kompanys personelle Möglichkeiten stark eingeschränkt.

Vor allem im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain fehlten dem Bayern-Coach Alternativen. Gleichzeitig hatten mehrere Leistungsträger in den Wochen zuvor viel spielen müssen, weil Kompany aufgrund der Personalsituation kaum Möglichkeiten zur Rotation hatte.

Dieses Szenario soll sich möglichst nicht wiederholen. Deshalb versucht der Bayern-Trainer schon früh in der Saison, seinen kompletten Kader einzubinden und gleichzeitig die Belastung seiner Schlüsselspieler zu kontrollieren.

Dass dabei nicht jede Aufstellung ausschließlich nach dem Leistungsprinzip des unmittelbar vorherigen Spiels erfolgt, nimmt Kompany bewusst in Kauf. Entscheidend ist für ihn das große Ganze.

Die Botschaft an seine Mannschaft ist damit ebenfalls klar: Jeder Spieler wird gebraucht. Wer zunächst hinter den Stammkräften steht, soll nicht monatelang auf der Bank sitzen und dann plötzlich in einem entscheidenden Champions-League-Spiel funktionieren müssen.

Kompany möchte seine personellen Optionen diesmal frühzeitig aufbauen. Die Rotation in Elversberg war damit nicht nur eine Reaktion auf die Belastung der vergangenen Tage – sondern Teil eines langfristigen Bayern-Plans.

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