Bayern-Dusel in Elversberg? Experte kritisiert Abseits-Entscheidung

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Der FC Bayern hat sich mit einem mühsamen 2:1 bei der SV Elversberg drei wichtige Punkte gesichert. Im Nachgang sorgt allerdings eine Szene kurz vor der Halbzeit für Diskussionen. Nach Einschätzung des ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichters Manuel Gräfe hatten die Münchner dabei großes Glück.

Elversberg hatte kurz vor der Pause vermeintlich den Ausgleich erzielt. Der Treffer von Cole Campbell wurde jedoch wegen einer Abseitsposition aberkannt. Auch nach einer längeren Überprüfung durch den VAR blieb es bei dieser Entscheidung.


Im Mittelpunkt stand dabei Aleksandar Pavlovic. Für Gräfe ist dessen erster Kopfball entscheidend – denn dieser hätte aus seiner Sicht eine neue Spielsituation eröffnet.

„Es gab einen langen Schlag aus der Abwehr. Ein Elversberger stand knapp im Abseits, war aber drei bis vier Meter von Pavlović entfernt. Der Elversberger entfernte sich weiter von Pavlović, und Pavlovic hatte alle Zeit der Welt, sich zu positionieren, um den Ball sauber wegzuköpfen“, erklärte Gräfe gegenüber der BILD.

Gräfe hätte Eingreifen des VAR erwartet

Pavlovic gelang es allerdings nicht, den Ball sauber zu klären. Sein erster Kopfball ging unkontrolliert nach oben, sodass der Bayern-Profi erneut zum Ball musste. Erst dabei griff auch der zuvor im Abseits stehende Elversberger wieder ein.

Genau deshalb sieht Gräfe die Abseitsentscheidung kritisch. „Insofern ist das ein neues Anspiel von Pavlovic. Deshalb dauerte auch die Überprüfung so lange, weil sie genau die gleichen Gedanken auch in Köln hatten“, erklärte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter.

Der VAR musste demnach bewerten, ob die Entscheidung auf dem Platz klar und offensichtlich falsch gewesen war. Am Ende blieb der Treffer aberkannt.

Gräfe hätte sich eine Korrektur gewünscht: „Es wäre jedoch wünschenswert gewesen – im Sinne einer einheitlichen Abseitsauslegung –, das als Nicht-Abseits zu bewerten.“

Für den 52-Jährigen ist entscheidend, dass Pavlovic beim ersten Kopfball genügend Zeit und Abstand zum Gegenspieler hatte, um den Ball bewusst zu spielen. Der technische Fehler bei der Verarbeitung dürfe anschließend nicht dazu führen, dass die ursprüngliche Abseitsposition wieder relevant werde.

„Viel Glück hier für Bayern“

Vincent Kompany
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„Dann gab es diesen technischen Mangel der Verarbeitung, und danach ist es egal, ob der Elversberger wieder hingeht, denn es gab jetzt ein neues Anspiel“, führte Gräfe aus.

Auch dass der Elversberger beim zweiten Kopfball wieder in den Zweikampf mit Pavlovic ging, ändert für den Schiedsrichter-Experten nichts an seiner Bewertung.

„Insofern war das ein bewusstes neues Anspiel per Kopfball, und damit lebt die Abseitsposition nicht mehr auf. Dieser technische Mangel hätte nicht zur Abseitsposition führen dürfen“, stellte Gräfe klar.

Sein Fazit fällt entsprechend eindeutig aus: „Insofern viel Glück hier für Bayern“.

Für den Rekordmeister war die Entscheidung durchaus wichtig. Statt mit einem 1:1 ging es mit der Führung in die Pause. Später glich Maurice Krattenmacher zwar doch noch für Elversberg aus, Harry Kane sorgte jedoch für den 2:1-Siegtreffer der Münchner. Nach Gräfes Einschätzung hätte die Partie allerdings schon vor der Pause eine andere Wendung nehmen können.

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