„Genug Ärger gehabt“: Hoeneß enthüllt Bayern-Zoff wegen Eberl

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Max Eberls Vertragsverlängerung beim FC Bayern ist längst unter Dach und Fach. Die Diskussionen rund um die Entscheidung beschäftigen die Münchner Führungsetage aber offenbar noch immer. Uli Hoeneß hat nun überraschend eingeräumt, dass seine öffentlichen Aussagen über die Zukunft des Sportvorstands intern für Ärger gesorgt haben.

Am Rande des Jubiläums-Events „80 Jahre FC Bayern Basketball – never done“ blickte der Ehrenpräsident auf seine Aussagen vom Sommer zurück. Ende Juli hatte Hoeneß die Chancen auf eine Verlängerung Eberls öffentlich auf „100 Prozent“ beziffert – obwohl die entscheidende Abstimmung im Aufsichtsrat erst Ende August anstand.


Das kam innerhalb des Klubs offenbar nicht überall gut an. „Mit meinem Interview am Tegernsee, mit meinen 100 Prozent, habe ich genug Ärger gehabt – intern“, verriet Hoeneß.

Wer ihm damals konkret die Leviten gelesen hat, ließ der 74-Jährige offen. Hoeneß machte aber deutlich, dass er sich bei seiner Antwort in einer schwierigen Situation gesehen habe: „Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben. Deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera.“

Hoeneß erklärt seinen Sinneswandel bei Eberl

Besonders interessant ist der Hintergrund. Nur wenige Wochen zuvor hatte Hoeneß die Chancen auf eine Eberl-Verlängerung noch mit „60 zu 40“ beziffert und auf die Frage, ob es Zweifel an dessen Arbeit gebe, mit „Ja!“ geantwortet.

Eberl reagierte damals durchaus verärgert: „Das Fell ist dick geworden, aber an einem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt. Ob man Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht.“

Später sprachen sich beide aus. Und offenbar gelang es Eberl in den folgenden Monaten auch sportlich und intern, seine Kritiker endgültig zu überzeugen.

Hoeneß erklärte nun, was sich aus seiner Sicht verändert hat: „Ich finde, dass Max im letzten halben Jahr innerhalb des Vereins sich mehr geöffnet hat. Wir alle, Karl-Heinz und ich, aber auch Herbert Hainer sind von ihm viel besser informiert worden über alles, als es vorher der Fall war. Er hatte davor so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt und das hat uns nicht gefallen. Das hat er aber grundlegend geändert!“

„Da ist gute Arbeit geleistet worden“

Max Eberl
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Neben der internen Kommunikation überzeugte Eberl Hoeneß offenbar vor allem mit seiner Arbeit auf dem Transfermarkt. Der Ehrenpräsident lobte, dass der Sportvorstand die strategischen Vorgaben des Klubs umgesetzt habe.

„Vor allem, wenn man die Transferperiode sieht: Unseren Vorschlag, möglichst früh die Spieler zu verpflichten, weil sie nach der WM möglicherweise teurer sind, hat er auch zu 100 Prozent umgesetzt. Das Budget, das wir gegeben hatten, wir wollten ja bis zu circa 50 Mio. Euro investieren, das ist unterschritten worden. Ich denke, dass wir nur 30 Mio. investieren, weil durch Verkäufe fast 70 Mio. reingekommen sind. Also da ist gute Arbeit geleistet worden.“

Am Ende stand die Verlängerung von Eberls Vertrag bis 2029. Interessant sind Hoeneß‘ Aussagen auch deshalb, weil Präsident Herbert Hainer zuletzt der Darstellung eines langen internen Hin und Her rund um die Personalie deutlich widersprochen hatte.

Hoeneß bestätigt nun zumindest, dass seine öffentlichen Prozent-Aussagen innerhalb des Vereins durchaus für Ärger gesorgt haben. Gleichzeitig macht er deutlich, warum Eberl letztlich die volle Rückendeckung erhielt: Der Sportvorstand änderte aus Sicht des Ehrenpräsidenten seine interne Arbeitsweise und überzeugte mit seiner Transferpolitik.

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