Kane enthüllt: Dieser Trainer hat ihn zum „Spielmacher“ gemacht

Foto: IMAGO

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

Harry Kane ist beim FC Bayern längst viel mehr als ein klassischer Mittelstürmer. Der Engländer erzielt nicht nur Tore, sondern lässt sich regelmäßig weit ins Mittelfeld zurückfallen, verteilt Bälle und setzt seine Mitspieler mit präzisen Pässen in Szene. Eine Spielweise, die teilweise an einen Quarterback erinnert – und deren Entwicklung José Mourinho bei Tottenham entscheidend förderte.

Im Interview mit der spanischen Marca sprach Kane ausführlich über seinen ehemaligen Trainer. Mourinho betreute Tottenham zwischen 2019 und 2021 und gab seinem damaligen Torjäger außergewöhnlich viele Freiheiten.


Kane durfte sich aus dem Sturmzentrum lösen, tief entgegenkommen und stärker am Spielaufbau beteiligen. Genau diese Rolle gehört heute zu den großen Stärken des Bayern-Stars.

„Ich schätze José sehr. Wir hatten bei Tottenham ein wirklich gutes Verhältnis. Es endete nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten. Auch für mich war es schwer. Aber ja, ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihm. Während seiner Zeit bei Tottenham habe ich dort einige meiner besten Spiele bestritten. Ich habe im selben Jahr den Goldenen Schuh und auch die Auszeichnung für die meisten Vorlagen gewonnen. Er hat mir viel Freiheit gelassen, ich selbst zu sein, zu spielen und mich tief fallen zu lassen, um den Ball zu erhalten.“

Laut Kane ist Mourinho ein absoluter Top-Trainer, auch abseits von seiner fußballerischen Kompetenz: „Ich denke, als Mensch ist er jemand, der jedes Detail des Spiels versteht, sei es mit dem Ball, ohne den Ball, taktisch, im Umgang mit dem Schiedsrichter … was auch immer es ist, er versteht jede Situation. Ich habe großen Respekt vor ihm.“

Mourinho erkannte Kanes Spielmacher-Qualitäten

Besonders interessant ist Kanes Rückblick auf die taktischen Freiheiten. Mourinho beschränkte ihn nicht auf die Rolle des Strafraumstürmers. Stattdessen durfte Kane selbst entscheiden, wann er sich fallen ließ und am Aufbau beteiligte.

Das Ergebnis war eine außergewöhnliche Kombination aus Torjäger und Vorbereiter. Kane verweist selbst darauf, dass er in einer Saison sowohl den Goldenen Schuh als bester Torschütze als auch die Auszeichnung für die meisten Vorlagen gewann.

Seine Spielweise entwickelte sich dadurch weiter. Wenn Kane heute aus dem Sturmzentrum zurückfällt, bindet er Innenverteidiger vor eine Entscheidung: Folgen sie ihm, entstehen Räume hinter der Abwehr. Bleiben sie zurück, kann der Engländer zwischen den Linien den Ball aufnehmen und selbst zum Spielmacher werden.

Genau diese Qualitäten zeigt Kane inzwischen regelmäßig beim FC Bayern.

Auch bei Bayern ist Kane der „Quarterback“

Harry Kane
Foto: IMAGO

Unter Vincent Kompany ist Kane zwar weiterhin der zentrale Torjäger, seine Aufgaben gehen aber deutlich darüber hinaus. Der Engländer lässt sich immer wieder ins Mittelfeld fallen und sucht von dort mit langen Pässen oder direkten Zuspielen die Läufe seiner Mitspieler.

Davon profitieren insbesondere schnelle Offensivspieler wie Michael Olise oder Luis Díaz. Kane kann Angriffe einleiten und wenige Sekunden später selbst wieder im Strafraum auftauchen.

Mourinho hat diese Fähigkeiten nicht erfunden – Kane verfügte schon zuvor über außergewöhnliche technische und spielerische Qualitäten. Der Portugiese gab ihm bei Tottenham aber bewusst den Raum, sie stärker einzusetzen.

Kane blickt deshalb mit großer Wertschätzung auf die gemeinsame Zeit zurück. Sportlich endete Mourinhos Engagement bei Tottenham zwar nicht wie erhofft. Für die Entwicklung des heutigen Kane war diese Phase aber prägend.

Der FC Bayern profitiert davon bis heute: München verpflichtete nicht nur einen Weltklasse-Torjäger, sondern gleichzeitig einen Stürmer, der Angriffe wie ein Spielmacher beziehungsweise Quarterback dirigieren kann.

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen
Teile diesen Artikel