Transfer-Gipfel! Bayern planen bereits die nächsten Deals

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Das Sommer-Transferfenster ist gerade einmal etwas mehr als einen Monat geschlossen, beim FC Bayern laufen hinter den Kulissen aber längst die Planungen für die kommenden Wechselperioden. Wie die Abendzeitung München berichtet, war der deutsche Rekordmeister nun mit mehreren Vertretern bei einem Transfer-Gipfel in Unterföhring vertreten.

Besonders interessant: Mit Bastian Wernscheid nahm auch die rechte Hand von Sportvorstand Max Eberl an der Veranstaltung teil. Der 36-Jährige arbeitet beim FC Bayern weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit, ist bei Transferangelegenheiten aber offenbar eng eingebunden.


Organisiert wurde das Treffen von TransferRoom. Die Plattform bringt weltweit Klubs und Berater zusammen und veranstaltet regelmäßig Netzwerk-Events, bei denen mögliche Transfers, Leihgeschäfte und andere Personalien besprochen werden.

Eberls Vertrauter führt Transfergespräche im Hintergrund

Wernscheid arbeitete zwischen 2021 und 2023 zunächst im Teammanagement der Bayern und stieg anschließend zum Assistenten der Geschäftsführung auf. Mittlerweile gehört auch der Austausch mit Beratern und anderen Vereinen zu seinen Aufgaben.

Nach Informationen der Abendzeitung München gilt Wernscheid innerhalb der Branche als gut vernetzter Strippenzieher. Beim Treffen in Unterföhring nutzte er die Gelegenheit, um sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Kontaktdaten wurden weitergegeben und mögliche Folgegespräche vereinbart.

Bastian Wernscheid
Foto: IMAGO

Dabei muss es aus Bayern-Sicht keineswegs ausschließlich um potenzielle Neuzugänge gegangen sein. Gerade für europäische Topklubs spielt bei solchen Veranstaltungen auch die Suche nach Abnehmern für eigene Spieler eine wichtige Rolle.

„Bei den großen Vereinen liegt der Fokus oft deutlich stärker auf den Abgängen als auf der Rekrutierung“, erklärte TransferRoom-Vertreter Tom Seeger gegenüber der AZ.

Dass dieses Thema für die Bayern relevant ist, zeigte bereits der vergangene Transfersommer. Karl-Heinz Rummenigge hatte zuletzt verraten, dass die Münchner João Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza und Alexander Nübel eigentlich verkaufen wollten. „Zusammen hatten wir ein Paket erwartet, das zwischen 60 und 70 Millionen Euro bringen sollte. Am Ende hat es 20 Millionen gebracht“, erklärte Rummenigge. Gerade für Boey fand Bayern keinen passenden Abnehmer.

Bayern könnte bereits Wintermarkt sondieren

Mit mehr als 800 angeschlossenen Vereinen aus über 140 Ligen ermöglicht TransferRoom den Münchnern, ihr internationales Netzwerk weiter auszubauen. Neben Verkäufen könnten dabei auch mögliche Leihstationen für Bayern-Talente eine Rolle gespielt haben.

Konkrete Rückschlüsse auf einzelne Transferziele lassen sich aus der Teilnahme am Gipfel allerdings nicht ziehen. Interessant ist dennoch, dass der Markt bereits mit Blick auf das Winterfenster analysiert wird.

Laut den Daten von TransferRoom könnten im Winter vor allem Innenverteidiger, Linksverteidiger und Flügelspieler besonders gefragt sein. Gerade zwei dieser Positionen sind auch aus Bayern-Sicht interessant: In der Innenverteidigung könnte sich abhängig von möglichen Abgängen Handlungsbedarf ergeben, zudem gilt die Besetzung auf dem linken Flügel als eine Position, die die Verantwortlichen beobachten.

Dass die Bayern frühzeitig Kontakte knüpfen, passt zur grundsätzlichen Vorgehensweise. Nach der Transferperiode ist auch an der Säbener Straße vor der Transferperiode – und Eberls engster Kreis sondiert den Markt offenbar bereits intensiv.

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