Tom Bischof gehört beim DFB-Team zu den Gewinnern der ersten Wochen unter Jürgen Klopp. Lothar Matthäus sieht für den Bayern-Youngster aber noch ein entscheidendes Hindernis.
Tom Bischof hat sich bei der deutschen Nationalmannschaft in den vergangenen Wochen deutlich in den Vordergrund gespielt. Unter Jürgen Klopp bekam der 21-Jährige seine Chancen – und wusste sie zu nutzen. Besonders beim 2:0-Erfolg gegen Serbien setzte der Mittelfeldspieler des FC Bayern mit seinem Treffer zum 1:0 ein Ausrufezeichen.
Auch Lothar Matthäus hat die Entwicklung des Youngsters genau verfolgt. Für den Rekordnationalspieler zählt Bischof zu den positiven Überraschungen der ersten Länderspielphase unter Klopp. Der Bayern-Profi hat sich damit eine gute Ausgangsposition im Kampf um weitere Nominierungen erarbeitet.
Ganz frei ist der Weg in Richtung Stammplatz allerdings nicht. Im zentralen Mittelfeld herrscht beim DFB enorme Konkurrenz. Auf der Achterposition sieht Matthäus aktuell vor allem Felix Nmecha als Maßstab für Bischof.
Entscheidend wird deshalb sein, ob der 21-Jährige seine Entwicklung auch beim FC Bayern fortsetzen kann. Genau dort sieht Matthäus aktuell noch das größte Problem.
Bischof muss sich auch bei Bayern durchsetzen
In seiner Analyse für die Sport BILD schreibt Matthäus über den Konkurrenzkampf im Mittelfeld: „Vor Kimmich rechts ist der Dortmunder Felix Nmecha der Spieler, den es für Tom Bischof herauszufordern gilt.“
Die Voraussetzung dafür ist aus Sicht von Matthäus klar. Bischof muss sich zunächst auch auf Vereinsebene einen höheren Stellenwert erarbeiten: „Der Bayer hat das Problem, dass er in seinem Klub nicht gesetzt ist. Überzeugt er Kompany, kann er auch Klopp überzeugen.“

Damit richtet sich der Blick nach der Länderspielphase wieder nach München. Beim FC Bayern muss sich Bischof in einem hochkarätig besetzten Mittelfeld behaupten. Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic besitzen dort einen hohen Stellenwert, entsprechend umkämpft sind die Plätze im Zentrum.
Dass Bischof dennoch bereits eine wichtige Rolle in den Zukunftsplanungen spielen kann, hat er in den vergangenen Wochen gezeigt. Seine technischen Fähigkeiten, seine Ruhe am Ball und seine Torgefahr machen ihn zu einer interessanten Option für Klopp. Matthäus zieht deshalb trotz der noch offenen Situation beim FC Bayern ein positives Zwischenfazit: „Bischof gehört zu den Gewinnern der ersten Klopp-Wochen.“

