Worst-Case-Szenario: Bayern droht Ablöse-Flop

Sebastian Mittag
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Der FC Bayern will Leonard Prescott unbedingt halten. Doch die Vertragsgespräche mit dem Torwarttalent sind schwierig – und die Zeit läuft gegen die Münchner.

Beim FC Bayern droht im Nachwuchsbereich ein heikler Vertragsfall. Leonard Prescott gilt als eines der größten Torwarttalente am Campus, sein Vertrag läuft allerdings bereits 2027 aus. Die Münchner wollen verhindern, dass der 17-Jährige den Klub im kommenden Sommer ohne Ablöse verlässt.


Nach Informationen von Sky laufen derzeit Gespräche über eine Verlängerung. Einfach gestalten sich diese offenbar nicht. Der zentrale Knackpunkt ist Prescotts sportliche Perspektive beim FC Bayern.

Im Münchner Tor ist die langfristige Rollenverteilung grundsätzlich vorgezeichnet. Jonas Urbig wird als Nachfolger von Manuel Neuer aufgebaut und soll nach dessen Karriereende die Nummer eins übernehmen. Genau das macht es für Bayern schwierig, Prescott einen klaren Weg in Richtung Stammplatz aufzuzeigen.

Dabei hatte der Rekordmeister bereits im Frühjahr versucht, das Talent langfristig zu binden. Schon damals berichtete Sky vom Wunsch der Bayern, den bis 2027 laufenden Vertrag möglichst frühzeitig zu verlängern. Gleichzeitig gab es konkretes Interesse von Chelsea und Juventus.

Prescott hat offenbar zahlreiche Optionen

Die Ausgangslage hat sich seitdem für Bayern nicht unbedingt verbessert. Laut Sky beschäftigen sich inzwischen mehrere Vereine aus dem In- und Ausland mit Prescott. Der Keeper kann sich damit Zeit lassen und genau abwägen, wo er die beste sportliche Perspektive sieht.

Für die Münchner wäre ein ablösefreier Abschied besonders bitter. Prescott gehört zu den Talenten, denen intern eine große Zukunft zugetraut wird. Im vergangenen Frühjahr rückte er wegen mehrerer Ausfälle sogar in den Champions-League-Kader der Profis auf. Schon damals war das internationale Interesse an ihm ein Thema.

Seit Juni wird seine Entwicklung allerdings von einer Meniskusverletzung gebremst. Der FC Bayern bestätigte damals eine monatelange Pause. Aktuell arbeitet der deutsche U17-Nationalspieler an seinem Comeback.

Auch die langfristige Torwartplanung verschärft das Problem. Urbig ist beim FC Bayern fest als künftige Nummer eins vorgesehen. Hinter ihm suchen die Verantwortlichen perspektivisch eher nach einer erfahrenen Nummer zwei, während Prescott zunächst als Entwicklungsspieler aufgebaut werden müsste.

Leonard Prescott
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Genau hier liegt das Dilemma: Bayern möchte eines seiner größten Torwarttalente nicht verlieren, kann ihm derzeit aber kaum versprechen, wann sich eine realistische Chance auf den Stammplatz ergibt.

Bis zum Vertragsende 2027 bleibt zwar noch Zeit. Sollte jedoch keine Verlängerung gelingen, könnte Prescott bereits im kommenden Sommer zu einem Kandidaten für einen Verkauf werden. Andernfalls droht dem FC Bayern ein Jahr später der Worst Case: Der Klub verliert ein international begehrtes Eigengewächs ohne Ablöse.

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