Bayern gegen 1860: Polizei rechnet mit Fan-Krawallen beim Stadtderby

Foto: IMAGO

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Am kommenden Sonntag steht in München ein besonderes Fußballspiel auf dem Programm. Die zweite Mannschaft des FC Bayern trifft im ausverkauften Grünwalder Stadion auf den TSV 1860 München. Das traditionsreiche Stadtderby elektrisiert die Fans beider Vereine. Gleichzeitig bereiten sich die Sicherheitsbehörden auf einen Großeinsatz vor. Die Polizei stuft das Duell als Hochrisikospiel ein.

Wie die Abendzeitung München berichtet, werden rund um das Stadion in Giesing umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Mehr als 300 Polizeibeamte sollen im Einsatz sein, um mögliche Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fanlagern zu verhindern.


Neben regulären Einsatzkräften werden auch das Unterstützungskommando (USK) und die Reiterstaffel vor Ort sein.

Polizei rechnet mit angespannten Fan-Situationen

Die Verantwortlichen erwarten, dass sowohl Bayern- als auch Löwen-Ultras das Derby nutzen könnten, um ihre Präsenz zu demonstrieren.

Besonders die Anreise der Fans steht deshalb im Fokus der Sicherheitsbehörden.

Nach Einschätzung der Polizei könnten größere Bayern-Fangruppen von der U-Bahn-Station am Wettersteinplatz gemeinsam zum Grünwalder Stadion ziehen. Dabei wird auch mit dem Einsatz von Pyrotechnik und Rauchfackeln gerechnet.

Um mögliche Konfrontationen zu verhindern, sollen die Anhänger beider Vereine möglichst früh voneinander getrennt werden.

Polizeisprecher Damian Kania bestätigte gegenüber der AZ, dass mehr als 300 Beamte bereitstehen werden. Die genaue Einsatzstärke wird aus taktischen Gründen nicht bekannt gegeben.

In der Vergangenheit waren bei vergleichbaren Stadtderbys teilweise sogar mehr als 1.000 Polizeikräfte im Einsatz.

Strenge Sicherheitsmaßnahmen rund um das Grünwalder Stadion

Auch das Kreisverwaltungsreferat hat zusätzliche Vorkehrungen getroffen.

Unter anderem sollen Halteverbotszonen und zusätzliche Busparkplätze am Wettersteinplatz dafür sorgen, dass die Anreise der verschiedenen Fangruppen möglichst kontrolliert abläuft.

Im Stadion selbst wird zudem ausschließlich Leichtbier mit reduziertem Alkoholgehalt ausgeschenkt.

Rund um die Spielstätte gelten außerdem Verbote für Waffen, Feuerwerkskörper und Glasflaschen. Auch das Vermummen ist untersagt. Menschenfeindliche Parolen und Fangesänge sind ebenfalls verboten.

Für die Münchner Polizei bedeutet das Derby ein besonders intensives Fußballwochenende.

Bereits am Samstagabend empfängt die erste Mannschaft des FC Bayern RB Leipzig zum Bundesliga-Topspiel in der Allianz Arena.

Nur einen Tag später folgt dann das traditionsreiche Stadtduell in Giesing.

Auch wenn es sich auf Bayern-Seite lediglich um die zweite Mannschaft handelt, ist die Rivalität zwischen beiden Vereinen weiterhin groß.

Entsprechend angespannt dürfte die Atmosphäre rund um das Grünwalder Stadion werden. Die Polizei will mit ihrer starken Präsenz sicherstellen, dass das Derby möglichst friedlich über die Bühne geht.

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