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„Das halte ich für Unsinn“: Bayern-Boss wehrt sich gegen BVB-Vorwürfe

Von Sebastian Mittag · · 2 Min Lesezeit

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Jan-Christian Dreesen weist einen alten Vorwurf gegen den FC Bayern deutlich zurück. Dabei geht es um die Transfers mehrerer früherer BVB-Stars.

Der FC Bayern hat Borussia Dortmund über Jahre hinweg gleich mehrere Leistungsträger abgeworben. Mario Götze, Robert Lewandowski und Mats Hummels wechselten allesamt vom BVB nach München. Bis heute hält sich deshalb der Vorwurf, die Bayern hätten ihren damaligen größten Konkurrenten auf dem Transfermarkt gezielt geschwächt.

Jan-Christian Dreesen weist diese Darstellung nun deutlich zurück. Im Interview mit der Sport BILD wurde der Vorstandschef des FC Bayern genau auf diesen Vorwurf angesprochen. Seine Antwort fiel unmissverständlich aus: „Das halte ich für Unsinn.“

Dreesen begründet seine Haltung damit, dass der FC Bayern grundsätzlich nach den bestmöglichen Spielern für den eigenen Kader suche. „Wir sind immer auf der Suche nach den besten Spielern für unsere Mannschaft“, erklärte der 59-Jährige.

Gerade bei Robert Lewandowski sieht der Bayern-Boss die damalige Entscheidung im Rückblick bestätigt. Der Pole wechselte 2014 ablösefrei aus Dortmund nach München und entwickelte sich dort zu einem der erfolgreichsten Stürmer der Vereinsgeschichte.

Dreesen verweist auf Lewandowski und Hummels

„Gerade das Beispiel Lewandowski und der Erfolg, den er mit uns in den Folgejahren hatte, zeigt, dass wir den perfekten Stürmer für uns geholt haben“, sagte Dreesen. Auch bei Mats Hummels habe es aus Sicht des FC Bayern einen zusätzlichen Bezug gegeben: Der Innenverteidiger hatte bereits in der Jugend und zu Beginn seiner Profikarriere für die Münchner gespielt.

Dreesen verweist zudem darauf, dass längst nicht jeder interessante Dortmunder Spieler beim FC Bayern landete. Als Beispiele nennt er Erling Haaland, Jude Bellingham und Jadon Sancho. Alle drei seien für die Münchner durchaus interessant gewesen, wechselten später aber entweder in die Premier League oder zu Real Madrid.

Damit widerspricht Dreesen der Vorstellung, der FC Bayern habe systematisch versucht, Borussia Dortmund sportlich zu schwächen. Aus seiner Sicht standen bei den Transfers vielmehr die eigenen sportlichen Interessen im Vordergrund.

Zwischen beiden Vereinen herrscht dennoch seit Jahren eine besondere Rivalität. Dreesen betonte im selben Interview allerdings auch den gegenseitigen Respekt und die gemeinsame Bedeutung für den deutschen Fußball. Auf dem Platz bleibe man Konkurrent, international seien Bayern und Dortmund zugleich wichtige Zugpferde der Bundesliga.

Die alten Transfers sorgen trotzdem bis heute für Diskussionen. Dreesen lässt an der Sichtweise des FC Bayern nun keinen Zweifel: Die Münchner wollten damals die eigene Mannschaft verbessern – und nicht in erster Linie den BVB schwächen.

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