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IMAGO / DeFodi Images

250 Millionen Euro für Bayern! Warum der Viessmann-Deal für Zündstoff sorgt

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Der FC Bayern hat einen weiteren Millionen-Deal abgeschlossen. Durch den Verkauf von fünf Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG an die Viessmann Generations Group fließen dem deutschen Rekordmeister rund 250 Millionen Euro zu. Wirtschaftlich ist das ein bemerkenswertes Geschäft. Bei Teilen der eigenen Anhängerschaft sorgt die Entscheidung allerdings für erheblichen Unmut.

Der Grund: Mit dem Verkauf schöpfen die Münchner die laut Vereinssatzung zulässige Beteiligung externer Investoren von 30 Prozent vollständig aus. Weitere Anteilsverkäufe wären damit nicht mehr ohne eine entsprechende Satzungsänderung möglich.

Besonders kritisch sehen einige Fans den Zeitpunkt des Geschäfts. Schließlich steht der FC Bayern wirtschaftlich hervorragend da. Zuletzt meldete der Rekordmeister einen Umsatz von 978 Millionen Euro und einen Gewinn von 27,1 Millionen Euro.

Bayern-Fans kritisieren Anteilsverkauf

Bereits beim Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart Ende August hatte die Südkurve mit einem kritischen Banner auf die Pläne reagiert.

„978 Mio. € Umsatz und 27,1 Mio. € Reingewinn. 5% Anteilsverkauf nur für schwierige Zeiten?“, war damals zu lesen.

Hintergrund ist eine Diskussion aus dem Jahr 2021. Damals hatte Bayern-Mitglied Michael Ott auf der Jahreshauptversammlung beantragt, dass künftige Anteilsverkäufe die Zustimmung der Mitglieder benötigen sollten.

Der Antrag scheiterte knapp an der erforderlichen Dreiviertelmehrheit.

Präsident Herbert Hainer hatte seinerzeit dafür geworben, den Verantwortlichen die notwendige Handlungsfreiheit zu erhalten, um insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten reagieren zu können.

Dass der Verein nun trotz seiner starken finanziellen Situation die verbliebenen fünf Prozent verkauft, stößt bei Ott auf deutliche Kritik. Der Rechtsanwalt bezeichnete den Deal bereits im Vorfeld als „Schlag ins Gesicht aller Mitglieder“.

Besonders die damaligen Aussagen von Hainer sorgen bei ihm für Unverständnis. Ott wirft den Verantwortlichen vor, die Anteile jetzt „ohne jede Not“ zu verkaufen. „Wie wenig kann man zu seinem Wort stehen?“, kritisierte das Bayern-Mitglied.

Hainer verteidigt den 250-Millionen-Euro-Deal

Herbert Hainer
IMAGO / Sven Simon

Die Vereinsführung sieht die Entscheidung hingegen als strategisch sinnvollen Schritt zur langfristigen finanziellen Absicherung.

Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung verteidigte Hainer den Verkauf. „Es gibt einen Spruch: ‚Spare in der Zeit, dann hast du in der Not‘. Wir haben jetzt den richtigen Partner gefunden, der uns für die Anteile auch noch einen sehr vernünftigen Betrag gibt“, erklärte der Bayern-Präsident.

Die rund 250 Millionen Euro sollen zunächst als finanzielle Rücklage dienen. „Diesen Betrag legen wir auf die Seite“, betonte Hainer. Gleichzeitig schloss er nicht aus, dass das Geld künftig auch für Investitionen eingesetzt wird.

Der Bayern-Boss verwies zudem darauf, dass der Anteilsverkauf mit den geltenden Vereinsregeln vereinbar sei. „Unser Vorgehen entspricht der Satzung. Daran halten wir uns, und wir sind überzeugt, dass dies auf eine breite Akzeptanz trifft“, erklärte Hainer.

Ob diese Einschätzung tatsächlich von allen Mitgliedern geteilt wird, dürfte sich schon bald zeigen.

Am 21. November steht die nächste Jahreshauptversammlung des FC Bayern an. Dort könnte der 250-Millionen-Euro-Deal erneut für kontroverse Diskussionen zwischen Mitgliedern und Vereinsführung sorgen.

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