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Welche Lehren ziehen die Bayern aus dem Leipzig-Spiel?

Welche Lehren ziehen die Bayern aus dem Leipzig-Spiel?
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Das 1:1-Unentschieden im Spitzenspiel gegen RB Leipzig fühlt sich wie eine Niederlage für den FC Bayern an. Welche Lehren können Niko Kovac und sein Team für die Zukunft aus dem Spiel ziehen?

Die Stimmung nach dem 1:1-Unentschieden gegen RB Leipzig ist gemischt beim FC Bayern. Der Punkt fühlt sich wie eine Niederlage an, vor allem weil mehr drin gewesen wäre für die Münchner. Grund zum verzweifeln gibt es jedoch nicht, wenn Niko Kovac und sein Team die richtigen Schlüsse aus dem Spiel ziehen.

1. Die Flexibilität im Kader

Fangen wir mit dem Positiven an: Der FC Bayern hat durch die Neuzugänge im Sommer an Flexibilität gewonnen, vor allem in der Defensive. Der kurzfristige Ausfall von David Alaba auf der linken Abwehrseite zwang Niko Kovac dazu seine Viererkette gegen Leipzig umzubauen. In der Vorsaison wäre dies, vor allem auf den Außenpositionen, noch ein echtes Wagnis geworden.

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Durch Lucas Hernandez und Benjamin Pavard hat der FCB nun deutlich mehr Optionen. Während Pavard für Joshua Kimmich erneut hinten rechts ran musste, lief Hernandez als Alaba-Ersatz auf links auf. In der Innenverteidigung kam Jerome Boateng zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz in der neuen Saison. Jener Boateng, der noch vor wenigen Wochen kurz davor stand die Bayern zu verlassen. Der Weltmeister von 2014 zeigte eine unaufgeregte Leistung, hat jedoch bewiesen, dass er durchaus in der Lage ist als Backup einzuspringen wenn Not am Mann ist.

2. Die Chancenverwertung

Die Münchner sind mit einer 100%igen Chancenverwertung in das Spiel gestartet. Der erste bayerische Angriff endete direkt in der frühen Führung durch Robert Lewandowski. Nach dem Führungstreffer verschwand die Effizienz in der Offensive (plötzlich). Der FCB agierte dominant und erspielte sich weitere Gelegenheit, verpasste es jedoch den „Sack zu zu machen“.

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Genau dieser Umstand dürfte Niko Kovac und seine Spieler am meistern ärgern. Vor allem in Spitzenspielen gegen Teams auf Augenhöhe kommt es darauf an die Tore im richtigen Moment zu erzielen. Ein zweiter Treffer in der ersten Hälfte hätte der Mannschaft mehr Sicherheit gegeben und wäre unter Umständen bereits die Vorentscheidung im Spiel gewesen.

3. Fehler werden eiskalt bestraft

RB-Coach Julian Nagelsmann brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Nach der ersten Halbzeit fühlt sich das für uns wie ein Sieg an.“ Die Gastgeber liefen in den ersten 45 Minuten dem Ball nur hinterher. Der Foulelfmeter von Lucas Hernandez war ein Geschenk, welches RB dankend annahm. Besonders bitter, der Ausgleich fiel quasi mit dem Halbzeitpfiff. Ein Moment in dem der eine oder andere FCB-Akteur gedanklich sicher schon in der Kabine war.

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Für nahezu alle Teams in der Bundesliga ist das Heimspiel gegen den FC Bayern das Highlight des Jahres. Die Motivation etwas zählbares gegen den deutschen Rekordmeister mitzunehmen ist besonders groß. Niko Kovac muss es schaffen die Fehleranfälligkeit seiner Mannschaft zu reduzieren. Gegen Mainz fand man zurück ins Spiel, gegen Leipzig und Berlin hat man jeweils 2 Punkte liegen gelassen und das obwohl man in beiden Spielen die (objektiv) bessere Mannschaft war.

4. Die Meisterschaft wird kein Selbstläufer

Auch wenn erst vier Spieltage in der neuen Bundesliga Saison absolviert wurden und es sicherlich noch zu früh ist um ein Zwischenfazit zu ziehen, ist dennoch eines klar geworden: Die Meisterschaft wird alles andere als ein Selbstläufer. Das Fotofinish aus der Vorsaison im Zweikampf gegen den BVB war bereits ein erster Indikator, die Bayern werden für ihre achte Meisterschaft in Folge hart arbeiten müssen.