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Coutinho: FC Bayern „fühlt sich wie eine Familie an“

Coutinho und Robert Lewandowski
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Mit seinem verwandelten Elfmeter reiht sich Philippe Coutinho in einen elitären Kreis ein. Denn nun hat der Brasilianer wie nur wenige andere Profis in den vier großen Ligen – der italienischen Serie A, der englischen Premier League, der spanischen La Liga und nun der deutschen Bundesliga – getroffen. Seinem Premierentreffer ließ er nun sein erstes großes Interview auf bundesliga.com folgen.

Gegen den 1. FC Köln zeigte Coutinho wie schnell er sich in der Bayern-Mannschaft zurechtgefunden hat. Nicht nur erzielte er seinen ersten Treffer per Elfmeter (sogar zwei Mal, da beim ersten verwandelten Strafstoß seine Teamkollegen zu früh in den Sechzehner gestartet waren), sondern er war auch die zentrale, spielbestimmende Figur auf dem Platz. Doch auch neben dem grünen Viereck wurde Coutinho hervorragend aufgenommen und integriert, wie er betont. „Thiago hat mir viel mit der Sprache geholfen, jeden Tag, auf und neben dem Platz. Jeder hat uns sehr freundlich aufgenommen – die Leute im Verein, die Fans, die Spieler und die Mitarbeiter. Jeder hat uns ein warmes Willkommen beschert. Das war genau die gleiche Erfahrung für Ivan [Perisic] und Mica [Cuisance]. Wir fühlen uns sehr willkommen hier. Das lässt uns wiederum sehr gut ankommen. Ich glaube, dass ist ein Grundprizip dieses Klubs. Er fühlt sich wie eine Familie an“, spricht Coutinho das besondere Gefühl beim FC Bayern an.

Lewandowskis besondere Geste für Coutinho

Das man sich abseits des Platzes als Teamkameraden darum kümmert, einen vielversprechenden Neuzugang gut zu integrieren, ist das eine. Etwas ganz anderes ist aber, wie Robert Lewandowski gegen den 1. FC Köln Philippe Coutinho in München integrierte. Denn der torhungrige Stürmer überließ Coutinho einen Strafstoß, obwohl er selbst der eigentlich ausgewählte Schütze gewesen wäre. Dieses Geschenk weiß Coutinho mehr als zu schätzen. „Es war auf jeden Fall eine große Geste. Lewy hatte die Chance auf einen Hattrick. Jeder weiß, wie speziell es ist, einen Hattrick zu erzielen. Er hatte die Gelegenheit dazu und ist auch noch der designierte Elfmeterschütze, aber er gab mir die Möglichkeit, mein erstes Tor vor unseren Fans zu erzielen. Es war auf jeden Fall ein sehr besonderer Moment und ich konnte das Tor machen – ich war sehr glücklich und dankbar.“

Somit erzielte Coutinho nach Toren für Inter Mailand in Italien, den FC Liverpool in England und den FC Barcelona in Spanien auch in Deutschland für seinen vierten großen Verein in den vier europäischen Top-Ligen einen Treffer. Ein Kunststück, das nur den wenigsten Profis vergönnt war. Was der brasilianische Spielmacher allerdings noch nirgendwo sonst kennenlernen durfte, waren die traditionellen Lederhosen für den Oktoberfest-Ausflug des FC Bayern. „Ich mochte sie, ich glaube, die standen mir gut“, meint Coutinho über die Lederhosen. „Es war cool und meiner Frau gefielen sie auch. Es ist ein sehr traditionelles Fest hier, darum bin ich glücklich, hier zu sein, ein Teil der Stadt zu sein und ein Teil der Feste dieses Landes zu sein. Ich glaube, jeder der kommt und daran teilhat, genießt es am Ende des Tages.“