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Kai Havertz statt Christian Eriksen? FCB nimmt deutschen Nationalspieler ins Visier

Kai Havertz
Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Seit einigen Tagen wird dem FC Bayern immer wieder mit Christian Eriksen von den Tottenham Hotspur in Verbindung gebracht. Laut der Sport BILD beschäftigen sich die Münchner überhaupt nicht mit dem 27-jährigen Dänen. Dafür steht aber nach wie vor Leverkusen-Profi und DFB-Nationalspieler Kai Havertz ganz weit oben auf dem Wunschzettel des FCB.

In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Meldungen über einen möglichen Wechsel von Christian Eriksen von den Tottenham Hotspur zum FC Bayern. Englischen Medienberichten zufolge soll der Däne durchaus gesprächsbereit sein diesbezüglich. Das Problem ist nur, die Bayern haben überhaupt kein Interesse an dem Offensivspieler. Nach Informationen der Sport BILD spielt Eriksen keine Rolle in der Planungen von Hasan Salihamidzic & Co., das Objekt der Begierde heißt nach wie vor Kai Havertz.

Bayern, BVB oder Ausland? Kai Havertz hat die Qual der Wahl?

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Der 20-jährige Offensivspieler von Bayer Leverkusen hat in den vergangenen knapp 2,5 einen kometenhaften Aufstieg hingelegt. In der abgelaufenen Saison hat er in 34 Ligaspielen 17 Tore vorbereitet und 4 weitere erzielt. Zudem schaffte Havertz den Sprung ins DFB-Team von Bundestrainer Joachim Löw. Nicht nur die Verantwortlichen in Leverkusen sind sich einig, Havertz ist zweifelsfrei eines der vielversprechendsten Talente im deutschen Fussball.

Vertraglich ist der gebürtige Aachener noch bis 2022 an Leverkusen gebunden, ob er jedoch tatsächlich so lange für die Rheinländer spielen wird ist offen. Bayer-Coach Peter Bosz deutete vor kurzem an, dass Havertz alleine darüber entscheidet wo er in Zukunft spielen wird: „Natürlich würde ich ihn gerne behalten. Kai ist erst 20 Jahre alt und hat noch Luft nach oben. Da kann ich ihm helfen. Es ist aber so: Am Ende muss der Spieler selbst spüren, wann er bereit ist für den nächsten Schritt. Das kann niemand für ihn entscheiden, sondern nur er selbst.“

An Interessenten soll es Beichten zufolge nicht mangeln. Aus der Bundesliga machen sich Borussia Dortmund und der FC Bayern Hoffnungen. Aber halb Europa jagt Havertz, allen voran Juventus Turin und Manchester United wird ein ernsthaftes Interesse nachgesagt.

Die Verantwortlichen in Leverkusen sind sich dessen bewusst, dass sie Havertz nicht gegen seinen Willen halten können. Sollte ein attraktives Angebot eintreffen, wird man dem Jungnationalspieler keine Steine in den Weg legen. Sein aktueller Marktwert liegt laut transfermarkt.de aktuell bei 90 Millionen Euro. In diesem Bereich dürfte auch die Ablösesumme liegen, auf die Leverkusen bei einem Verkauf hofft. Ein Transfer im Winter ist jedoch keine Option für den Bundesligisten, Bayer wäre frühestens kommenden Sommer gesprächsbereit.

Welche Chancen hat Bayern im Havertz-Poker?

Die Gerüchte rund um Kai Havertz und den FC Bayern gibt es bereits seit geraumer Zeit. Auch im vergangenem Sommer wurde dem deutschen Rekordmeister nachgesagt, dass man an einer Verpflichtung des offensiven Mittelfeldspielers arbeiten würde. Am Ende hat Bayer jedoch einen Wechsel von Havertz ausgeschlossen und die Münchner fanden in Philippe Coutinho eine passende Alternative.

Viele Experten und FCB-Fans stellen sich bei Havertz die Frage inwiefern dieser überhaupt zum FC Bayern passt bzw. ob die Münchner tatsächlich einen Platz für den Nationalspieler haben. Havertz spielt am liebsten hinter den Spitzen in zentraler Position, genau jene Rolle die derzeit Coutinho beim FCB inne hat. Sollte der Brasilianer kommenden Sommer fest verpflichtet werden, wäre man auf dieser Position mit Havertz doppel besetzt. Zumal auch noch Thomas Müller im offensiven Mittelfeld beheimatet ist. Eine Verpflichtung von Coutinho und Havertz scheint jedoch allein aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen eher unwahrscheinlich zu sein. Die Bayern müssten für beide mehr als 200 Millionen Euro ausgeben. Eine Summe die man durchaus stemmen kann, ob man jedoch so viel Geld für die „gleiche Position“ ausgibt ist zweifelhaft.

Auch Havertz wird sich ganz genau überlegen ob er zum FC Bayern wechselt um sich dort den immensen Konkurrenzkampf stellt oder doch lieber einen neuen Verein findet, bei dem er regelmäßig spielen kann.