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Unschöne Szenen in Piräus: Ausschreitungen beim Youth League-Spiel überschatten die CL-Reise nach Griechenland

Unschöne Szenen in Piräus: Ausschreitungen beim Youth League-Spiel überschatten die CL-Reise nach Griechenland
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die CL-Auswärtsreise des FC Bayern nach Griechenland sorgt leider nicht nur für sportliche für Schlagzeilen. Beim Youth League-Duell zwischen Piräus und der der U19 des FCB kam es am Dienstagnachmittag zu schweren Ausschreitungen. Knapp 80 vermummte Hooligans stürmten mit Motorradhelmen und Baseballschlägern auf das Feld und sorgten für eine Spielunterbrechung. Laut der Polizei wurden vier Bayern-Fans verletzt.

Neben den Profis hat auch die U19 des FC Bayern gestern einen Auswärtssieg in der UEFA Youth League in Piräus eingefahren. Das Team von Danny Schwarz und Martín Demichelis setzte sich souverän mit 4:0 durch und feierte seinen dritten Sieg in Folge. Leider musste das Spiel, kurz vor dem Ende, aufgrund von Fan-Ausschreitungen unterbrochen werden.

Olympiakos Piräus distanziert sich von den Vorfällen

Beim Spielstand von 4:0 in der 81. Minute stürmten rund 80 mit Baseballschlägern, Stöcken und Pyrofackeln bewaffnete Hooligans auf den Rendi-Sportplatz und griffen Spieler an. Auch rund 20 Bayern-Fans auf den Tribünen wurden attackiert. Erst nach knapp 20 Minuten konnte das Spiel fortgesetzt und ohne weitere Treffer letztlich zu Ende gebracht werden. Laut Polizei war von fünf Verletzten die Rede, davon vier FCB-Anhänger.

Holger Seitz, Teil der sportlichen Führung des Bayern-Nachwuchses, äußerte sich nach dem Spiel wie folgt zu den Vorfällen: „Vor vier Jahren habe ich etwas Ähnliches schon bei einem U19-Spiel in Nürnberg miterlebt. Bis man überhaupt versteht, was passiert, vergeht schon eine gewisse Zeit. Dann schaut man, dass man die umliegenden Kinder und alle Anwesenden in Sicherheit bringt. Wir mussten auch die Spieler so schnell wie möglich auf die gegenüberliegende Seite bringen.“ Trotz der unschönen Szenen gab es am Ende noch eine schöne Geste. Nach den Hooligan-Attacken spielten beide Teams das Spiel am Mittelkreis zu Ende so Seitz.

Am späten Dienstagabend verschickte Olympiakos eine offizielle Pressemitteilung und distanzierte sich von den Geschehnissen und den vermeintlichen „Anhängern“: „Olympiakos verurteilt mit Nachdruck die Invasion von Hooligans in das Rentis Training Center am heutigen Nachmittag. Diese Eindringlinge haben nichts, aber absolut gar nichts mit der Olympiakos-Familie zu tun.“ Auch Piräus-Nachwuchstrainer Dimitris Mavrogenidis betonte nach dem Spiel, dass dies keine Piräus-Fans waren: „Es ist tut mir leid. Das ist nicht Olympiakos.“

Leider sind solche Vorfälle in Griechenland nicht unüblich. Der griechische Fussballverband kämpft bereits seit Jahren gegen das Hooligan-Problem. Auch das Gastspiel des FC Bayern am Abend wurde von der UEFA als Hochrisikospiel eingestuft.