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3 Gründe warum Hansi Flick keine Dauerlösung für den FC Bayern ist

Hansi Flick
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Hansi Flick wird heute Abend gegen Olympiakos Piräus sein erstes Pflichtspiel als neuer Bayern-Cheftrainer absolvieren. Wie lange der 54-jährige auf der FCB-Trainerbank sitzen wird ist derzeit vollkommen offen. Medienberichten zufolge könnte Flick unter anderem auch zu einer Dauerlösung in München werden. Wir haben drei Gründe, warum Flick kein geeigneter Trainer-Kandidat für deutschen Rekordmeister ist.

Als Co-Trainer von Joachim Löw wurde Hansi Flick 2014 in Brasilien Weltmeister. Jetzt tritt der 54-jährige als Interimstrainer beim kriselnden FC Bayern an. Während Fans und Medien derzeit wild spekulieren wer die langfristige Nachfolge von Niko Kovac in München übernimmt, gibt es durchaus auch vereinzelte Stimmen, die Flick diese Rolle zutrauen. Hierzu zählt unter anderem DFB-Manager Oliver Bierhoff. Der 51-jährige arbeitete lange Zeit mit Flick beim Deutschen Fussball-Bund zusammen und äußerte sich diese Woche wie folgt dazu: „Es hängt viel von seinen Vorstellungen ab. Die Qualität und Kompetenz hat er.“

Auch wenn Flick fachlich durchaus in der Lage wäre den FCB dauerhaft zu führen, gibt es andere Gründe, weshalb dieser kein geeigneter Trainer (auf Dauer) für den FC Bayern ist.

1. Flick ist der Mann im Hintergrund, keiner für das Rampenlicht

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Der ehemalige Bayern-Profi Hansi Flick wechselte im vergangenen Sommer an die Säbener Straße und wurde als Ersatz für den scheidenden Kovac-Assistenten Peter Hermann verpflichtet. Als Co-Trainer hielt sich Flick, genau so wie Robert Kovac, in den vergangenen Monaten mit öffentlichen Auftritten dezent zurück. Der 54-jährige ist kein Lautsprecher und äußert seine Meinung nur wenn er explizit danach gefragt wird. In der Vergangenheit wurde Flick für diese unscheinbare Art und Weise oftmals kritisiert, unter anderem vor seinem Engagement in München, als er für ein halbes Jahr Geschäftsführer bei der TSG Hoffenheim war. Es ist mehr als fraglich ob Flick in München als medienscheuer Trainer eine langfristige Zukunft hat.

2. Flick ist zu nett für das knallharte Profigeschäft

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Seinen bisher „größten“ Moment beim FC Bayern hatte Hansi Flick ausgerechnet bei der 1:2-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim. Flick tröstete den sichtlich niedergeschlagenen Javier Martinez vor dem Spiel, als dieser zum wiederholten Male nur auf der Ersatzbank Platz nehmen durfte. Diese Szene beschreibt sehr gut was für ein Typ Mensch Flick ist. Er ermutigt, er tröstet und bindet ein. Von Kollegen und ehemaligen Weggefährten wird Flick als „als netter Mensch“ bezeichnet, oftmals auch als zu nett. Seine größte Stärke, die Empathie für Spieler, wird Flick im knallharten Profigeschäft zugleich auch als größte Schwäche ausgelegt.

3. Flick hat kein Interesse am Trainerjob beim FC Bayern

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Hansi Flick hat kein Interesse dauerhaft Cheftrainer beim FC Bayern zu werden. Was im ersten Moment sehr skurril klingt, deckt sich mit den Aussagen aus den beiden vorherigen Punkten. Es gibt durchaus Gründe dafür, warum der gebürtige Heidelberger seit mehr als 14 Jahren nicht mehr als Cheftrainer aktiv war. Flick hat sich bewusst für die Rolle in der zweiten Reihen entschieden. Sein Fokus in den vergangenen Jahren lag stets auf der fachlichen Arbeit. Flick wird branchenweit als Taktikfachmann geschätzt und ist vor allem im Jugendbereich gut vernetzt. Die tägliche Arbeit mit Stars und der permanente Erfolgsdruck scheinen für Flick eher abschreckend zu sein.