Bundesliga

3 Gründe warum ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den BVB der Knoten beim FC Bayern platzt

Robert Lewandowski
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Der FC Bayern empfängt am Samstagabend Borussia Dortmund in der heimischen Allianz Arena zum Spitzenspiel am 11. Spieltag in der Fussball Bundesliga. Während die Formkurve beim BVB in den vergangenen Spielen deutlich nach oben gezeigt hat, kommt der „deutsche El Clasico“ für den FCB zur Unzeit. Wir haben dennoch 3 Gründe warm ausgerechnet im Topspiel gegen Dortmunder der Knoten beim FC Bayern platzen wird.

Nach dem die Bayern unter der Woche mit dem 2:0-Heimerfolg gegen Olympiakos Piräus ihre Pflicht erfüllt haben, folgt am Samstag die Kür. Im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund kann man den nächsten Schritt „aus der Krise“ machen. Mit Blick auf die aktuelle Tabelle wäre ein Sieg gegen den BVB nicht nur für das Selbstbewusstsein der Münchner wichtig, sondern auch in Sachen Titelrennen.

Der BVB reist indes mit breiter Brust nach München. Mit drei Siegen in Folge hat die Favre-Elf ihr Formtief überwunden. Vor allem der 3:2-Erfolg gegen Inter Mailand in der Champions League, als man einen 0:2-Pausenrückten noch drehen konnte, zeigt wie gut die Schwarz-Gelben zurzeit drauf sind.

Auch wenn die Vorzeichen vor dem Klassiker gegen den BVB nicht unbedingt für die Bayern sprechen, haben wir nachfolgend 3 Gründe warum Hansi Flick und sein Team am Samstagabend einen Heimsieg einfahren werden:

1. Flick hat die FCB-Defensive erfolgreich umgebaut

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Beim CL-Sieg gegen Piräus haben Thomas Müller & Co. kein Feuerwerk abgebrannt, dennoch war es ein Schritt in die richtige Richtung. Vor allem in der Defensive präsentierte man sich, im Vergleich zu den letzten Spielen, deutlich stabiler. Nach acht Spielen in Folge mit mindestens einem Gegentor spielte man gegen die Griechen endlich mal wieder zu null.

Maßgeblich verantwortlich für diesen „Mini-Erfolg“ war Interimstrainer Hansi Flick, der die FCB-Defensive und das Mittelfeld gegen Piräus umgebaut hatte. Der 54-jährige setzte in der Abwehrmitte auf Javier Martinez und David Alaba, beides keine etatmäßigen Innenverteidiger. Außen durften Alphonso Davies und Benjamin Pavard ran. Zudem stabilisierten Joshua Kimmich und Leon Goretzka das zuletzt extrem anfällige zentrale Mittelfeld. Leidtragender dieser Maßnahmen war Thiago, der gegen Olympiakos 90 Minuten auf der Bank saß. Auch gegen den BVB wird der Edeltechniker vermutlich wieder auf der Ersatzbank „starten“. Flick verzichtete gegen Piräus unter anderem auch auf Jerome Boateng in der Innenverteidigung, da er ein eingespieltes Team für das Spitzenspiel gegen Dortmund aufwarten möchte und Boateng aufgrund einer Rotsperre am Samstag nicht zur Verfügung steht.

2. In Topspielen ist der FC Bayern immer zur Stelle

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Der FC Bayern hat sich in dieser Saison weder in der Liga, im Pokal, noch in der UEFA Champions League in wirklicher Topform präsentiert. Mit einer Ausnahme, beim 7:2-Gala-Auftritt gegen die Tottenham Hotspur. An diesem historischen CL-Abend in London hat der FCB gezeigt welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt, vor allem offensiv. Serge Gnabry stach mit seinem Viererpack zweifelsfrei heraus und war maßgeblich an dem wichtigen Auswärtsspiel beteiligt. Die Effizienz im Angriff und die Kompromisslosigkeit in der Defensive waren jedoch letztendlich der Schlüssel zum Erfolg.

Es ist kein Zufall, dass die Bayern ausgerechnet im damals vermeintlich schwersten Spiel in der noch jungen Saison ihre beste Leistung abgerufen haben. Auch beim 1:1-Unentschieden gegen Leipzig in der Bundesliga, sah man die bis dato anspruchsvollste Leistung in der Liga. In wichtigen Spielen, egal was in den Spielen und Wochen zuvor war, sind die Bayern in der Vergangenheit immer zur Stelle gewesen.

3. Der BVB hat keine guten Erinnerungen an die Allianz Arena

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3:18 Tore und 0 Punkte: Die Bilanz des BVB in den vergangenen fünf Ligaspielen in München liest sich alles andere als berauschend. Dortmund hat, mit Ausnahme vom Pokal, seit 2014 kein Spiel mehr in der Allianz Arena gewonnen. Im April dieses Jahres kassierte man eine herbe 0:5-Klatsche. In der Saison 2017/18 geriet man mit 0:6 unter die Räder.

Auch wenn man nach den jüngsten Erfolgen voller Selbstvertrauen nach München reist, hat man auch in Dortmund Probleme. Mit Kapitän Marco Reus (Sprunggelenk) und Jadon Sancho (Oberschenkel) sind zwei Leistungsträger angeschlagen Auch Top-Torjäger Paco Alcacer kommt nach einer wochenlanger Achillessehnenverletzung bisher noch nicht wirklich in Fahrt. Während Alcacer gegen die Bayern mit von der Partie ist, wird sich bei Reus und Sancho erst kurzfristig entscheiden ob es für einen Einsatz reicht. Bezeichnet für die Offensivprobleme des BVB ist die Tatsache, dass Außenverteidiger Achraf Hakimi gegen Mailand mit zwei Toren zum Stürmer mutierte.