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David Alaba über seine neue Rolle in der Bayern-Defensive: „Ich denke offensiv“

David Alaba
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David Alaba musste zuletzt zwei Mal in Folge in der Innenverteidigung ran und seine Sache gemeinsam mit Javier Martinez nachweislich gut gemacht. Im Interview mit Sky Sport äußerte sich der 27-jährige über seine Rolle beim FC Bayern und betonte dabei, dass er auch als Abwehrspieler offensiv denkt. Eigenen Aussagen zufolge rechnet er nicht damit längere Zeit als Innenverteidiger zu spielen.

Zwei Spiele, zwei Siege und beide zu null. Die wenigstens Experten und Bayern-Fans hätten wohl damit gerechnet, dass die Bayern sowohl gegen Piräus, als auch gegen den BVB ohne Gegentor bleiben. Maßgeblich dafür verantwortlich ist das neue Innenverteidiger-Duo Javier Martinez und David Alaba, die aufgrund der zahlreichen Ausfälle in der Abwehrmitte zuletzt gesetzt waren unter Hansi Flick.

Beide mussten in der Vergangenheit schon des öfteren in der Innenverteidigung aushelfen. Für David Alaba ist dies jedoch kein Dauerzustand. Der 27-jährige Österreicher äußerte sich im Gespräch mit Sky Sport über seine neue Rolle in der Viererkette und wie er diese interpretiert.

David Alaba denkt nicht wie ein klassischer Innenverteidiger: „Ich verkörpere diese Position anders durch meinen Stil“

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Als David Alaba im Sommer 2008 von Austria Wien zum FC Bayern wechselte, galt der damals 16-jährige als eines der größten österreichischen Mittelfeld-Talente. In München haben Sie Alaba jedoch schnell zu einem Weltklasse Linksverteidiger umgeschult, der mittlerweile auch in der Innenverteidigung spielen kann.

Aufgrund der Verletzungsprobleme (Süle und Hernandez) und der Sperre von Jerome Boateng kam Alaba in den jüngsten Pflichtspielen als Innenverteidiger zum Einsatz und erhielt dabei sehr gute Noten. Eigenen Aussagen zufolge fühlt sich Alaba wohl im Abwehrzentrum, was vor allem daran liegt, dass er nicht wie ein klassischer Innenverteidiger agiert: „Ich verkörpere diese Position anders durch meinen Stil.“ Alaba möchte nicht nur gegnerische Angriffe abblocken, sondern vor allem eigene initiieren: „Ich denke offensiv und versuche, von hinten rauszuspielen.“

Auch wenn es im Spaß macht, gemeinsam mit Javier Martinez, den „Laden hinten sauber zu halten“, geht der österreichische Nationalspieler nicht davon aus, dauerhaft in der Abwehrmitte zu spielen.

Der furiose 4:0-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund vor knapp einer Woche hat dem angeknacksten Selbstvertrauen der Bayern laut Alaba gut getan. Trotz der Krise in den vergangenen Wochen und vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Gladbach, zeigt sich Alaba optimistisch mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf: „Wir haben nie vergessen, welche Qualität wir mitbringen und haben nie das Ziel aus den Augen verloren. Wir wollen am Ende ganz oben stehen, das ist unser Anspruch. Wir schauen nicht auf andere.“