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Oliver Kahn – der heimliche Held auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern

Oliver Kahn
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die gestrige Jahreshauptversammlung des FC Bayern hatte viele Höhepunkte. Im Fokus stand zweifelsfrei der emotionale und tränenreiche Abschied von Uli Hoeneß. Zudem wurde dessen Nachfolger Herbert Hainer mit großer Mehrheit ins Amt gewählt. Der heimliche Held der JHV war jedoch Oliver Kahn. Der kommende FCB-Vorstand genießt schon vor seinem offiziellen Amtsantritt ein hohes Standing in München.

Nach mehr als 40 Jahren an der Spitze des FC Bayern hat Uli Hoeneß gestern Abend das Zepter weitergereicht. Die Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters wurde zur Hoeneß-Show und der Abschied des 67-jährigen zu einem emotionalen Höhepunkte eines turbulenten Jahres beim FCB.

Mit dem Weggang von Hoeneß beginnt der Führungsumbruch beim FC Bayern. Mit Herbert Hainer hat man nicht nur einen neuen Präsidenten erhalten, sondern auch einen neuen Aufsichtsratschef. In knapp sechs Wochen rückt Oliver Kahn in den Vorstand und im Sommer soll Sportdirektor Hasan Salihamidzic folgen. Vor allem auf Kahn, dem ehemaligen Torwart-Titan, ruhen in Zukunft die Hoffnungen in München, wie der gestrige Abend gezeigt hat.

Hoeneß über die Kahn-Zeit beim FC Bayern: „Du hast viel Arbeit vor dir“

Uli Hoeneß hat sich gestern Abend aus dem „operativen Geschäft“ des FC Bayern offiziell zurückgezogen und Platz gemacht für die kommende Generation an Entscheidungsträgern beim deutschen Rekordmeister. Ende 2021 wird sich auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge zurückziehen und den Vorsitz an Oliver Kahn übergeben, der Anfang des kommenden Jahres in den FCB-Vorstand einzieht.

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Kahn soll das neue, starke Gesicht des FC Bayern werden. Blickt man auf die gestrige JHV zurück, gibt es zahlreiche Bayern-Fans und Mitglieder die sich offenbar schon jetzt einen Führungswechsel mit Kahn wünschen. Deutlich wurde dies als Uli Hoeneß im Rahmen seiner Abschiedsrede den ehemaligen FCB-Profi namentlich begrüßte. Bereits während Hoeneß den Namen von Kahn aussprach, brach ein frenetischer Applaus in der Olympiahalle aus und die knapp 7.000 Mitglieder jubelten lautstark. Erst als Kahn sich erhob und sich für die „Geste“ bedankte ebbten die Sprechchöre und der Applaus ab. Hoeneß zeigte sich sichtlich überrascht von der Szene, ließe diese aber nicht unkommentiert: „Da hast Du viel Arbeit, um diese Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen.“

Kahn saß schmunzelnd in der ersten Reihe und nahm das Vertrauen der Fans wohlwollend entgegen. Der Szenen-Applaus für ihn machte den 50-jährigen zum heimlichen Held des Abends. Es wird spannend zu sehen welche Einfluss Kahn auf den Klub nehmen wird und vor allem wie das Zusammenspiel mit Noch-Boss Rummenigge läuft. Hoeneß und Rummenigge waren in den vergangenen Monaten und Jahren nicht immer einer Meinung, was man vor allem in der Causa Niko Kovac zuletzt deutlich gespürt hat.