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Schwere Zeiten für Thiago: Der Mittelfeld-Boss auf dem Abstellgleis

Thiago
Foto: Christof STACHE / AFP

Während der FC Bayern unter Hansi Flick zur alten Stärke zurückgefunden hat, läuft es aktuell nicht für alle Bayern-Profis nach Plan. Der vermeintlich größte Verlierer unter Flick ist ausgerechnet der einstige Mittelfeld-Boss Thiago. Der 28-jährige Spanier muss sich derzeit mit einer Reservistenrolle zufrieden geben. Gegen Roter Stern Belgrad winkt dem Ballkünstler nun ein Comeback in der Startelf.

„Thiago oder nix“, mit diesen Worten läutete Pep Guardiola im Sommer 2013 die Ära des spanischen Mittelfeldspielers beim FC Bayern ein. Seit mehr als sechs Jahren spielt Thiago nun mehr beim deutschen Rekordmeister und war bei allen Trainern unangefochtener Taktgeber im Mittelfeld. Doch von der Spielfreude und Genialität des Ballkünstlers ist derzeit kaum etwas zu sehen. Unter Hansi Flick ist Thiago nur noch „Edeljoker“.

Gegen Roter Stern Belgrad morgen Abend in der UEFA Champions League könnte der 28-jährige eine (neue) Chance von Flick erhalten. Der 54-jährige hatte zuletzt betont, woran Thiago arbeiten muss um in Zukunft wieder mehr Einsatzzeiten zu erhalten.

Nimmt Thiago die „Kritik“ von Flick an?

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18 Minuten gegen Dortmund und 19 Minuten gegen Düsseldorf. Thiago dürfte derzeit mit seiner Rolle als Teilzeitkraft beim FC Bayern alles andere als zufrieden sein. Der Spanier verließ am vergangenen Samstag als einer der ersten Bayern-Profis die Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf und blieb, wie in den Spielen zuvor auch, wortkarg. Thiago ist nicht bekannt dafür häufig und gerne vor die Kameras zu treten, egal ob es gut oder schlecht läuft. Innerlich dürfte es aber brodeln. Während er unter Kovac noch gesetzt war, hat er seinen Stammplatz bei Flick verloren. Dieser gab zuletzt Leon Goretzka den Vorzug und gegen die Fortuna durfte Corentin Tolisso im defensiven Mittelfeld neben Kimmich starten.

Gegen Roter Stern Belgrad am Dienstagabend hingegen dürfte Thiago aller Voraussicht nach sein Comeback in der Startelf der Bayern feiern. Hansi Flick ist bekannt dafür ein „Gespür“ für seine Spieler zu haben und ein vierter Bankplatz in Folge wäre sicherlich kontraproduktiv für das Verhältnis mit Thiago. Zudem hat Flickt bereits gegen Düsseldorf gezeigt, als er Tolisso und Coutinho von Anfang an spielen ließ, dass er ein gewisses Händchen dafür hat unzufriedene Spieler genau zum richtigen Zeitpunkt wieder zu integrieren. Beide zahlten es ihrem Trainer mit einem Treffer beim 4:0-Erfolg am vergangenen Wochenende zurück.

Sollte Thiago gegen Belgrad in die Startelf rücken, weiß der Spanier ganz genau was zu tun ist. Flick äußerte sich zuletzt öffentlich über die Gründe weshalb dieser aus der Startaufstellung „geflogen ist“. Der Interimsacoh machte deutlich, dass er von seinem Edeltechniker in der Rückwärtsbewegung mehr erwartet: „Wir haben unseren Spielstil verändert, nach vorne verteidigt. Ich brauchte dafür Spieler, die gegen den Ball einen Tick besser sind.“ Es wird spannend zu sehen ob und wie Thiago mit dieser Kritik umgeht.