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Wegen verpassten Werner-Deal: Matthäus kritisiert Transferpolitik des FC Bayern

Lothar Matthäus
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Ex-Bayern-Profi und Sky-Experte Lothar Matthäus hat sich im Gespräch mit der „BILD Zeitung“ zu der aktuellen Transferdebatte beim FC Bayern geäußert und dabei die Verantwortlichen für deren Passivität in Sachen Timo Werner kritisiert.

Knapp zwei Wochen vor dem Rückrunden-Auftakt hat der FC Bayern (massive) Verletzungsprobleme. Mit Niklas Süle, Kingsley Coman, Lucas Hernandez und Joshua Kimmich (Gelbsperre) fallen zum Start gegen Hertha BSC Berlin vier Stammkräfte aus. Zudem ist der Einsatz von Serge Gnabry aufgrund von anhaltenden Achillessehnen-Problemen mehr als fraglich.

Bayern-Trainer Hansi Flick hat bereits Alarm geschlagen und fordert im Januar mindestens zwei Neuzugänge. Für Lothar Matthäus sind die Probleme, vor allem in der Offensive, hausgemacht. Der Sky-Experte kritisierte im Gespräch mit der „BILD Zeitung“ Transferpolitik des FC Bayern und nannte hierfür ein prominentes Beispiel.

„Wieso hat sich Bayern vor der Saison nicht Werner gesichert?“

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Vergangenen Sommer war der FC Bayern kurz davor Timo Werner von RB Leipzig zu verpflichten. Die Bayern-Bossen forcierten jedoch den Transfer von Leroy Sane, der aufgrund dessen schweren Knieverletzung letztendlich platzte. Werner hingegen entschied sich für eine Vertragsverlängerung in Leipzig. Bitter aus Sicht der Bayern ist vor allem die Tatsache, dass man den deutschen Nationalspieler Gerüchten zufolge für gerade einmal 25 Millionen Euro hätte verpflichten können.

Nicht nur die FCB-Fans zeigten sich damals enttäuscht, auch viele Experten konnten die Passivität der Bayern in Sachen Werner nicht verstehen. In der aktuellen Lage hätte der variabel einsetzbare Stürmer der Flick-Elf mehr als gut getan.

Auch Lothar Matthäus sieht in dem verpassten Werner-Transfer einen „großen Fehler“ der Bayern-Bosse, wie er gegenüber der „BILD Zeitung“ betonte: „Was ich bis heute nicht verstehe: Wieso sich Bayern vor der Saison nicht Werner gesichert hat? Auch im Angriff ist es aktuell eng, selbst wenn die Verletzungen von Coman und Gnabry nicht langwierig sind. Mit dem flexibel einsetzbaren Werner hätte man alle Probleme gelöst – und das für eine Ablösesumme von gerade einmal 25 Mio. Euro.“

Der 23-jährige Werner spielt bis dato eine bärenstarke Saison und ist mit seinen 23 Toren und 10 Vorlagen in 25 Spielen maßgeblich daran beteiligt, dass Leipzig sich die Herbstmeisterschaft in der Liga gesichert hat und in der UEFA Champions League im Achtelfinale steht.