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Kurios: Hat Schalke eine Vertragsverlängerung mit Nübel verpennt?

Alexander Nübel
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Nicht nur in München sorgt der Transfer von Alexander Nübel zum FC Bayern derzeit für zahlreiche Schlagzeilen. Auch auf Schalke ist der Wechsel kommenden Sommer nach wie vor ein „heißes Thema“. Während S04-Coach David Wagner mittlerweile gelangweilt davon ist, offenbaren die Nübel-Berater pikante Details. Demnach haben die Schalker vor zwei Jahren eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Torhüter verpennt, weil Ex-Manager Christian Heidel nicht genau wusste wann der Vertrag mit dem Nachwuchstorhüter endet.

Ganz Fussball Deutschland diskutiert schon seit Tagen über den Sinn bzw. Unsinn des Nübel-Transfers zum FC Bayern. Der 23-jährige designierte Bayern-Profi selbst hat sich dazu bisher noch nicht zu Wort gemeldet. Ob und wann dies geschieht ist derzeit vollkommen offen.

Während Nübel schweigt, haben sich dessen Berater in den vergangenen Tagen mehrfach zu dem Transfer geäußert. Stefan Backs, von der Berateragentur „Siebert & Backs“ welche die Interessen von Nübel vertritt, verteidigte vor kurzem erst den Wechsel zum deutschen Rekordmeister. Mit Michael Schulz hat sich nun ein weiterer Nübel-Berater zu dem Wechsel geäußert und dabei durchaus pikante Details aus der Vergangenheit offenbart. Im Gespräch mit der „Sportschau“ betonte Schulz, dass Nübel vor knapp zwei Jahren noch offen für eine Vertragsverlängerung auf Schalke gewesen sei, die Verantwortlichen damals jedoch kein Interesse hatten.

Nübel-Berater: „Schalke hat damals nicht zurückgerufen“

Im Sommer 2015 wechselte Alexander Nübel für 600.000 Euro vom Paderborn zu den Königsblauen. Schon damals galt der erst 19-jährige Torhüter als ein echtes Ausnahmetalent. Vier Jahre später folgte dann der große Durchbruch auf Schalke, als Nübel in der Rückrunde der Saison 2018/19 vollkommen überraschend Ralf Fährmann als Nr. 1 im Tor der Knappen ablöste.

Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits erste Gerüchte darüber, dass Nübel S04 verlassen könnte. Laut Schulz hätte es dazu aber nie kommen müssen, da Nübel und dessen Berater kurz davor proaktiv eine Vertragsverlängerung mit Schalke forcierten: „Vor zwei Jahren, als Alex noch gar nicht gespielt hat, als sein Stern erst so langsam aufging, hätten wie sofort unterschrieben. Wir haben förmlich darauf gewartet, dass Schalke eine Vertragsverlängerung vorlegt. Wir haben uns sogar darum kümmert, obwohl es eigentlich falsch war, Schalke anzusprechen, weil man in einer schlechten Verhandlungsposition war.“ Das Interesse auf Seiten der Schalker hielt sich jedoch in Grenzen. Wie Schulz berichtet gab es „nie einen Rückruf in Sachen Vertragsverlängerung“.

Ex-Schalke-Manager Christian Heidel soll damals irrtümlicherweise davon ausgegangen sein, dass Nübels Vertrag nicht 2020, sondern erst 2021 endet.

Zudem widersprach Schulz jenen Gerüchten, die behaupten, dass der Wechsel zum Rekordmeister aus rein finanziell entschieden wurde: „Wir waren nicht geldgeil.  Das Geld hat keine Rolle gespielt, weder für Alex noch für uns. Es ging um eine sportliche Entscheidung, die man sicher diskutieren kann.“