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Bundesliga im Kaufrausch: Neuer Rekord für Winter-Transfers

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Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Das Winter-Transferfenster ist seit Freitagabend 18 Uhr offiziell geschlossen. Während sich der FC Bayern im Januar, entgegen vieler Erwartungen, dezent zurückgehalten hat auf dem Transfermarkt, haben vor allem Dortmund, Hertha und Leipzig nochmals personell nachgelegt. Insgesamt haben die 18 Bundesligisten rund 196 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben und damit die alte Liga-Bestmarke für Winter-Transfers nahezu verdoppelt.

Während die Hasan Salihamidzic & Co. einen relativ entspannten „Deadline Day“ verbracht haben, ging es bei zahlreichen Bundesliga-Klubs am Freitag heiß her. Vor allem in Dortmund und Berlin mussten die Verantwortlichen in den ergangenen Tagen „Schwerstarbeit leisten“.

Mit Ex-FCB-Profi Emre Can hat der BVB quasi einen Last Minute-Transfer eingetütet und nach der Verpflichtung von Erling Haaland den zweiten spektakulären Transfer im Winter perfekt gemacht. 45 Millionen Euro ließ sich der Vizemeister diese beiden Spieler kosten. Wobei die 25 Mio. Euro für Can erst kommenden Sommer fließen, wenn die Kaufverpflichtung greift.

Spitzenreiter in Sachen Winter-Transfers ist jedoch Hertha BSC Berlin. Jürgen Klinsmann hat rund 78 Mio. Euro für Cunha (RB Leipzig), Krzysztof Piatek (AC Milan), Santiago Ascacibar (VfB Stuttgart) und Lucas Tousart (Olympique Lyon) ausgegeben und damit zeitgleich einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Ermöglicht wurde diese „Einkaufstour“ von Neu-Investor Lars Windhorst, der seit dem vergangenen Sommer 37,5 Prozent am Hauptstadt-Klub hält.

196 Mio. Euro: Bundesligisten stellen neue Bestmarke für Winter-Transfers auf

Der BVB und Hertha haben zusammen 123 Mio. Euro für neue Spieler im Winter ausgegeben und damit rd. 63 Prozent der Gesamtausgaben im deutschen Oberhaus zu verantworten. Mit 196 Mio. Euro hat die Bundesliga im Januar einen neuen Rekord aufgestellt und die bisherige Winter-Bestmarke von rund 100 Mio. Euro aus der Saison 2016/17 fast verdoppelt.

Auch Bayer Leverkusen hat im Winter nicht gegeizt: Für den argentinischen Nationalspieler Exequiel Palacios flossen 17 Millionen an River Plate und für Innenverteidiger Edmond Tapsoba zahlte man 18 Millionen an Vitoria Guimaraes aus Portugal. Leipzig (20 Mio. Euro) und Hoffenheim (21 Mio. Euro) liegen ebenfalls noch in der Top 5.

Kurios: Selbst Tabellen-Schlusslicht Fortuna Düsseldorf hat im Winter mehr Geld ausgegeben als der FC Bayern. Die Rheinländer haben für die Festverpflichtung von Stürmer Dawid Kownacki 7,7 Mio. Euro an Genua gezahlt. Die Münchner mussten für die Leihe von Alvaro Odriozola, dem einzigen Neuzugang an der Säbener Straße, „nur“ 3,5 Mio. Euro an Real Madrid überweisen.

Winter-Transfers in der Bundesliga: Wer hat am meisten Geld ausgegeben?

1. Hertha BSC Berlin, 78 Mio. Euro
2. Borussia Dortmund, 21 Mio. Euro (Can-Ablöse wird offiziell erst im Sommer 2020 fällig)
3. Bayer Leverkusen, 35 Mio. Euro
4. TSG Hoffenheim, 21 Mio. Euro
5. RB Leipzig, 20 Mio. Euro
6. VfL Wolfsburg, 10 Mio. Euro
7. Fortuna Düsseldorf, 7,7 Mio. Euro
8. FC Schalke 04, 2 Mio. Euro
9. Werder Bremen, 0,75 Mio. Euro
10, Eintracht Frankfurt, 0,5 Mio. Euro