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Hainer spricht sich für die Abschaffung der 50+1-Regel in der Bundesliga aus

Herbert Hainer
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die 50+1-Regel in der Fussball Bundesliga wird bereits seit Jahren hitzig diskutiert. Während viele Fans und Funktionäre diese Regel befürworten, hat sich FCB-Präsident Herber Hainer im Gespräch mit der „Sport BILD“ nun für die Abschaffung dieser Regel stark gemacht.

Während es in den europäischen Top-Ligen in England, Italien, Frankreich und Spanien schon seit geraumer Zeit keine 50+1-Regel mehr gibt, hält die Fussball Bundesliga weiterhin daran fest, dass Investoren nicht die Mehrheitsanteile an einem Fussball-Klub übernehmen dürfen.

Auch Bayern-Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer war lange Zeit ein Befürworter der 50+1-Regel, hat seine Meinung diesbezüglich jedoch geändert, wie er im Interview mit der „Sport BILD“ verriet.

Hainer über die 50+1-Regel: „Klubs sollen eigene Regeln aufstellen“

Der langjährige Vorstandsvorsitzende von Adidas äußerte sich wie folgt dazu: „Ich war früher immer ein Befürworter, da ich nicht wollte, dass sich ein Investor als eine Art Selbstdarsteller einkauft. Inzwischen wäre ich eher dafür, 50+1 aufzugeben und den Vereinen die Chance zu überlassen, ihre eigenen Regeln zu machen.“

Kurioserweise haben die Bayern eine eigene Regel, die sog. „70+1-Regel“: diese besagt, dass nur 30 Prozent des Aktienkapitals an Investoren verkauft werden darf, der Rest muss beim Verein verbleiben. Der FC Bayern München e.V. ist aktuell mit 75 Prozent der Hauptanteilseigner der FC Bayern München AG. Die restlichen Anteile (jeweils 8,33 Prozent) liegen bei den langjährigen FCB-Partnern adidas, AUDI und Allianz.

Auch FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ist kein Fan der 50+1-Regel und hatte sich bereits gegen die DFL-Regelung starkgemacht. Der 64-jährige sieht in dieser einen deutlichen Wettbewerbsnachteil im Vergleich zur englischen Premier League oder spanischen La Liga.