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Hopp-Anwalt fordert radikale Schritte: „Ein bundesweites Stadionverbot ist ein scharfes Schwert“

Dietmar Hopp und Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Nachdem sich Dietmar Hopp bereits am Sonntag zu den Geschehnissen beim Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim geäußert hat, fordert dessen Anwalt Christoph Schickhardt nun radikale Schritte gegen die Ultras. Im Gespräch mit dem „SWR“ sprach sich dieser für bundesweite Stadionverbote aus.



Der anhaltende Streit zwischen den Ultra-Gruppierungen in Deutschland und dem Deutschen Fussball-Bund hat am vergangenen Wochenende einen neuen Negativ-Höhepunkt erreicht. In zahlreichen deutschen Stadien gab es deutliche Anfeindungen und Hass-Plakate gegen den DFB und den TSG-Mäzen Dietmar Hopp. In Hoffenheim hätten die Schmähplakate der FCB-Ultras beinahe zu einem Spielabbruch geführt.

Während Dietmar Hopp gestern gegenüber „SPORT1“ betonte, dass er keinerlei Interesse an einem Dialog mit den Ultras hat und auf entsprechende Konsequenzen seitens der Verantwortlichen hofft, legte dessen Anwalt Christoph Schickhardt im Gespräch mit dem „SWR“ nach und wurde deutlich konkreter.

„Die Fans müssen diese Leute ausschließen“

Schickhardt betonte dabei, dass es durchaus (rechtliche) Möglichkeiten gäbe um gegen diese Leute vorzugehen: „Das Verbandsrecht kann ein Stadionverbot aussprechen.“ Doch diese Maßnahme geht dem 64-jährigen Juristen nicht weit genug: „Ein bundesweites Stadionverbot. Das ist ein sehr scharfes Schwert“.

Auf Dauer sind solche radikalen Schritte jedoch nicht zielführend, vielmehr sind die „normalen Fans“ gefragt um gegen die Ultra vorzugehen: „Das Muster aller Lösungen ist die Selbstreinigung. Die Fans müssen diese Leute ausschließen. Die Fans sind die Lösung.“ Schickhardt forderte zudem, dass auch die Polizei und Staatsanwaltschaften aktiv werden müssen in Form von Hausdurchsuchungen und Polizeigewahrsam.