Bundesliga

DFL-Boss Seifert kündigt Geisterspiele an: „Spiele mit Zuschauern sind aktuell nicht realistisch“

Christian Seifert
Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Die Fussball Bundesliga steht kurz vor einem Geisterspieltag! Während Gesundheitsminister Jens Spahn die Absage von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern empfohlen hat, wird der kommenden Spieltag laut DFL-Boss Christian Seifert stattfinden. Seifert betonte aber gegenüber der „Bild“, dass es derzeit nicht realistisch sei die Spiele mit Zuschauern auszutragen.

Bittere Nachrichten für alle Bundesliga-Fans, der kommende Spieltag wird aufgrund der zunehmenden Infektionsgefahr durch das Corona-Virus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ohne Zuschauer in den deutschen Stadien stattfinden. DFL-Boss Christian äußerte sich im Gespräch mit der „Bild“ über die aktuelle Lage und verriet dabei, dass die finale Entscheidung diesbezüglich noch ausstehe, es faktisch aber keine Optionen als Geisterspiele geben würde.

„Wir haben entschieden, dass der Spieltag stattfindet“

Seifert betonte, dass sich die DFL nicht an die Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn halten wird und es zu keinen Spielabsagen kommt: „Wir haben entschieden, dass der Spieltag stattfindet, rein sportlich.“ Ob jedoch Zuschauer in den Stadien sein werden ließ Seifert offen: „Mit wie vielen Zuschauern und ob ohne, das ist eine Entscheidung, die die Behörden treffen müssen.“

Der 50-jährige hält die Chancen jedoch für sehr gering, dass die verantwortlichen Behörden Spiele mit Zuschauern erlauben werden: „Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch.“ Laut Seifert hat die Liga und die Vereine diesbezüglich jedoch keine Einflussmöglichkeiten: „Aber das liegt nicht in den Händen der Klubs und auch nicht in den Händen der DFL.“

Rein formell sind im Falle einer Gefährdung von Spielern und Zuschauern die lokalen Gesundheitsbehörden zuständig. Die Dachorganisationen des Sports, wie z.B. die DFL, sind somit nicht befugt, ein Spiel abzusagen.

Noch drastischere Maßnahmen sind für Seifert ausgeschlossen: „Eine Spielpause ist illusorisch. Das bringt nichts. Das ist nicht zu Ende gedacht. Da gibt es Verträge, sportliche Konsequenzen. Abstiege und Aufstiege. Wir brauchen den geregelten Spielbetrieb. Aufzuhören ist keine Option. Wir brauchen Mitte Mai eine Tabelle, damit die Klubs planen können.“