Bundesliga

Paderborn-Manager Przondziono nimmt die DFL in Schutz: „Sie haben einen sehr guten Job gemacht“

Martin Przondziono
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Während die Deutsche Fussball-Liga derzeit von allen Seiten für ihr zögerliches Handeln im Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert wird, hat sich Paderborn-Manager Martin Przondziono schützend vor die DFL gestellt und dieser ein „sehr gutes“ Krisenmanagement bestätigt.

Als letzte europäische Top-Liga hat die DFL am Freitagnachmittag, wenige Stunden vor dem geplanten Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn, den regulären Spielbetrieb in der Bundesliga ausgesetzt.

Fans, Medien, Spieler und Verantwortliche haben die Deutsche Fussball-Liga für diese „zu späte“ Entscheidung scharf kritisiert. Paderborn-Manager Martin Przondziono sieht das ein wenig anders und bescheinigte der DFL einen guten Job gemacht zu haben.

„Weitreichende Entscheidungen müssen wohlüberlegt sein“

Im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ äußerte sich Przondziono wie folgt dazu: „Die DFL hat eigentlich einen sehr guten Job gemacht. Sie wird jetzt verteufelt, nach dem Motto: Ihr wolltet nur Fußball spielen, ihr seht nur das Geld. Aber die DFL hat eine Fürsorgepflicht den Vereinen gegenüber.“

Für den Fussball-Manager ist es nicht verwerflich, dass sich die DFL bei ihrer Entscheidung Zeit gelassen hat und durchaus auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen wollte: „Es ist nur Fußball, aber am Spielbetrieb hängen Arbeitsplätze. Ich heiße es gut, dass die DFL sich lange Zeit gelassen hat – und die richtige Entscheidung getroffen hat.“

Die Spieltagsabsage war letztendlich dennoch richtig und notwendig laut Przondziono: „Am Ende steht die Gesundheit immer vor finanziellen Themen. Die DFL hat richtigerweise entschieden, den Fußball erst mal ad acta zu legen.“