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Die Wunschposition ist besetzt: Darum denkt Alaba über einen Abschied aus München nach

David Alaba
Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

In den vergangenen Tagen und Wochen gab es zahlreiche Gerüchte rund um die sportliche Zukunft von David Alaba beim FC Bayern. Angeheizt wurden diese vor allem durch dessen neuen Berater Pini Zahavi. Der 76-jährige gilt als Transfer-Experte und pflegt beste Beziehungen zu den Top-Klubs aus Spanien und England. Wie die „Sport BILD“ berichtet gibt es einen konkreten Grund warum Alaba über einen Abschied aus München nachdenkt und dieser hat mit Joshua Kimmich zu tun.

Die Zeichen zwischen David Alaba und dem FC Bayern stehen immer mehr auf Abschied. Wurden die anfänglichen Wechselgerüchte rund um den 27-jährigen Österreicher anfangs noch als „Vertragspoker“ abgetan, gibt es nun einen konkreten Grund, warum Alaba ernsthaft über einen Wechsel am Ende der Saison nachdenkt.

Laut der „Sport BILD“ ist Alaba enttäuscht, dass er nach wie vor keine echte Chance in München erhalten hat sich auf seiner Wunschposition im Mittelfeld zu beweisen.

Alaba fühlt sich hintergangen von den Bayern-Bossen

Im Sommer 2008 wechselte Alaba als vielversprechendes Mittelfeld-Talent von Austria Wien zum FC Bayern. In München wurde der einstige Offensivspieler zum Linksverteidiger ausgebildet, zu einem der besten auf der Welt. Obwohl Alaba schon seit Jahren als Außenverteidiger glänzt, hat er insgeheim eine andere Wunschposition im Kopf. Alaba würde viel lieber im Bayern-Mittelfeld spielen, so wie er es schon seit Jahren in der österreichischen Nationalmannschaft macht.

Bei seiner letzten Vertragsverlängerung 2016 hatten ihm die Bayern, laut Informationen der „Sport BILD“ zugesagt, dass er perspektivisch eine Chance erhalten wird sich im Mittelfeld zu beweisen. Letztendlich kam alles anders, während Alaba nach wie vor hinten links ranmusste, sah dieser zu wie Joshua Kimmich als etatmäßiger Rechtsverteidiger plötzlich im FCB-Mittelfeld gesetzt war. Kurioserweise hatte sich Kimmich über starke Auftritte in der deutschen Nationalmannschaft dafür empfohlen.

Alaba soll demnach enttäuscht sein, dass er bis heute nie eine echte Gelegenheit hatte auf seiner Wunschposition zu spielen. Das Engagement von Pini Zahavi ist ein klares Zeichen an die Bayern, dass der Österreicher sich ernsthaft mit einem Wechsel auseinandersetzt und den „Markt testen möchte“.

Laut der „Sport BILD“ könnte ein Alaba-Transfer jedoch deutlich schwerer zu realisieren sein als man annehmen könnte. Neben eine Ablöse zwischen 70-80 Mio. Euro müsste der neue Verein auch bereit sein das Gehalt von 13-15 Mio. Euro zu stemmen. In Zuge der Corona-Krise gibt es nicht viele Vereine in Europa die bereit sind so viel Geld in die Hand zu nehmen. Zudem ist es fraglich, ob Alaba bei Real, Barcelona oder Manchester City tatsächlich auf seiner Wunschposition im Mittelfeld zum Einsatz kommen wird.