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Ex-DFL-Chef Rettig fordert Sonderrolle für die Bundesliga in der Corona-Krise

Andreas Rettig
Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig fordert eine Sonderrolle für die Fussball Bundesliga in der Corona-Krise. Demnach könnten Geisterspiele das Wohlbefinden der Menschen positiv beeinflussen.

Im Interview mit dem „kicker“ betonte Rettig, dass der Fussball in der aktuell angespannten Lage in Deutschland durchaus in der Lage wäre den Menschen mehr Freude zu schenken. Der 56-jährige macht sich für eine „Sonderbehandlung“ des Fussballs stark.

„Fussball ist der Kitt der Gesellschaft“

Laut Rettig wirkt sich der Fussball positiv auf das Wohlbefinden der Menschen aus: „Da kein Zeitpunkt absehbar ist, an dem das normale Leben wieder beginnt, kann bei abnehmenden Restriktionen die Austragung dieser Geisterspiele einen Beitrag zur Zerstreuung und damit für das Wohlbefinden der Menschen leisten“.

Der langjährige Bundesliga-Funktionär ist sich durchaus bewusst, dass der Fussball „keinen direkten ökonomischen Beitrag zur Systemerhaltung“ leiste, dennoch wären Bundesliga-Spiele gerade in Zeiten „sozialer Isolation“ noch wichtiger. Rettig sieht in dem Fussball den „Kitt der Gesellschaft“, der gerade in schweren Zeiten die Menschen verbindet und vereint.

Inwiefern eine Sonderbehandlung der Fussball Bundesliga möglich ist, bleibt abzuwarten. Mit Blick auf die aktuellen Verordnungen und Restriktionen seitens der Politik, spricht derzeit wenig dafür, dass der Spielbetrieb in der Bundesliga zeitnah wieder aufgenommen wird. Die DFL selbst hatte sich diese Woche für eine Verlängerung der Pause bis Ende April ausgesprochen.