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Corona-Experte Kekule hält die Fortsetzung der Bundesliga im Mai für machbar

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Aktuellen Medienberichten zufolge plant die Deutsche Fussball-Liga, gemeinsam mit den 36 Profi-Klubs, die Fortsetzung der laufenden Bundesliga-Saison Anfang Mai. Dieser Plan stößt nicht bei allen Fans und Politikern auf Begeisterung. Virologe Alexander Kekule hält das Vorhaben der DFL hingegen für machbar.

Auch wenn die DFL gestern einen „kicker“-Bericht dementiert, wonach man Anfang Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen möchte, arbeitet die Deutsche Fussball-Liga im Hintergrund zweifelsfrei an einem entsprechenden Masterplan wie man die Bundesliga zeitnah wieder fortsetzen kann.

Während diese Pläne durchaus kritisch beäugt werden, hat der Virologe Alexander Kekule sich zu den Vorhaben geäußert und dieses nicht kategorisch ausgeschlossen.

„Man kann sich eine Lösung für die Bundesliga überlegen“

Der Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle/Saale, der als einer der führenden Corona-Experten in Deutschland gilt, äußerte sich am Samstagabend im „Aktuellen Sportstudio“ im ZDF wie folgt dazu: „Machbar ist alles. Man kann sich überlegen, wie man die Bundesligaspieler speziell absichert, dass sie in der Lage sind zu spielen“.

Kekule betonte aber auch, dass dies vor allem für die Spieler eine besondere Herausforderung wäre: „Man müsste für sie den Lockdown verlängern. Sie müssten privat unter besonderen Sicherheitsbedingungen weiterleben. Die ganze Mannschaft müsste in eine Art Spezialquarantäne. Außerdem müsste man sie vor jedem Spiel neu testen“.

Vor allem der letzte Punkt stößt derzeit in der Gesellschaft auf große Kritik. Kekule schätzt, dass man knapp 20.000 Tests bis zum Ende der Saison benötigen würde. Für viele Politiker und Menschen sei dies eine „Verschwendung“ an Tests.

Laut Kekule wären die Bundesliga-Spieler jedoch grundsätzlich geeinigt, um in der aktuellen Lage wieder zu spielen: „Rein virologisch wäre das Problem deshalb lösbar. Aber nur, wenn man eine Art spezielle Blase für die Fußballspieler schafft“.